Die gut 250 Jahre alte hessische Kaufhausgruppe Joh ist insolvent. Betroffen sind rund 300 Mitarbeiter in fünf Filialen.
Vorläufige Insolvenzverwalterin ist Rechtsanwältin Julia Kappel-Gnirs von Hermann RWS, die bereits Woolworth betreute, als die Kaufhauskette
2009 Insolvenz angemeldet hatte. Sie prüfe nun die Sanierungsmöglichkeiten. "Ich werde alle Möglichkeiten in dieser schwierigen Situation nutzen, um eine Fortführung und damit auch eine Perspektive für die Mitarbeiter zu ermöglichen", sagt Kappel-Gnirs. Die Insolvenzverwalterin bemühe sich zunächst um eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung bei der Agentur für Arbeit in Hanau in Hessen. Kappel-Gnirs will zudem mit allen Beteiligten, Lieferanten, Banken und weiteren Gläubigern Gespräche führen, um das Warenhaus, das unter anderem Mode, Sportartikel und Spielwaren führt, zu sanieren und fortzuführen.
Geschäftsbetrieb läuft weiter
Trotz Insolvenz soll der Geschäftsbetrieb und der Verkauf in allen JOH-Warenhäusern uneingeschränkt weiterlaufen. "Wir blicken auf zufriedene Stammkunden, hoch motivierte Mitarbeiter und auf langjährige gute Beziehungen zu Lieferanten", argumentiert Geschäftsführer Peter K. Sudholt. "Daher hoffen wir, dass all unsere Partner uns auch in den nächsten Monaten die Treue halten und uns unterstützen."