Generation 60+: Wofür ältere Konsumenten im Netz Geld ausgeben
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Generation 60+: Wofür ältere Konsumenten im Netz Geld ausgeben

Eine Verbraucherstudie des Konsumkredit-Anbieters Consors Finanz (BNP Paribas) zeichnet die Generation 60+ als kauffreudige, aber preisbewusste Zielgruppe. Für den Handel steckt darin ein demografisch unterfüttertes Potenzial.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
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Ältere Konsumentinnen und Konsumenten geben nicht nur für den Grundbedarf Geld aus, sondern zunehmend für Gesundheit, Freizeit und digitale Teilhabe. Das legt das Konsumbarometer 2026 der Consors Finanz nahe, einer Marke der BNP Paribas. Für den Handel ist die Gruppe schon aus demografischen Gründen relevant: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war 2024 bereits jede fünfte Person in Deutschland 67 Jahre oder älter, bis 2035 dürfte es demnach jede vierte sein.

Laut der Befragung sehen 93 Prozent der deutschen Seniorinnen und Senioren Konsum als Mittel, sich bewusst etwas zu gönnen (EU: 91 Prozent). Gleichzeitig bleibt der Preis ein entscheidender Zugangsfaktor: 88 Prozent der deutschen Befragten wollen nach eigenen Angaben keine unnötigen Ausgaben tätigen (EU: 80 Prozent).

Über die klassischen Lebenshaltungskosten hinaus investiert die Gruppe demnach in Gesundheit, Fitness und mediale Teilhabe. 20 Prozent der deutschen Generation 60+ sind laut Studie Mitglied in einem Sportklub (EU: 16 Prozent), 18 Prozent nutzen Gesundheits- und Fitness-Apps (EU: 15 Prozent). 36 Prozent haben ein Abo für eine Video-Streaming-Plattform (EU: 42 Prozent), 33 Prozent ein Zeitschriften- oder Presseabo. Beim Reisen berichten 22 Prozent der deutschen Befragten von mindestens drei Reisen in den vergangenen zwölf Monaten, 41 Prozent waren gar nicht unterwegs.

Grafik: Wofür die Generation 60+ zusätzlich Geld ausgibt

Dass ältere Zielgruppen für den Online-Handel an Gewicht gewinnen, stützen auch unabhängige Daten. Nach dem HDE-Online-Monitor 2026 des Handelsverbands Deutschland stieg die Zahl der Online-Shopper 2025 im Schnitt aller Altersgruppen um 1,2 Prozent – bei den über 55-Jährigen dagegen um 3,1 Prozent. Ältere Jahrgänge zählen damit zur am schnellsten wachsenden Gruppe im Online-Handel.

Einzuordnen ist zudem der Absender: Das Konsumbarometer stammt von einem Anbieter von Konsumentenkrediten, der ein geschäftliches Interesse an konsumfreudigen Zielgruppen hat. Die Befunde beruhen auf Selbstauskünften der Befragten. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

Für das Konsumbarometer 2026 befragte das Institut Toluna-Harris Interactive nach Angaben von Consors Finanz zwischen dem 19. November und 1. Dezember 2025 rund 11.000 Personen ab 18 Jahren in zehn europäischen Ländern. Wie groß die Teilstichprobe der Generation 60+ ist, weist die Mitteilung nicht aus.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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