Amazon taucht in Antworten von ChatGPT und Perplexity häufiger auf als jeder andere große Marktplatz, zitiert Channelx.world eine Analyse von Onclusive. Der Konzern vereine 19,3 Prozent der Nennungen auf sich, Walmart folge mit 14 Prozent auf dem zweiten Platz. Temu liege mit 9,7 Prozent knapp hinter Ebay, Zalando komme als bester Europäer auf magere 3,9 Prozent. Das Ranking folge weitgehend der klassischen Medienpräsenz: Amazon komme auf 16,4 Mio. klassische Presseerwähnungen, Walmart auf 5,6 Mio.
Eine Analyse von Onclusive zeigt, wie stark generative Such- und Antwortsysteme die Sichtbarkeit großer Online-Marktplätze prägen. Demnach erscheint Amazon in Antworten von ChatGPT und Perplexity häufiger als jeder andere große Marktplatz. Channelx.world berichtet, dass der Konzern 19,3 Prozent der Nennungen auf sich vereint. Walmart folgt mit 14 Prozent, dahinter liegen Alibaba mit 12,6 Prozent, Shopify mit 11,6 Prozent und Ebay mit 11,1 Prozent.
Die Untersuchung macht sichtbar, dass sich auch in der generativen Suche bereits eine Rangordnung etabliert. Temu erreicht 9,7 Prozent und liegt damit nahe an Ebay und Shopify. MercadoLibre kommt auf 9,2 Prozent, Etsy auf 8,2 Prozent. Europäische Anbieter fallen dagegen deutlich zurück: Zalando erreicht als bester europäischer Marktplatz 3,9 Prozent, CDiscount nur 0,5 Prozent.
KI-Sichtbarkeit wird zum neuen Discovery-Faktor
Die Onclusive-Auswertung betrachtet den sogenannten Share of Voice. Gemeint ist die Sichtbarkeit einer Marke im Vergleich zu Wettbewerbern, gemessen daran, wie häufig ein Marktplatz in KI-generierten Antworten genannt wird. Relevant ist das, weil Verbraucher zunehmend KI-Dienste nutzen, um Marken, Produkte und Einkaufsoptionen zu recherchieren. Laut einer aktuellen NIQ-Studie verwenden weltweit bereits 74 Prozent der Shopper KI für die Produktsuche.
Neben der Häufigkeit untersucht Onclusive auch die Platzierung innerhalb der Antworten. Amazon erzielt dabei den höchsten durchschnittlichen Prominence Score von 92 Prozent, Walmart kommt auf 84 Prozent. Diese Kennzahl misst, wie früh eine Marke in einer KI-Antwort erscheint. Ein höherer Wert bedeutet, dass ein Anbieter tendenziell näher am Anfang genannt wird und damit stärker in der Wahrnehmung der Nutzer steht.
Medienpräsenz wirkt bis in generative Antworten
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass KI-Sichtbarkeit eng mit klassischer Medienpräsenz verbunden ist. Marktplätze mit vielen Presseerwähnungen tauchen in der Analyse tendenziell auch häufiger in Antworten großer Sprachmodelle auf. Amazon führt beide Kategorien an: Neben 19,3 Prozent KI-Sichtbarkeit verzeichnet der Konzern 16,4 Millionen klassische Medienerwähnungen. Walmart rangiert mit 14 Prozent KI-Sichtbarkeit und 5,6 Millionen Medienerwähnungen auf Platz zwei.
Für den E-Commerce entsteht damit eine zusätzliche Ebene der digitalen Auffindbarkeit. Generative KI tritt neben Suchmaschinen, Social Media und andere digitale Kanäle. Für Marktplätze zählt künftig stärker, ob sie regelmäßig in KI-Antworten erscheinen, wie prominent sie dort platziert sind und wie sie im Wettbewerbsvergleich abschneiden.
Die Analyse zeigt zugleich, dass neue Anbieter schnell Anschluss finden können. Temu liegt mit 9,7 Prozent bereits in Reichweite etablierter Plattformen wie Shopify und Ebay. Am unteren Ende bleibt der Abstand groß: Zwischen Amazons 19,3 Prozent und CDiscounts 0,5 Prozent Share of Voice liegt eine deutliche Sichtbarkeitslücke.
