
EHEC-Krise traf vor allem Discounter
Aus Angst vor dem Darmkeim EHEC kauften die Deutschen im Juni deutlich weniger Gemüse. Der Verzicht auf Gurken&Co traf Discounter stärker als Supermärkte und Bioläden.
Umsatz ging um 16 Prozent zurück
Insgesamt ging der Gemüseumsatz im "EHEC-Monat" Juni um fast 16 Prozent zurück, hat die GfK ermittelt. Am schlechtesten verkauften sich Gurken, vor deren Verzehr das Robert Koch-Institut ausdrücklich gewarnt hatte. Der Umsatz brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei konventionell produzierter Ware um mehr als 40 Prozent ein, der Tomaten- und Salatumsatz ging um mehr als 30 Prozent zurück. Der Verkauf von Bioware war demnach weniger stark betroffen.
Während die deutschen Gemüsebauern mit 16 Millionen Euro aus dem Ehec-Hilfsprogramm der EU-Kommission rechnen können, lehnt Bundesagrarministerin Ilse Aigner eine Entschädigung betroffener Händler ab.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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