Wenn Karstadt-Chef Jennings vor seine Mitarbeiter tritt, dann vermeldet er neuerdings gute Zahlen. Freilich müssen diese relativiert werden.
Filiale in Düsseldof macht Jennings zufrieden
Besonders zufrieden zeigt sich Jennings laut WAZ mit dem Anfang September neu eröffneten "Flaggschiff" in Düsseldorf: Die runderneuerte Filiale in der Schadowstraße, die Vorbild für alle Karstadt-Häuser sein soll, setzte seither 3,07 Millionen Euro um, nach 1,92 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Jennings, der zum Jahresende seinen Job aufgibt, hatte kürzlich gesagt, Karstadt sei mit "leichtem Rückenwind" in den Herbst gestartet.
Der vom Investor Nicolas Berggruen vor drei Jahren aus der Insolvenz übernommene Warenhauskonzern kämpft weiter mit erheblichen Problemen. Berggruen hatte kürzlich die Mehrheit an den Karstadt-Luxuskaufhäusern wie dem Berliner KaDeWe und den Karstadt-Sporthäusern an die österreichische Signa-Gruppe abgegeben. Im Gegenzug sollen 300 Millionen Euro in die Stärkung der Gruppe investiert werden. Karstadt braucht Geld für die Modernisierung der Warenhäuser.
