
Lebensmittel treiben Einzelhandelsumsätze
Der deutsche Einzelhandel hat sich im Juli zumindest im Jahresvergleich stark entwickelt - vor allem dank gestiegener Umsätze mit Lebensmitteln.
Björn BöerChefredakteurDieser Rückgang sollte nach Einschätzung der Berenberg Bank nicht überbewertet werden. Ökonom Christian Schulz erwartet, dass die schwachen Juli-Daten noch nach oben revidiert werden: Dank eines nach wie vor robusten Arbeitsmarktes und einer niedrigen Inflation sei damit zu rechnen, dass der private Konsum in Deutschland die konjunkturelle Entwicklung weiterhin stützen werde, schreibt Schulz.
Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte profitieren
In den ersten sieben Monaten hat der Einzelhandel mit einem minimalen Minus von 0,1 Prozent (real) erneut die Größenordnung des Vorjahres erreicht. Zu aktuellen Preisen legte der Umsatz um 1,4 Prozent zu.
Besonders deutlich stiegen die Umsätze im Juli im Lebensmitteleinzelhandel. Mit Nahrung, Getränken und Tabakwaren setzte der Handel nominal 8,7 Prozent und real 5,0 Prozent mehr um als im Juli 2012. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 8,9 Prozent (real: 5,2 Prozent) höher als im Vorjahresmonat. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln setzte nominal 6,0 Prozent und real 2,4 Prozent mehr um als im Juli 2012.
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal (plus 0,8 Prozent) und real (plus 0,2 Prozent) leicht über den Werten des Vorjahresmonats.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge