Microsoft bietet rund 60.000 Mitarbeitern – mehr als einem Viertel der Belegschaft – den freiwilligen Abschied gegen Abfindung an, berichtet Businessinsider.de. Berechtigt seien Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien bis zur internen „Stufe 70“, die auch Führungskräfte umfasse; Vertrieb und Teile der Technik seien nicht betroffen. In den USA umfasse das Standardpaket mindestens 60 Tage Grundgehalt bis zu 39 Wochen je nach Betriebszugehörigkeit. Nach hohen KI-Investitionen und Stellenabbau wolle der Konzern so Kosten drücken.
Microsoft bietet nach Angaben von Businessinsider.de rund 60.000 Beschäftigten ein freiwilliges Abfindungsangebot an. Damit ist mehr als ein Viertel der Belegschaft teilnahmeberechtigt. Das Programm soll dem Konzern helfen, Kosten zu senken und die Organisation stärker auf das KI-Zeitalter auszurichten.
Freiwilliger Ausstieg statt neuer Entlassungsrunde
Das Angebot wurde laut einem internen Memo von Microsoft-Personalchefin Amy Coleman an berechtigte Mitarbeiter verschickt. Coleman beschreibt den Schritt als Teil eines veränderten Umgangs mit Wandel im Unternehmen. Beschäftigte, die über eine Zukunft außerhalb von Microsoft nachdenken, sollen ihren Abschied mit Unterstützung planen können. Gleichzeitig erhalten teilnehmende Unternehmensbereiche mehr Spielraum, ihre Teams an veränderte Anforderungen anzupassen.
Adressiert sind Mitarbeiter in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien bis einschließlich der internen Stufe 70. Diese Ebene umfasst auch Führungskräfte. Nicht alle Bereiche nehmen teil: Vertriebsorganisationen, Teile der Technik sowie bestimmte Unternehmensfunktionen sind ausgenommen. Microsoft setzt damit erneut auf ein freiwilliges Instrument, um die Belegschaft zu verkleinern, nachdem der Konzern bereits Stellen abgebaut und zugleich stark in KI-Infrastruktur investiert hat.
Abfindungen nach Betriebszugehörigkeit gestaffelt
Die Bedingungen entsprechen nach Unternehmensangaben dem üblichen Abfindungsmodell von Microsoft. In den USA umfasst das Standardpaket mindestens 60 Tage Grundgehalt, während dieser Zeit bleiben die betroffenen Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Je nach Dienstalter und Betriebszugehörigkeit kann die Zahlung auf bis zu 39 Wochen Grundgehalt steigen.
Aus von Business Insider eingesehenen Angeboten geht hervor, dass Mitarbeiter der Stufen 64 und darunter etwa eine Woche Grundgehalt pro sechs Monate Betriebszugehörigkeit erhalten. Für Beschäftigte der Stufen 65 bis 67 sind zwei Wochen Grundgehalt pro sechs Monate Betriebszugehörigkeit vorgesehen. Die genaue Höhe hängt damit klar von Position und Dauer der Beschäftigung ab.
Teil der laufenden Neuordnung
Das neue freiwillige Austrittsangebot folgt auf ein Vorruhestandsprogramm, das sich an rund 9.000 berechtigte Mitarbeiter richtete. Dieses frühere Programm basierte auf Alter und Betriebszugehörigkeit. Nach Angaben einer mit der Beteiligung vertrauten Person nahm etwa ein Drittel der Berechtigten daran teil. Das lag im Rahmen der Erwartungen und reduzierte den Bedarf an weiteren unfreiwilligen Kürzungen.
Für das aktuelle Angebot haben berechtigte Mitarbeiter bis Anfang Dezember Zeit, über eine Annahme zu entscheiden. Wer zustimmt, soll zum Jahresende ausscheiden. Nach Angaben eines Microsoft-Sprechers sind derzeit keine weiteren Abfindungsangebote geplant; die nächste messbare Marke ist damit die Annahmequote unter den rund 60.000 Berechtigten.
