Zum Start des Prozesses gegen Ex-Acandorchef Middelhoff sowie weitere ehemalige Konzernmanager forderte das Essener Landgericht genauere Informationen vom Insolvenzverwalter.
Dieser Schaden sei Arcandor unter anderem durch Immobiliengeschäfte mit den Esch-Oppenheim-Fonds entstanden, so der Vorwurf. Nach Ansicht des Insolvenzverwalters waren die Verkaufspreise zu gering, die vereinbarten Mieten dagegen viel zu hoch.
Offene Fragen
Der Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff und die weiteren Ex-Top-Manager des Karstadt-Mutterkonzerns könnten nach einer vorläufigen Einschätzung des Gerichts Pflichtverstöße begangen haben, und zwar vor sechs Jahren beim Verkauf einer Karstadt-Immobilie in Wiesbaden. Ob dies auch bei weiteren vier Immobiliendeals der Fall war, blieb zunächst offen
Middelhoff weist die Vorwürfe zurück und sagt, er habe die von seinen Vorgängern bereits verbindlich beschlossenen Verkäufe gar nicht mehr stoppen können.
Als nächsten Verhandlungstag legte das Gericht den 31. August 2011 fest. Mittlerweile bereitet Middelhoff ebenfalls eine Schadenersatzklage vor - und zwar gegen Insolvenzverwalter Görg.
