Das Google-Konto kommt, Nike kündigt Amazon, Apple Pay, SportScheck, Alibaba, Bitcoin

Das Google-Konto kommt, Nike kündigt Amazon, Apple Pay, SportScheck, Alibaba, Bitcoin

Am Mittwoch hatten unter anderem Netflix, Google, Instagram, Twitter, Yahoo Mail, Amazon, Youtube, World of Warcraft und Snapchat erhebliche Störungen. Also weite Teile des Internet. Fehler in der Cloud, so heißt es. Noch ist das nur lästig. Was aber, wenn eines Tages unser ganzes Leben, das Haus, das Geld in der Cloud liegen? Dann kommen wir nicht mehr aus der Wohnung. Oder schlimmer noch: Nicht mehr bei Sanifair herein. Ihnen allen eine sichere Ankunft, wo immer es auch hingeht.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
4 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL


Das Google-Konto kommt
Im Payment-Markt geht es gerade ein wenig zu wie beim Rugby. Ein großes Durcheinander und dann taucht ein neuer Spieler aus dem Knäuel auf. Zum Beispiel gerade Google. Der Tech-Riese will im nächsten Jahr zusammen mit der Citigroup Girokonten anbieten, die über die Google-Pay-App bedient werden. Gebührenfrei soll das womöglich sein. Google verdient an den Daten ja genug und will um seine Marke dabei auch gar nicht so viel Aufhebens machen. "Google Cache", so der Arbeitstitel, soll unter der Marke der Partner auftreten, die sich auch um alle finanziellen und rechtlichen Dinge kümmern sollen.

Apple Pay unter Druck
Und währenddessen pfeift der deutsche Gesetzgeber vielleicht Apple ab. Denn der Finanzausschuss des Bundestags plant ein Gesetz, dass den Bezahldienst Apple Pay aufbrechen soll. Grund: Apple gibt seine NFC-Schnittstelle für andere Bezahl-Apps nicht frei. Google hat da leichteres Spiel. Dort ist die Schnittstelle zugänglich.

SportScheck baut auf Retail Media
SportScheck vermarktet freie Werbeflächen im Webshop, im Handel und bei Events an Marken und Drittfirmen. Das Vermarktungsportfolio für Retail Media, für Händler ein zunehmend wichtigeres Zubrot, stellt W&V vor.

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INTERNATIONAL

Alibaba kommt näher
Alibaba verstärkt das Team in seiner Londoner Zentrale und entfacht Spekulationen über einen Einstieg in den Handel in Großbritannien. Im Sommer hatte Alibaba bereits eine erste europäische Aliexpress-Filiale in Madrid eröffnet.

Nike kündigt Amazon (und bald noch anderen) Schön zu sehen, wie eine Branche hyperventiliert, nur weil Nike Neu-Chef John Donahoe (Ex-Ebay-Boss) meint, eine Duftmarke setzen zu müssen und den Abmarschbefehl der Marke bei Amazon erteilt. Nike will künftig nicht mehr selbst seine Waren bei Amazon verkaufen, weil man in Seattle so schlecht auf Plagiate aufgepasst habe. Amazon verkauft dann eben via Drittanbietern. Die Probleme von Nike sind damit also nicht gelöst.
John Donahoe aber konnte Stärke zeigen und es passt zur Emanzipation der Marke. Hyperventilieren sollten nämlich eigentlich die klassischen Handelspartner. Nike dürfte die Zahl der Partner im Einzelhandel mittelfristig deutlich reduzieren und mehr auf Direct-to-Consumer und die eigene App setzen.

Alibaba bietet Bitcoin-Bonus Endlich auch mal auf leicht Art Bitcoin verdienen. Zumindest einige Alibaba-Kunden können das künftig. Denn der Handelsriese kooperiert mit der Bitcoin-Belohnungsplattform Lolli. Lolli-Nutzer können beim Alibaba-Einkauf bis zu 5% des Einkaufswertes als Bitcoin verdienen. Nötig ist dafür ein Add-on für den Chrome-Browser. Den Bonus kassieren können nur Kunden in den USA. Dort arbeitet Lolli bereits mit etlichen Marken zusammen.
Favorit der Leser
Sinkende Warenkörbe, wachsende Fulfillment-Kosten – das ist die Lage selbst bei den Top-Playern hierzulande. Bei Alibaba indes ist angesichts des Singles Day einmal mehr Jubel angesagt. Rekordzahlen. Auch weil man in China verstanden hat, das Online-Shopping eine große Party sein muss. Ein Erlebnis eben. Überall. Nicht nur auf Powerpoint-Folien.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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