Handels-Mieter bezahlen karitative Nebenkosten

Handels-Mieter bezahlen karitative Nebenkosten

Die Mieter des Büro- und Geschäftshauses "MA*" in der Frankfurt Innenstadt spenden Teile ihrer Nebenkosten an gemeinnützige Projekte der Region.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Als der Investor die Vermietungsverhandlungen führte, wollte er dann auch gleich noch die Welt ein bisschen besser machen. Quasi als "gute" Nebenkosten berechnet er je nach Größe der angemieteten Fläche Spenden für gemeinnützige Institutionen. "Mit wenig Geld kann man viel bewegen", erläuterte Goldman sein Konzept am Freitag in Frankfurt. "Je nach Größe der gemieteten Fläche betragen die Spenden-Nebenkosten 120, 240 oder 360 Euro jährlich. Das ist ja nicht die Welt, wenn man das monatlich umlegt".

Freiwillig aufgestockt

Angenommen wurde die Aktion offenbar gut: "Die Mieter haben über alles verhandelt, aber nicht über die Spenden. Vielleicht haben sie sich ja nicht getraut", sagte Goldman im Scherz. "Die meisten Mieter haben sogar freiwillig ihre monatlichen Nebenkosten um einen beträchtlichen Teil erhöht." Auch die eingeladenen "Zwangs-Spender", die Mieter, zeigten sich am Freitag begeistert von der Idee. Seit dem Start der Initiative zur Eröffnung des Büro- und Geschäftshauses im August 2013 hat das Projekt "MA* teilt" auf diese Weise 19.300 Euro Spendengelder eingesammelt – wenngleich die Hälfte dieser Summe auch von dem Investor selbst kommt, wie er einräumte. 

Die von dem Projekt profitierenden fünf gemeinnützigen Organisationen aus der Region Rhein-Main hat Ardi Goldman danach ausgewählt, dass kein großer Verwaltungsapparat die Spendengelder verschlingt, sondern "die Vereine greifbar sind und das Geld fast zu 100 Prozent auch bei denen ankommt, die es brauchen", wie er es ausdrückte.

Von den "sozialen" Nebenkosten profitieren zu gleichen Teilen die Kinderhilfe Arche Frankfurt, die AIDSHilfe Frankfurt, das Wiesbadener Kinderhospiz Bärenherz, das Frankfurter Kinderbüro, das Eltern und Kinder bei ihren Anliegen mit den Behörden unterstützt, sowie der Franziskustreff, der obdachlosen Menschen hilft.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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