Dumpinglöhne, miserable Arbeitsbedingungen: Über Kik gab es in diesem Jahr viele schlechte Nachrichten. Nun plant der Textildiscounter eine Charmeoffensive. Das betrifft nicht nur den Umgang mit dem Personal.
Zum neuen Konzept zählt eine freundlichere Gestaltung der Filialen und erstmals ein Nachhaltigkeitsbericht. Bereits vor Ort bei den Herstellern in Asien will Kik die Produktionsbedingungen nun auf soziale und ökologische Standards überprüfen.
Caritativer Teppichverkauf
Kik war angesichts von Billiglöhnen bei den eigenen Beschäftigten in die Schlagzeilen geraten. Das ARD-Magazin "Panorama" hatte aufgedeckt, zu welch schlimmen Bedingungen Näherinnen in Bangladesh für den deutschen Filialisten arbeiten.
Vergangene Woche teilte Kik mit, dass es den Reinertrag aus dem Verkauf von einer Millionen Flickenteppichen, die in Nord-Bangladesh produziert wurden, diversen Hilfsprojekten in Asien zur Verfügung stellen will.
Kik beschäftigt in Europa rund 18.000 Menschen, davon 15.000 in Deutschland. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 1,63 Milliarden Euro und soll 2010 in ähnlicher Höhe ausfallen. Kik schreibe dabei schwarze Zahlen, erklärte das Unternehmen.
