Konsumenten sollen künftig falsch etikettierte Lebensmittel auf einer offiziellen Internetseite anprangern können, fordert Verbraucherschutzministerin Aigner.
Analogkäse und Klebeschinken
Lebensmittelproduzenten müssten zudem einsehen, "dass es ein Irrweg ist, jede technische Neuerung zur Täuschung zu missbrauchen. Klebeschinken oder Analogkäse sind Beispiele dafür", betonte die Ministerin.
Aigner will, dass auch solche Produkte ins Netz gestellt werden, die zwar nach geltenden Vorschriften gekennzeichnet sind, aber von Käufern als irreführend empfunden werden – eine Art Feldversuch für mehr Verbraucherverständnis. Bei den Fällen eindeutiger Täuschung fordert die Ministerin ein strengeres Vorgehen. Hier müssten die Länderbehörden konsequenter einschreiten.
Branchenvertreter zeigten sich unterdessen skeptisch über Aigners Vorstoß. "Es besteht die Gefahr, dass diese Plattform mehr Verunsicherung als Klarheit schafft", sagte Kai Falk vom Handelsverband Deutschland.
