
mimycri bringt Ökonomie, Soziales und Ökologie zusammen
mimycri designt Taschen aus alten Flüchtlingsbooten. Die Gründerin Eleonora Azzaoui erzählt, wie es dazu kam und was sie sich von der Teilnahme an dem Amazon-Programm "Unternehmerinnen der Zukunft" verspricht.
"mimycri ist ein Sozialunternehmen, das den Anspruch hat gleichermaßen ökonomischen, sozialen und ökologischen Mehrwert zu erzeugen", erläutert Azzaoui, die Politik, Wirtschaft und Soziologie studiert hat und als Unternehmensberaterin tätig war. "Ich bin fest davon überzeugt, dass es für alle Unternehmen immer wichtiger wird im Kontext der Entwicklungsziele der Vereinten Nationen einen größeren oder kleineren Beitrag zu leisten."
Unternehmertum als gesellschaftlicher Beitrag
Mit der Kombination aus persönlicher Erfahrung und dem Anspruch, einen gesellschaftlichen Beitrag in Form von Unternehmertum zu leisten, möchte sie ihre Erfahrung als Business-und Strategieberaterin in einem neuen Kontext anwenden. "Als Co-Gründerin einer jungen Organisation bin ich außerdem fasziniert von neuen Wegen, die sich ständig eröffnen, auf die es flexibel zu reagieren gilt", so Azzaoui.
Unternehmenskennzahlen kommuniziert sie noch nicht. "Das liegt aber weniger an einem strategischen Ansatz, als der fehlenden Zeit dafür", so die Gründerin.Und obwohl sie als Beraterin mit großen Konzernen Digitalisierungsstrategien ausgearbeitet und diese implementiert hat, hat sie sich für die Digitalisierungsstrategie von mimycri bei dem Amazon-Programm "Unternehmerinnen der Zukunft" beworben.
Und so ist sie nun eine von insgesamt 20 Teilnehmerinnen. "Wir sind eine sehr kleine Organisation, der Kontext ist ein ganz anderer. So kann ich auf theoretisches Wissen zugreifen, aber Herausforderungen und vor allem die Umsetzung ist anders", erläutert sie.
Professionalisierung unerschiedlicher Geschäftsbereiche
Als Gründerin decke sie viele Geschäftsbereiche ab, die sie nie gelernt habe: "Für meine Organisation und mich sehe ich in dem Programm große Chancen der Professionalisierung in einigen Geschäftsbereichen. Außerdem Verständnis darüber, was wir selber leisten wollen und können, und wo wir auf externe Unterstützung setzen."Neben der Vermittlung von Wissen profitieren die Teilnehmerinnen ihrer Meinung nach davon, voneinander und miteinander zu lernen, von Best Practices über Kooperationen oder einfach Freundschaften. Azzaouis Ziel ist, dass mimycri als Organisation dafür steht, dass "gesellschaftliche Themen frech und lösungsorientiert kommuniziert und durch außergewöhnliche Designs anfassbar gemacht werden".
Auch die fachliche Kompetenz und Erfahrung ihres Coaches schätzt sie sehr. "Außerdem habe ich besser verstanden, dass auch erfolgreiche Unternehmen oft Baustellen haben und selten alles hundertprozentig perfekt ist", sagt Azzaoui. "Das beruhigt und spornt gleichzeitig an."
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Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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