
Milchbauern blockieren Aldi-Lager
Gegen niedrige Milchpreise: Rund 40 Bauern haben die Zufahrtswege zum Aldi-Zentrallager in Norddeutschland gesperrt. Der Protest richte sich aber nicht gegen den Handel, sagt deren Verband.
Thomas RehmRedakteurProteste "nicht gegen LEH"
Die Milchbauern wollen sich mit weiteren Aktionen in ganz Deutschland gegen die niedrigen Preise für ihr Produkt wehren, sagte am Montag Romuald Schaber, Chef des Bundesverbands deutscher Milchviehhalter (BDM) mit Sitz im bayerischen Freising.
Die Proteste richteten sich aber nicht gegen den Lebensmittelhandel, sondern gegen die Politik, betonte er. Für die Milchbauern seien "vollkommen verrückte und falsche Rahmenbedingungen" entstanden, weil in den vergangenen Jahren die Milchquote schrittweise angehoben worden sei.
Erst durch die größeren Milchmengen sei es zu einem Preisverfall gekommen, sagte Schaber. Der Handel könne nichts dafür. Die Milchbauern wehren sich seit Wochen, weil sie wegen der niedrigen Preise um ihre Existenz bangen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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