Metro hofft beim angestrebten Verkauf der Warenhaustochter Kaufhof auf einen Milliardenerlös. Vorstandschef Cordes hat aber eine ambitionierte Preisvorstellung.
Man spreche seitdem auch immer wieder mal mit potenziellen Investoren über den Kaufhof. Wann es zu einem Verkauf komme, sei derzeit noch nicht absehbar, ergänzte Cordes. Man sei "nicht unter Zeitdruck".
Glänzende Zahlen im ersten Quartal 2010
Cordes hob die Entwicklung von Kaufhof hervor. Die Zahlen des ersten Quartals seien Beleg dafür, dass das Geschäft der Kölner Konzerntochter gut laufe. Der Umsatz von Kaufhof stieg in den ersten drei Monaten 2010 um 3,4 Prozent auf 819 Millionen Euro.
Auf gleicher Verkaufsfläche sei der Umsatz um 2,9 Prozent gewachsen - und damit so stark wie seit 2004 nicht mehr. Kaufhof verringerte außerdem den operativen Verlust (EBIT) deutlich - er wurde von 46 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro mehr als halbiert.
Die Krise von Karstadt löste eine größere Debatte um die Warenhäuser in Deutschland aus. Der Karstadt-Insolvenzverwalter sucht derzeit fieberhaft nach einem Käufer, der Karstadt als Ganzes übernimmt. Ein Angebot ist bislang nur von dem Investor Triton eingegangen. Metro hatte nur Interesse an einem Teil von Karstadt bekundet.
