So lädt Knauber seine Kundenkarte auf – mit digitalen Inhalten

So lädt Knauber seine Kundenkarte auf – mit digitalen Inhalten

Mobile Payment, personalisierte Angebote, Instore-Navigation: Der mittelständische Baumarktbetreiber Knauber gönnt seiner Kundenkarte zum 20. Geburtstag eine digitale Frischzellenkur.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Die Karte ist so erfolgreich, dass sie nun noch intelligenter wird. Gemeinsam mit der Technologieagentur Tarent Solutions führt der Baumarktbetreiber in seinen sechs Filialen mit der Knauber-App eine digitale Kundenkarte ein.Die klassische Knauber-Kundenkarte bietet klassische Vorteile wie Rabatte, Gewinnspiele und Sonderaktionen sowie eine verlängerte Garantie auf Elektrogeräte. Hinzu kommen Sonder- und Vorteilsaktionen sowie exklusive Events für die Karteninhaber.Durch die gesammelten Daten identifizierte der Händler bislang sechs unterschiedliche Kauftypen, denen er persönliche Angebote aus den entsprechenden Themenwelten macht: Heimwerker, Kreative, Gärtner, Grillbegeisterte, Heimtierfreunde und Menschen, die ihr zu Hause schön dekorieren wollen.„Mit der App betreten wir aber völliges Neuland“, sagt Philipp Lösche, Marketingleiter der Knauber Freizeit GmbH & Co. KG. „Die Kundenkommunikation wird mit der digitalen Kundenkarte beschleunigt, sie funktioniert sozusagen nun in „Echtzeit“. Das erfordert eine ganz andere Planung im Hintergrund.“ Die Vorteile der digitalen Kommunikation liegen auf der Hand: sie spart nicht nur Porto und aufwändige Mailings, sondern der Händler erreicht auch den Kunden genau da, wo er sowieso gerade in Baumarkt-Kauflaune ist und sofort etwas mit dem jeweiligen Vorteil anfangen kann.Zudem bietet der Fachhändler über die App weitere Servicefunktionen an, beispielsweise kann der Kunde Produktinformationen und Erklär-Videos abrufen. Und bald soll der Baumarktbesucher mit der „Scan&Go-Funktion“ sogar mobil per Lastschrift, Kreditkarte und Paypal zahlen können.

Noch im kommenden Jahr will Knauber in der App darüber hinaus auch eine Navi-Funktion für die Hauptfiliale in Bonn-Endenich testen. Dort können sich die Kunden künftig nach vorher eingegebener Einkaufsliste durch den Markt direkt zum Produkt führen lassen, ihre Produkte dann selbst per Handy einscannen und beim Verlassen des Marktes per Knopfdruck bezahlen. Den Mehraufwand – alle Kampagnen und mögliche Funktionserweiterungen der App werden weiterhin bei Knauber selbst geplant – scheut der Marketing-Chef nicht.

Im Gegenteil: „Als mittelständisches Familienunternehmen müssen wir uns mit mehr Service von den großen Ketten abheben“, sagt Lösche. „Aber da haben wir alle Spaß dran. Das Unternehmen will schließlich nicht langweilig werden.“ Die wichtigste Erkenntnis aus den Tests der Digitalisierungsoffensive bei Knauber wird allerdings sein, „ob der Kunde das alles überhaupt will“, wie es Lösche formuliert.

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Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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