Club L London, Ebay, Copecart, Oetker, Fielmann, Inflation, Amazon, Galaxus, Microsoft, Fake-Shops, B2B, OpenAI, Social Media

Club L London, Ebay, Copecart, Oetker, Fielmann, Inflation, Amazon, Galaxus, Microsoft, Fake-Shops, B2B, OpenAI, Social Media

E-Commerce kompakt: Aktuelle News zu Club L London, Ebay, Copecart, Oetker, Fielmann, Inflation, Amazon, Galaxus, Microsoft und weiteren Themen des Tages.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Fließende Einkaufserlebnisse – Optimierte Omnichannel-Strategien schaffen Mehrwerte für Kunden und Unternehmen
Mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie holen Sie Ihre Kunden dort ab, wo diese einkaufen. Die dafür essenzielle ganzheitliche Sicht auf den Kunden steigert Ihre Wettbewerbsfähigkeit und lässt Sie flexibel auf die Anforderungen und Chancen von heute und morgen reagieren. Lesen Sie hier, wie Sie nahtlose Shopping-Erlebnisse schaffen, die begeistern.

HANDEL NATIONAL

Club L London eröffnet deutschen Online-Shop
„Club L London“ startet laut Fashionunited.de seinen ersten deutschsprachigen Online-Shop. Die britische Mode-Marke für besondere Anlässe verzeichne ein „außergewöhnliches internationales Wachstum“ mit dreistelligen Zuwächsen in Schlüsselmärkten. Der Umsatz kletterte im letzten Jahr um 51 Prozent auf einen Rekordgewinn von 23,3 Mio. Pfund. Gründerin Katie Randev betont, ein lokalisiertes Einkaufserlebnis sei entscheidend für die Kundenbindung.

Kostenlose Rechtsberatung für Ebay-Händler
Ebay verschenkt laut Website seinen Shop-Abonnenten kostenlose Rechtsberatung durch spezialisierte Anwälte. Die Kanzlei Föhlisch biete in Kooperation mit Trusted Shops 30-minütige Online-Beratungen zu zwanzig E-Commerce-Rechtsgebieten an. Händler könnten sich zu Themen wie DSGVO, KI-Recht, Markenrecht oder Wettbewerbsrecht beraten lassen. Die Beratung erfolge per Video-Call und sei ausschließlich für Ebay-Shop-Abonnenten verfügbar. Das Angebot solle rechtliche Risiken minimieren und Händlern mehr Sicherheit im Online-Geschäft geben.

VZBV stoppt Countdown-Werbung bei Copecart
Das Landgericht Berlin untersagte Copecart nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverband aggressive Produktwerbung im Online-Shop, teilt der VZBV mit. Die Verkaufsplattform habe Kunden nach dem Kauf eines Buchs für 4,95 Euro unter Zeitdruck zu hochpreisigen Zusatzkäufen gedrängt. Ein eingeblendeter Countdown suggeriere eine 15-minütige Frist für reduzierte Angebote zwischen 99 und 199 Euro, lasse sich jedoch in Wirklichkeit jederzeit neu starten. Das Gericht bewertete diese Taktik als unzulässige Beeinflussung der Kaufentscheidung.

Digitalisierung abgeschlossen: Oetker macht Ableger dicht
Die Oetker-Gruppe schließt ihre Digitaltochter zum Jahresende, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Die 2016 gegründete Oetker Digital GmbH beende ihren Geschäftsbetrieb am 31. Dezember, da Digitalisierung in den Konzernunternehmen mittlerweile zum Tagesgeschäft geworden sei. Die Aufgaben des Unternehmens würden künftig dezentral auf die verschiedenen Geschäftsbereiche verteilt. Den rund 80 Mitarbeitern solle gruppenintern eine neue Beschäftigung im digitalen Umfeld ermöglicht werde.

Fielmann visiert globale Expansion bis 2035 an
Fielmann will in den nächsten zehn Jahren weltweit wachsen und sich vom europäischen zum globalen Anbieter entwickeln, berichtet Manager-Magazin.de. Das Hamburger Familienunternehmen habe bereits durch Übernahmen in den USA wie „Shopko Optical“ und „SVS Vision“ sowie europäische Akquisitionen den Grundstein gelegt, während es parallel seine E-Commerce-Technologien mit virtueller Anprobe und KI-gestützter Online-Refraktion vorantreibe. Der Plan heiße „Vision 2035“. Das SDax-Unternehmen bestätige seine Jahresprognose von bis zu 2,5 Mrd. Euro Umsatz.Nachtrag: Wir haben den Hinweis auf die anstehende Hauptversammlung aus dem Text gelöscht, da sie bei Publikation dieses "Morning Briefings" bereits stattgefunden hatte.

Inflation sinkt im Juni auf zwei Prozent
Die deutsche Inflationsrate sank im Juni auf 2,0 Prozent und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Oktober 2024, meldet das Statistische Bundesamt. Der Rückgang von 2,1 Prozent in den Vormonaten sei vor allem auf weniger stark fallende Energiepreise und nachlassenden Preisdruck bei Nahrungsmitteln zurückzuführen, erklärte Destatis-Präsidentin Ruth Brand. Energie verbilligte sich um 3,5 Prozent, wobei Kraftstoffe um 4,6 Prozent sanken. Nahrungsmittel verteuerten sich um zwei Prozent – deutlich weniger als im Mai mit 2,8 Prozent.


HANDEL INTERNATIONAL

Projekt „Starfish“ soll Amazon zur globalen Produktbibliothek machen
Amazon startet das KI-Projekt „Starfish“, um zur ultimativen Informationsquelle für alle Produkte weltweit zu werden, berichtet Businessinsider.com. Das System generiere automatisch vollständige Produktbeschreibungen aus verschiedenen Datenquellen und vereinfache Listings für Dritthändler erheblich. Die Initiative solle bereits dieses Jahr zusätzliche 7,5 Mrd. Dollar Umsatz einbringen. Amazons Webcrawler durchforste bereits 200.000 externe Marken-Websites, um Produktinformationen zu sammeln. Das Projekt positioniere Amazon als direkten Konkurrenten zu Google Shopping und erweitere die Plattform systematisch über das klassische Marktplatz-Modell hinaus.

Galaxus Deutschland in den roten Zahlen
Galaxus Deutschland verbrennt Geld im Rekordtempo: Die Verluste der Migros-Tochter schnellten von 49 Millionen Euro 2022 auf über 61 Millionen Euro 2023 hoch, zeigt laut Insideparadeplatz.ch der Jahresabschluss. 2024 seien die roten Zahlen im gleichen Tempo weitergelaufen, heiße es aus einer internen Quelle. Paradox dabei: Der Umsatz sei um 57 Prozent explodiert, während der deutsche Online-Markt zeitgleich um zwölf Prozent geschrumpft sei. Die Migros rechtfertigt das Minus als notwendige Anlaufinvestition für Skalierungseffekte. Bis 2028 stehen weitere 107 Mio. Euro alleine an Mietverträgen in den Büchern.

Microsoft und die KI: 500 Mio. Dollar gespart, 15.000 Jobs weg
Microsoft spart durch KI-Einsatz in Call Centern über 500 Mio. Dollar ein, wie Chief Commercial Officer Judson Althoff laut Heise.de mitteilte. Die Systeme hätten die Produktivität in Vertrieb, Kundenservice und Software-Entwicklung spürbar gesteigert. Parallel dazu baute der Konzern jedoch 15.000 Arbeitsplätze ab – trotz 26 Mrd. Dollar Gewinn bei 70 Mrd. Dollar Umsatz. Die Marktkapitalisierung kletterte auf 3,74 Bio. Dollar und überholte damit Apple.

Spaniens blühender E-Commerce fließt ins Ausland
Spaniens Online-Handel erreichte 2024 einen Umsatz von 95,2 Mrd. Euro und wuchs um 13,1 Prozent, berichtet Ecommercenews.eu. Trotzdem habe das vierte Quartal mit 25,7 Mrd. Euro das schwächste Wachstum seit dem Pandemie-Boom aufgewiesen. Bemerkenswert sei jedoch der massive Kaufkraft-Exodus: 61,5 Prozent der spanischen Online-Käufe flössen ins Ausland, während nur 27,5 Prozent im Land blieben. Dies beschere Spanien ein Außenhandelsdefizit von fast 13 Mrd. Euro im digitalen Handel.


Wie Fake-Shops E-Commerce-Marken bedrohen
Fake-Shops sind nicht nur ein technisches Problem – sie sind eine Bedrohung für Marken, Kundenbindung und wirtschaftliche Resilienz. Etailment.de-Experte Christian Maaß vom Musik-Spezialisten Thomann hat einen Fake-Shop-Angriff erlebt. Anhand dieses realen Falles zeigt er in seinem Beitrag auf Etailment.de, wie Unternehmen sich vorbereiten, schützen und gezielt reagieren können. Bevor der Schaden entsteht.

B2B-Kunden fordern Amazon-Standards im B2B-Geschäft
B2B-Industriekäufer erwarten heute die gleiche digitale Einfachheit wie im Online-Handel, berichtet Handelszeitung.ch. Während Privatkunden binnen Minuten komplexe Bestellungen abwickeln würden, warteten Industriekunden oft tagelang auf Preisauskünfte. Ein amerikanischer Industrieausrüster habe sein Geschäftsmodell durch Echtzeitpreisautomatisierung revolutioniert, ein europäischer Maschinenhersteller seinen Vertriebskanal in eine benutzerfreundliche Plattform verwandelt. Digitale Frontends seien nicht nur Effizienzbringer, sondern Wachstumstreiber für höhere Abschlussquoten und stärkere Kundenbindung.

Social Media bringt Reichweite, aber keine Kunden
Kleinunternehmen im DACH-Raum kämpfen trotz digitaler Präsenz mit der Monetarisierung ihrer Online-Aktivitäten, zeigt eine aktuelle Godaddy-Umfrage laut Retail-News.de. Während 60 Prozent der Befragten soziale Medien als zentral für ihre Verkaufsstrategie bezeichneten, scheitere die Hälfte daran, Follower in zahlende Kunden umzuwandeln. 45 Prozent erreichten nicht ihre gewünschte Zielgruppe. Obwohl sich das Geschäftsmodell wandle – nur noch 38 Prozent setzten hauptsächlich auf stationären Handel – fehle es an effektiven Tools zur Umsatzgenerierung. Die Unternehmen wünschten sich bessere Zielgruppenansprache und einfachere Content-Erstellung.

OpenAI attackiert Chrome mit eigenem KI-Browser
OpenAI plant in den kommenden Wochen den Start eines KI-gestützten Browsers, der Google Chrome herausfordern soll, berichteten drei Insider gegenüber Reuters.com. Der Browser werde eine ChatGPT-ähnliche Chat-Oberfläche enthalten und KI-Agenten integrieren, die Aufgaben für Nutzer erledigen könnten. OpenAI wolle damit direkteren Zugang zu Nutzerdaten erhalten, die bislang Googles Werbegeschäft befeuerten. Mit 500 Mio. wöchentlich aktiven ChatGPT-Nutzern könnte der Browser durchaus Druck auf Chromes Marktdominanz ausüben. Die Software basiere ironischerweise auf Chromium, Googles Open-Source-Code.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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