Der Modeschmuck-Anbieter Bijou Brigitte will trotz rückläufiger Umsätze neue Standorte erschließen. Die Kooperation mit Händlern auf Provisionsbasis wird ausgebaut.
Insgesamt verfügt das Hamburger Unternehmen Bijou Brigitte laut Werner über 1.085 Filialen, wobei es "Potenzial für weitere 2.000 Standorte in Europa" gebe.
Expansion ohne Bankschulden
"Bijou Brigitte ist schuldenfrei, und unsere gesamte Expansion können wir ohne Bankkredite stemmen", sagte Werner. Gleichwohl habe auch sein Unternehmen gerade zum Jahresende die Finanzkrise zu spüren bekommen. So sei der Umsatz 2008 zwar um 2,2 Prozent auf 375 Millionen Euro gestiegen, flächenbereinigt, also ohne Neueröffnungen, hat das Unternehmen allerdings 4,9 Prozent verloren.
Werner ist sich dennoch sicher, dass Bijou Brigitte zu den Gewinnern zählen wird, wenn es im Zuge der Finanzkrise zu Marktbereinigungen kommt: "Wir haben den großen Vorteil, dass unsere Ketten, Ohrringe und Broschen preisgünstig sind. Die meisten der 9.000 Artikel, die wir verkaufen, kosten weniger als zehn Euro. Diese kleinen Impulskäufe tun unseren Kundinnen nicht weh."
Kooperation mit Händlern wird ausgeweitet
Eine weitere Wachstumsmöglichkeit verspricht sich Werner von Kooperationen mit Einzelhändlern. Bei diesem Konzept erhält der Händler einen Teil des Verkaufspreises als Umsatzprovision.
Das Modell läuft bisher "sehr gut an" und verschafft Bijou Brigitte "einen schönen Zusatzverdienst, den wir in absehbarer Zeit noch steigern wollen," so Unternehmenschef Werner.
