
Mode: Otto bleibt vorn, H&M holt auf
Die Fachzeitschrift Textilwirtschaft hat wieder die größten deutschen Modeeinzelhändler ermittelt: Die Otto Group bleibt dabei weiter vorne.
Björn BöerChefredakteurDer Abstand zu Otto schrumpfte von 826 Millionen auf 692 Millionen Euro. Auf den weiteren Rängen folgen C&A (3), die Metro Group (4) und Karstadt (5). Den Umsatz mit Mode und Textilien des kränkelnden Warenhaus-Filialisten schätzt die TextilWirtschaft (TW) für 2012 auf 1,78 Milliarden Euro (minus 6 Prozent).
In der Rangfolge der größten zehn Unternehmen hat sich nur eine Änderung ergeben: Tchibo hat mit Aldi (Nord und Süd) die Plätze getauscht, die Hamburger sind von Rang zehn auf neun aufgerückt, Aldi ist von neun auf zehn abgestiegen. Einen glänzenden Geschäftsverlauf hatten 2012 beide Unternehmen nicht. Aufgrund veränderter Taktung bei den Textilaktionen und des stark frequentierten Online-Shops schätzt die TW den Textilumsatz von Tchibo auf Pari, den Geschäftsverlauf bei Aldi dagegen analog zur Marktentwicklung auf minus 2 Prozent.
Hintergrund zur Rangliste
Die Rangliste "Die Größten im deutschen Textileinzelhandel" der Textilwirtschaft erfasst 98 Unternehmen ab einem Mindestumsatz von 50 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer), die zusammen einen Umsatz von 37,8 Milliarden Euro erzielt haben und damit auf einen Anteil von knapp 64 Prozent am 59-Milliarden-Euro großen Textilmarkt in Deutschland kommen.
Das vollständige Ranking findet sich in der aktuellen Ausgabe der Textilwirtschaft. Ein Auszug mit den Top 10 steht zum Download bereit.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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