Nach dem Scheitern einer Transfergesellschaft für Schlecker wird nun erwartet, dass zahlreiche Betroffene Kündigungsschutzklagen einreichen. Das kann mögliche Investoren abschrecken.
Doch eine Auffanglösung hätte auch möglichen Investoren Sicherheit gegeben. Nun werden sich Kaufinteressenten zweimal überlegen, ob sie Schlecker übernehmen und dann womöglich mit einer Welle an Kündigungsschutzklagen konfrontiert werden.
Verdi warnt vor Klagewelle
Insolvenzverwalter Geiwitz appellierte deshalb an die Entlassenen, nicht vor Gericht zu ziehen - was nahezu naiv klang. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden solche Klagen nichts bringen, im Fall einer hohen Gesamtzahl jedoch massiv den verbleibenden Schleckerfrauen schaden", sagte er.
"Potenzielle Investoren werden mit unkalkulierbaren Risiken rechnen müssen", weiß Gewerkschafterin Nutzenberger.
Die Gespräche der Bundesländer über Transfergesellschaften waren am Donnerstag gescheitert. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) sieht nun die Bundesagentur für Arbeit am Zug,
dpa, mar
