
Das Ende der Vorkasse
Langsam aber sicher ändert sich das Bezahlen im Internet: Onlinehändler bieten ihren Kunden immer öfter neue Verfahren an. Eine alte Methode kommt deswegen langsam aus der Mode.
David WöllensteinRedakteurAufwendig ist die Vorkasse obendrein - für Kunden wie Händler gleichermaßen.
Die traditionellen Zahlungsverfahren aus den Zeiten des Versandhandels kommen aber grundsätzlich aus der Mode, wie der Vergleich mit den Ergebnissen der früheren Befragungen in den Jahren 2005 und 2007 zeigt.
Pay Pal immer beliebter
2005 wurden 81,7 Prozent des Onlineumsatzes per Vorkasse, Rechnung, Lastschrift und Nachnahme bezahlt. 2009 sank dieser Anteil auf 66,9 Prozent. Im Gegenzug holen neue, speziell für das Internet entwickelte Zahlverfahren auf.
So gaben die Händler im Jahr 2005 an, rund 2,5 Prozent ihres Gesamtumsatzes im Internet über PayPal abzuwickeln. 2009 stieg dieser Anteil auf 12,2 Prozent. Ein weiterer Gewinner ist die Kreditkarte, die inzwischen mehr als die Hälfte der Onlinehändler als Zahlungsmöglichkeit anbieten. Außerdem werden Verfahren wie Sofortueberweisung.de, Giropay und ClickandBuy öfter genannt.
Der Händler muss bei den Zahlverfahren, die er anbietet, zwischen Vertrauen und Kundenbindung auf der einen sowie Risikomanagement und Kosten der Verfahren auf der anderen Seite balancieren. Aber immer mehr Onlineverkäufer nehmen diese Arbeit auf sich und bieten den Kunden möglichst viele Zahlungswege an, damit dieser sich den für ihn bequemsten aussuchen kann.
So bieten zwei Drittel der befragten Händler vier oder mehr Zahlungsarten in ihrem Onlineshop an. Statistisch gesehen haben die Kunden die Wahl zwischen 4,4 Zahlungsarten - das sind 0,5 Prozent mehr als vor zwei Jahren.
Sybille Wilhelm
Dieser Artikel ist in der Mai-Ausgabe von Online Handel erschienen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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