
Milchbauern demonstrieren gegen Aldi und Lidl
Der Ärger der Milchbauern über die Lebensmitteldiscounter nimmt zu. Aus Protest gegen die Abnahmepreise legten sie am Morgen den Zulieferbetrieb mehrer Filialen von Aldi, Lidl und Netto lahm.
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Der Ärger der Milchbauern über die Lebensmitteldiscounter nimmt zu. Aus Protest gegen die Abnahmepreise legten sie am Morgen den Zulieferbetrieb mehrer Filialen von Aldi, Lidl und Netto lahm.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner dringt vor dem Milch-Spitzentreffen in Wien darauf, die Milchbauern schnell mit mehr Geld zu unterstützen. Dafür kämpft sie auch um EU-Mittel.

Die Kanzlerin spricht heute mit den Bauernverbänden über angemessene Milchpreise. Derweil steigt der Preis für Butter - weil Aldi den Preis um 20 Cent erhöht hat.

Gegen niedrige Milchpreise: Rund 40 Bauern haben die Zufahrtswege zum Aldi-Zentrallager in Norddeutschland gesperrt. Der Protest richte sich aber nicht gegen den Handel, sagt deren Verband.

Der Einzelhandel sieht keine Mitverantwortung für die drastische Talfahrt der Milchpreise. HDE-Präsident Josef Sanktjohanser weist Kritik an Preisrutsch zurück.

Aldi drückt die Milchpreise - und erntet dafür scharfe Kritik von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Norma hat nun ebenfalls die Preise gesenkt.

Der sich abzeichnende weitere Milchpreis-Verfall ist nach Ansicht von Bauern-Präsident Gerd Sonnleitner "ein Skandal". Schuld daran sei allein der Einzelhandel.

Die Bemühungen von Horst Seehofer und der Bundesagrarministerin Ilse Aigner zur Stabilisierung der Milchpreise sind im Bundesrat gescheitert.

Die Milchpreise fallen - und die Bauern sprechen von Turbokapitalismus. Verbandspräsident Gerd Sonnleitner hat bereits das Kartellamt eingeschaltet.

Nach der Kritik von Bauernpräsident Sonnleitner wehrt sich der Einzelhandel. Und die neue Bundeslandwirtschaftsministerin signalisiert Hilfe für die Bauern.