Die Tarifverhandlungen im Einzelhandel stecken fest, egal in welchem Bundesland. In Nordrhein-Westfalen haben die Streiks für Streit zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft gesorgt.
Für Verdi ein Affront der Arbeitgeber
Die Gewerkschaft Verdi sprach von einem Affront. Das Verhalten der Arbeitgeber beweise eine mangelnde Wertschätzung der Beschäftigten. Zuvor hatte Verdi noch davon gesprochen, mit "gebremstem Optimismus" in die fünfte Verhandlungsrunde zu gehen.
"Wir werden der Arbeitgeberseite eine Vereinbarung vorschlagen, um zu einer wirklichen Tarifreform zu kommen“, hieß es von Verhandlungsführerin Silke Zimmer. "Die Arbeitgeberforderungen nach Arbeit auf Abruf, weniger Geld bei Spät- und Nachtzuschlägen sowie für Tätigkeiten im Verkauf und die Einführung von Billiglöhnen in der Warenverräumung haben doch nichts mit einem zukunftsfähigen Tarifvertrag zu tun", sagte Zimmer weiter: "Das wäre eine Vereinbarung zur Förderung von Altersarmut, die keine Gewerkschaft unterschreiben kann."
Der Tarifkonflikt schwelt, begleitet von zahlreichen Warnstreiks, bereits seit Mai. Verdi will eine reine Gehaltsrunde, die NRW-Arbeitgeber wollen hingegen auch weitere Themen regeln. Näher sind sich Arbeitgeber und Verdi bislang nicht gekommen.
Auch in Baden-Württemberg sind die Verhandungen festgefahren.
