Einkaufspräferenzen: Vorsprung des klassischen Einzelhandels schmilzt

Einkaufspräferenzen: Vorsprung des klassischen Einzelhandels schmilzt

Der Prozess ist schleichend, aber kontinuierlich: Immer mehr deutsche Verbraucher bevorzugen den Online-Einkauf. Mittlerweile zählen 40,7 Prozent zu den Online-Fans, das bedeutet eine Steigerung von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Dies ergibt die Sommer-Umfrage bei 1135 Bürgern im Alter von 18 bis 69 Jahren, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) und das Bonitätswerk Boniversum durchgeführt haben. Das Lager der Fans des klassischen Einzelhandels ist entsprechend n...

KJKlaus JankeRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die meisten Verbraucher kaufen im Netz am liebsten Bücher (66,7 Prozent). Auffällig: Es gibt Produktgruppen, bei denen die Online-Präferenz schwächer wird, vor allem Unterhaltungselektronik / Bild- und Tonträger sowie Telekommunikation / Handy & Zubehör. Dies kann daran liegen, dass die Kunden bei diesen häufig erklärungsbedürftigen Artikeln wieder mehr persönliche Beratung wünschen oder brauchen.

Im klassischen Einzelhandel dominieren nach wie vor Lebensmittel, Delikatessen und Wein sowie Heimwerkerbedarf / Gartenzubehör & Blumen sehr deutlich. Allerdings sind auch bei diesen Bastionen des traditionellen Handels Abwanderungsbewegungen zu erkennen, genau wie bei Möbeln und Dekoartikeln, Schmuck & Uhren sowie Mode. "Diese Zahlen bestätigen, dass sich vor allem ein Blick auf die bisher noch wenig im E-Commerce etablierten Produktgruppen lohnt. Möbel und DIY-Artikel, aber auch Lebensmittel werden in den kommenden Monaten und Jahren der Branche wichtige Impulse verschaffen", glaubt Martin Groß-Albenhausen, Referent für E-Commerce und Marketing beim bevh. Zurück ins stationäre Geschäft kehren verstärkt die Käufer von Medikamenten und der bereits genannten Gruppen Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.

Und wer sind die überzeugtesten Anhänger von E-Commerce und Versandhandel? Vornehmlich wenig überraschend jüngere Menschen und Männer (bei ihnen liegt die Onlinequote bei 42,3 Prozent, bei den Frauen lediglich bei 39 Prozent). Der Abstand zwischen den Geschlechtern wird zurzeit sogar wieder größer.
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KJ
Geschrieben vonKlaus Janke

Redakteur

Klaus Janke ist freier Autor und Journalist mit dem Schwerpunkt Marketing und Medien. Daneben betreut er Corporate-Publishing-Projekte. Von 2000 bis 2008 arbeitete er für HORIZONT, zunächst als Ressortleiter Internet, dann als Ressortleiter Marketing. Davor war er unter anderem für die „WAZ“, für „Prinz“, seine eigene PR-Agentur und als Chefredakteur für das „Journal Frankfurt“ aktiv. Klaus Janke lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und bloggt unregelmäßig auch hier: www.jankesbuntewelt.com.

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