3D-Illustration zu Lieferdienst, Social Commerce, Secondhand-Mode und Zahlungssicherheit im E-Commerce
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Fressnapf + Wolt, Amazon, Vinted, Tiktok Shop, Wildberries, Primark, Paypal + Canva, Magento, Online-Betrug, KI + Social Commerce

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen. Einen erfolgreichen Tag wünscht Ihnen die Redaktion von etailment.de.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL

Fressnapf liefert per Wolt jetzt in 17 Städten
Fressnapf und Wolt bauen ihre Schnelllieferpartnerschaft kräftig aus und binden im April 65 weitere Märkte an die Plattform an, berichtet Lebensmittelpraxis.de. Bislang beschränkte sich die Kooperation auf wenige Standorte rund um München, jetzt seien 78 Filialen in 17 deutschen Städten erreichbar. Pro Filiale stünden rund 4.500 Artikel zu stationären Preisen bereit. Heimtierbedarf zähle zu den am schnellsten wachsenden Kategorien auf Wolt.

Mehr Pleiten als während der Finanzkrise
Mit 4.573 Insolvenzen zählten die Forscher des IWH im ersten Quartal mehr Firmenpleiten als während der Finanzkrise 2009, berichtet Spiegel.de. Rund 54.000 Arbeitsplätze seien betroffen, viele davon in der Industrie. Allein im März habe die Zahl bei 1.716 gelegen, 17 Prozent über dem Vormonat. Rekordwerte verzeichne das Institut besonders im Baugewerbe, im Handel und bei wirtschaftlichen Dienstleistungen. Die Frühindikatoren ließen auch für das zweite Quartal wenig Raum für Optimismus, sagte Insolvenzforscher Steffen Müller.

Exporte wachsen überraschend stark
Deutschlands Exporte legten im Februar um 3,6 Prozent auf 135,2 Mrd. Euro zu, die Importe um 4,7 Prozent auf 115,4 Mrd. Euro, so das Statistische Bundesamt. Der Außenhandelsüberschuss liege somit bei 19,8 Mrd. Euro. Der Handel mit den EU-Partnern habe um 5,8 Prozent angezogen, während die Ausfuhren in die USA um 7,5 Prozent zum Vormonat und um 13,3 Prozent zum Vorjahr schrumpften. Unverändert bleibe China mit 15 Mrd. Euro der wichtigste Lieferant.


HANDEL INTERNATIONAL


Amazon will noch einmal 14.000 Bürojobs streichen
Amazon bereitet die nächste Entlassungswelle vor und könnte bis zu 14.000 Stellen weltweit streichen, berichtet Indiatimes.com. Der Abbau treffe vor allem Büroangestellte und mittleres Management in den Bereichen Cloud, Handel und Personal. Seit Ende 2025 habe der Konzern bereits rund 30.000 Jobs abgebaut. Generative KI und Automatisierung würden bestimmte Unternehmensfunktionen schlicht überflüssig machen; die geplanten Investitionen in diesem Bereich sollen in diesem Jahr bei 125 Mrd. Dollar liegen.

Vinted erreicht über eine Milliarde Umsatz
Vinted hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro gesteigert, berichtet Reuters.com. Das Bruttowarenvolumen der Second-Hand-Plattform sei um 47 Prozent auf 10,8 Mrd. Euro geklettert, getrieben durch neue Kategorien wie Elektronik und Sportartikel sowie den Start in Estland, Lettland und Slowenien. Im Januar sei Vinted in die USA expandiert. Wegen Investitionen in günstigere Logistik in Deutschland und des Aufbaus der neuen Märkte wäre allerdings der Nettogewinn von 77 auf 62 Mio. Euro geschmolzen.

Tiktok Shop auf dem Weg zur ersten Billion
Tiktok Shop könnte bis 2030 rund 14,6 Prozent des globalen Marktplatz-Geschäfts auf sich vereinen und mit einem prognostizierten Umsatz von einer Billion Dollar knapp hinter Amazon und Pinduoduo landen, berichten WWD und Forbes laut Myamazonguy.com. Allein in den USA habe die Plattform 2025 mehr als 15 Mrd. Dollar umgesetzt. Werbung auf Tiktok Shop würde dabei messbar auf Markensuche und Verkäufe auf Amazon abstrahlen. Mittlerweile sei die Plattform in 17 Ländern aktiv, darunter auch Deutschland.

Wildberries: Äthiopische Händler verkaufen nach Russland
Wildberries, laut The-Playbook.de Russlands umsatzstärkster Online-Marktplatz mit 34 Mrd. Dollar Jahresumsatz, öffnet seine Plattform für äthiopische Händler, berichtet Birrmetrics.com. Äthiopien sei damit das elfte Land im Wildberries-Netzwerk. Zunächst könnten lokale Produzenten Kaffee, Textilien und Lederwaren an russische Kunden verkaufen, die Logistik übernehme die staatliche Ethiopost. Langfristig solle aber ein zweiseitiger Markt entstehen, der auch äthiopischen Konsumenten den Einkauf auf der russischen Plattform möglich mache.

Primarks neue UK-App lotst Kunden in die Filiale
Primark hat seine App in Großbritannien gestartet, berichtet Drapersonline.com. In Irland und Italien sei sie bereits seit August 2025 verfügbar. Die Anwendung biete Echtzeit-Bestandsprüfung, personalisierte Benachrichtigungen und eine Merkliste – einen klassischen Online-Shop suche man allerdings vergeblich. Stattdessen verknüpfe die App zum eigenen Click-and-Collect-Dienst, der seit Mai 2025 in allen 189 britischen Filialen eingerichtet sei.

Mit Paypal werden Canva-Designs zu Online-Shops
Paypal integriert Zahlungsoptionen direkt in die browserbasierte Grafikdesign-Plattform Canva, berichtet das Unternehmen. Die 265 Mio. Canva-Anwender, die dort vorwiegend visuelle Inhalte für Social-Media-Plattformen gestalten, könnten nun Zahlungslinks oder QR-Codes in jedes Design einbinden und so auch ohne eigenen Online-Shop Umsatz generieren. Der Checkout-Prozess würde über eine von Paypal gehostete Seite abgewickelt. Unterstützt werden mehrere Währungen in rund 200 Märkten.


Fake-Checkout klaut Kreditkartendaten in Magento-Shops
Cyberkriminelle nutzen die Sicherheitslücke „Polyshell“ in Magento und Adobe Commerce, um massenhaft Online-Shops mit einem versteckten Kreditkarten-Skimmer zu infizieren, berichtet Golem.de. Der Schadcode verstecke sich in einem einzigen, nur ein einziges Pixel großem Grafikelement und sei unsichtbar für Käufer und Sicherheitsscanner. Beim Bezahlvorgang erscheine ein täuschend echtes Checkout-Overlay, das Zahlungsdaten an einen Server in den Niederlanden weiterleite. Fast 80 Prozent aller beobachteten Magento-Stores seien bereits attackiert worden.

Amerikaner verlieren 21 Mrd. Dollar an Online-Betrüger
Online-Betrug verursachte 2025 in den USA Schäden von fast 21 Mrd. Dollar, was einem Anstieg von 26 Prozent entspricht, berichtet Heise.de unter Berufung auf den FBI-Jahresbericht. Erstmals hätten die gemeldeten Fälle die Millionenmarke übersprungen. Krypto-Investoren seien mit elf Mrd. Dollar die größte Opfergruppe, gefolgt von Über-60-Jährigen mit 7,75 Mrd. Dollar. Das FBI habe zudem erstmals KI-gestützten Betrug erfasst: Deepfakes und Stimmenimitationen hätten in 22.300 Fällen rund 893 Mio. Dollar Schaden angerichtet.

Mehr als die Hälfte misstraut KI-Inhalten im Social Commerce
Mehr als die Hälfte der Verbraucher misstraut KI-generierten Inhalten auf Social-Media-Plattformen, berichtet Channelx.world. Bei der Gen Z liege der Wert sogar bei 58 Prozent. Zudem habe jeder Zweite in den vergangenen sechs Monaten minderwertigen „AI Slop“ in Werbekampagnen bemerkt. 43 Prozent hielten authentische, menschengemachte Inhalte für wichtiger als zuvor. Marken bewegten sich deswegen bereits hin zu kleineren, glaubwürdigeren Creatorn: 48 Prozent der Kunden kauften lieber, wenn echte Menschen hinter den Inhalten erkennbar seien.
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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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