Google Shopping startet Gegenangriff auf Amazon

Google Shopping startet Gegenangriff auf Amazon

Gestern hat Bill Ready, President Commerce bei Google, weitreichende Änderungen bei Google Shopping avisiert. Bereits ab der nächsten Woche wird es in den USA kostenfreie Google Shopping Einträge geben. Im Laufe des Jahres sollen diese kostenfreien Google Shopping Einträge dann global zur Verfügung stehen. Was sind die Folgen?

Markus CaspariMarkus CaspariHead of Performance Marketing bei Dentsu/iProspect
3 Min.· Aktualisiert am
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Durch die aktuelle Pandemie steigt die Bedeutung des E-Commerce, Amazon gehört mutmaßlich zu den Krisengewinnern. Durch diesen massiven Schritt versucht Google hier gegenzusteuern. Vielleicht ist Änderung schon länger geplant gewesen und vielleicht hat die aktuelle Situation dazu geführt, dass man diese Änderung etwas früher ausrollt.Die Änderung von Google Shopping bedeutet für viele Retailer zunächst in den USA eine signifikante, kostenfreie Erhöhung ihrer Reichweiten, die Konsumenten finden dann perspektivisch deutlich mehr Produkteinträge als bislang unter Google Shopping. Solche Merchants, für die Google Shopping ggf. bislang aus Margengesichtspunkten nicht attraktiv war, werden nun ihre Produkte listen.

Gerade im Hinblick für neue Merchants dürfte die Aussicht attraktiv sein, dass der Onboarding-Prozess im Merchant Center in den kommenden Wochen modernisiert werden soll. Der Merchant Center in den USA ist seit gestern für neue Händler geöffnet und benötigt dafür kein Google Ads. Händler, die bereits mit Anzeigen in Google Shopping aktiv sind, müssen nichts weiter tun. Die bezahlten Kampagnen werden um kostenfreie Listings erweitert. Dafür muss lediglich im Google Merchant Center der Menüpunkt „surfaces across Google“ aktiviert werden.

Im Umkehrschluss heißt das, dass die bisherigen Anzeigen auch künftig weiter funktionieren wie bislang und auch weiterhin in den „Ad Slots“ erscheinen, d.h. mit bezahlten Einträgen sichert man sich eine bessere Sichtbarkeit als nur mit den organischen Ergebnissen – im Prinzip wie in der normalen Google Suche.

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Markus Caspari
Geschrieben vonMarkus Caspari

Head of Performance Marketing bei Dentsu/iProspect

Markus Caspari ist Head of Performance Marketing bei Dentsu/iProspect, wo er seit über zehn Jahren Kunden bei Social Media, Search, Programmatic Display & Video sowie E-Commerce berät. Caspari arbeitete auf Agenturseite bereits für Marken und Unternehmen wie Milka, Oreo, Pirelli, Granini, Stada, Microsoft, Shiseido und Mattel. Er hat Marketing-Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen, z.B. der Hochschule Darmstadt, der IHK Darmstadt und der DHBW Stuttgart.

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