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Aktuelle E-Commerce-News zu Poco, Verdi, Bottleport, Ikea, About You, Alibaba, Luxusmarkenshops, Aldi-Pizza und weiteren Themen des Tages im Überblick.
Björn BöerChefredakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Poco bietet Sparpläne an
Der Möbeldiscounter Poco bietet seinen Kunden die Möglichkeit, online Sparpläne für die gewünschten Artikel abzuschließen, die das Unternehmen mit Rabatten von bis zu 10 Prozent belohnt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Sparraten können jederzeit flexibel angepasst oder ausgesetzt werden. Ermöglicht wurde das Modell, das einen Gegenentwurf zu den weit verbreiteten Buy-now-pay-later-Angeboten darstellt, durch eine Kooperation mit der Plattform Embedded-Savings des Berliner FinTech-Start-ups Oaks.
IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen
Verdi bewertet 5,3 Prozent mehr Lohn als unzureichend
Eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent für die Mitarbeiter im Einzelhandel ist laut Verdi-Chef Frank Werneke „ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten im Handel“, so FashionUnited. Für eine Verkäuferin würde die Erhöhung 92 Cent pro Stunde bedeuten, was nicht einmal den Verlust durch die hohe Inflation ausgleiche. Der HDE hatte seinen Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, freiwillig vorab 5,3 Prozent mehr Lohn zu zahlen, da eine schnelle Lösung des Tarifkonflikts nicht zu erwarten sei.
Bottleport mit neuen Zahlungsoptionen
Der hessische Online-Anbieter für Weine Bottleport bietet seinen Geschäftskunden drei neue Zahlungsoptionen: gesicherte Lastschrift, gesicherten Rechnungskauf sowie gesicherte Ratenzahlungen. Die Sicherung, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung, gewährleistet der B2B-Zahlungsdienstleister Mondu. Durch die neuen Angebote können die Kunden flexibler planen und Bottleport hat keine Zahlungsausfälle mehr, da Mondu Bonitätsprüfung und Mahnwesen übernimmt.
Ikea mit neuen Abholstationen in München
Ikea erweitert seine Angebote in München um zwei Planungsstudios in der Innenstadt und eröffnet zeitgleich vier, über das Stadtgebiet verteilte, Abholstationen, an denen Kunden ihre Online-Einkäufe abholen können, ohne in eines der beiden Einrichtungshäuser am Stadtrand fahren zu müssen. Das Ziel sei es, so die Pressemitteilung, für die Kunden auch ohne Auto besser erreichbar zu sein.
About You auch in Luxemburg
Der Hamburger Online-Fashion-Shop About You, eine Tochtergesellschaft der Otto Group, ist nun auch in Luxemburg verfügbar, wie FashionUnited meldet. Das Unternehmen kündigte auch an, zur Vermarktung „Kooperationen mit Influencern und Partnern in Luxemburg“ eingehen zu wollen. Mit Luxemburg ist das Unternehmen in 25 europäischen Ländern aktiv.
HANDEL INTERNATIONAL
Personalwechsel bei Alibaba abgeschlossen
Wie die Alibaba Group in einer Pressemitteilung erklärt, ist der Wechsel an der Spitze des Unternehmens abgeschlossen. Vorsitzender ist nun Joseph C. Tsai, während Eddie Yongming Wu die Rolle des CEO und Direktors des Unternehmens übernimmt. Wu wird gleichzeitig CEO der Alibaba Cloud Intelligence Group, die auch für die Entwicklung der firmeneigenen KI zuständig ist und mittelfristig in ein eigenes Unternehmen ausgelagert werden soll. Beobachter hatten erwartet, dass Daniel Yong Zhang, der ehemalige CEO der Alibaba Group, diese Aufgabe übernehmen würde und reagierten überrascht auf diese Entwicklung.
Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen
Luxusmarken online am benutzungsfreundlichsten
Laut einer Studie der Digitalagentur Inviqa, die das Kundenerlebnis von 100 Markenshops untersucht hat, schneiden Luxus- und Premiummarken überdurchschnittlich gut ab. Spitzenreiter im Benchmark war die britische Beauty-Marke Charlotte Tilbury mit 80 Prozent, gefolgt von Pandora, Thomas Sabo, Villeroy & Boch, Adidas, Clarks, Nike und Samsung. Auffällig sei, so im Inviqa-Blog zu lesen, dass immerhin 40 Prozent der Non-Premium-Marken nutzergenerierte Inhalte zulassen, aber keine der Marken in der Kategorie „Premium und Luxus“.
Aldi UK liefert Pizza aus
In Großbritannien bietet Aldi seinen Kunden in den Studentenstädten Manchester, Cardiff und Edinburgh ab Oktober die Möglichkeit, frisch aufgebackene Pizza der Eigenmarke „Carlos“ zu bestellen. Das Angebot sei „inspiriert von Domino’s“, erklärte das Unternehmen in seiner Pressemitteilung, nur deutlich günstiger – die Aldi-Pizzen kosten inklusive Lieferung nur 3,99 Pfund. Online-Vorbestellungen sind bereits möglich.
Jacob Rohner übernimmt Blacksocks
Der Schweizer Sockenhersteller Jacob Rohner hat den Socken-Abo-Dienst Blacksocks übernommen, wie dessen Geschäftsführer Samy Liechti auf LinkedIn bekannt gab. Wie Konsider.ch schreibt, ist die Leitung von Blacksocks bereits in den Händen von Rohner-CEO Hermann Lion, der die Marke, den Standort Zürich und die Mitarbeitenden übernehmen will. Blacksocks liefert seinen Abonnenten alle vier Monate drei Paar Socken zu einem Jahrespreis und wurde bereits 1999 gegründet.
Ocado Retail gewinnt neue Kunden
Der britische Online-Lebensmitteleinzelhändler Ocado Retail hat im letzten Monat des letzten Quartals positive Zahlen vorgelegt: Die Zahl der aktiven Kunden stieg um 1,5 Prozent, der Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres um 7,2 Prozent, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Online-Anteil am britischen Lebensmittelmarkt lag vor der Pandemie bei rund 7 Prozent, erreichte einen Spitzenwert von rund 15 Prozent und fiel danach auf 10 Prozent. Ocado Retail wertet die aktuelle Entwicklung als Normalisierung.
TRENDS & TECH
Grabango entlässt Mitarbeiter
Das US-amerikanische Point-of-Sale-Start-up Grabango hat eine nicht näher bezifferte Zahl von Mitarbeitern in verschiedenen Abteilungen entlassen, wie Retail Dive berichtet. Auf LinkedIn vermuteten Mitarbeiter, dass es sich um eine Kürzung von mindestens 40 Prozent handeln könnte. Grabango bietet, ähnlich wie Amazon Go, kassenlose Bezahllösungen an, bei denen Kunden ihre Einkäufe ohne Scannen mitnehmen und einfach per QR-Code in der Grabango-App bezahlen können.
Amazon integriert neue Suchfunktionen
Amazon hat auf seiner Hausmesse Accelerate fünf neue Funktionen vorgestellt, die den Kunden die Produktsuche erleichtern sollen, so ChannelX. Ein visuelles Suchtool erlaubt das Hochladen von Fotos, die mit Text ergänzt werden können; Augmented Reality ermöglicht es, Einkäufe vorab virtuell in der Wohnung zu platzieren; die Anzeige von Verkaufstrend-Daten informiert über die Beliebtheit eines Produkts; die Integration der „Share“-Funktion auf Smartphones erlaubt es, Online-Funde direkt bei Amazon zu suchen und die Nachbestellung früherer Einkäufe wird durch eine bevorzugte Position in den Suchergebnissen erleichtert.
Neue Thermoverpackung aus Isolierpapier
Die Raja-Gruppe hat eine neue Thermoverpackung vorgestellt, die ohne Verwendung von Kunststoffen oder Aluminium durch die Verwendung eines speziellen Kraftpapiers eine vollständig recycelbare und biologisch abbaubare Lösung für Lebensmittellieferungen darstellt. Wie Packreport ausführt, adressiert das Unternehmen damit besonders Food-Anbieter im E-Commerce, die auf der Suche nach nachhaltigeren Verpackungen sind.
NACHHALTIGKEIT
Manomano bietet Second-Life-Produkte an
Manomano, ein französischer Onlineshop rund um Heimwerken, Haus und Garten, bietet nun auch Second-Life-Produkte an, die nie benutzt wurden oder leichte Mängel aufweisen, aber noch funktionieren. Dabei handelt es sich um Artikel, die von Handelspartnern aufgearbeitet wurden, um Rücksendungen von Kunden aufgrund von Fehlbestellungen, um Produkte, die nicht mehr hergestellt werden, oder um Waren mit beschädigter oder fehlender Verpackung. Das Unternehmen kündigte in seiner Pressemitteilung an, dieses Angebot bis 2024 auf Tausende von Artikeln auszuweiten.
Verbraucher wollen klimabewussteren Umgang mit Technologie
Laut einer Umfrage der Second-Hand-Plattform für Technik Black Market, für die Ipsos 10.000 Personen in fünf Ländern befragte, besitzen die Deutschen zwar im Durchschnitt 10,3 technische Geräte und liegen damit über dem internationalen Durchschnitt. 33 Prozent der Deutschen gaben jedoch an, bewusst ein Smartphone zu nutzen, das älter als zwei Jahre ist. Zwei Drittel der Befragten in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien und den USA denken bereits über den Kauf von wiederaufbereiteter Technik statt Neuanschaffung nach. Als Gründe werden der günstigere Preis und die Nachhaltigkeit genannt.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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