
Bundesweite Razzia bei Mobiltelefon-Händlern
Keine Umsatzsteuer bezahlt und Geld gewaschen: Eine bundesweite Razzia hat einen so genannten Umsatzsteuerkarussel-Ring unter iPhone-Händlern hochgenommen. Vier Personen wurden verhaftet.
"Umsatzsteuerkarussel"
Dabei wurde von den Beschuldigten monatlich Mobiltelefone im Wert von mehreren Millionen Euro aus dem Ausland erworben. Die Gesellschaften, die die Mobiltelefone gekauft haben, sollen dabei weder eine Umsatzsteuererklärung abgegeben noch die geschuldete Umsatzsteuer abgeführt haben, meldet die Generalstaatsanwaltschaft.
Über eine Kette zwischengeschalteter Gesellschaften sollen die Mobiltelefone dann weiterverkauft worden sein, wobei die letzte inländische Gesellschaft dieser Kette nach dem Weiterverkauf der Mobiltelefone ins Ausland vom deutschen Finanzamt die Umsatzsteuer erstattet bekam.
Der Schaden durch diese als "Umsatzsteuerkarussell" bezeichnete Vorgehensweise beträgt nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen mindestens 13 Millionen Euro. Durch "Sicherungsmaßnahmen zur Vermögensabschöpfung" wie Arreste und Pfändungen konnten bislang rund drei Millionen Euro gesichert werden.
23 Beschuldigte
Insgesamt wurden bei der Razzia am Montag im gesamten Bundesgebiet 147 Geschäftsräume verschiedener Unternehmen und Gesellschaften sowie Wohnungen durchsucht.
Der Vorwurf der bandenmäßigen Umsatzsteuerhinterziehung und Geldwäsche richtet sich gegen die Verantwortlichen von 13 Gesellschaften und Unternehmen. Derzeit gibt es 23 Beschuldigte.
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wurde von dem Bundeskriminalamt, der Bundespolizei, mehrerer Steuerfahndungsstellen sowie von Polizeibeamten aus mehreren Bundesländern unterstützt. An dem deutschlandweiten Einsatz waren mehr als 300 Polizeibeamte und Steuerfahnder beteiligt
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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