3D-Illustration zu KI-Datenmanagement, Black Friday, Marktplatz-Handel und Herbstsaison im E-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Ebay, KI-Datenmanagement, DM, Emporix, Halloween, Hellofresh, Amazon, Black Friday, ChatGPT, Airbnb, Grok, Atlas, Rossmann + Papair

Aktuelle E-Commerce-News: Ebay, KI-Datenmanagement, DM, Emporix, Halloween, Hellofresh, Amazon, Black Friday, ChatGPT und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

„Kundenzufriedenheit steigern durch digitales Filialmanagement per App“
Aufwendige Warenprozesse, manuelle Bestandssuchen und weitere administrative Aufgaben kosten Store-Mitarbeitende wertvolle Zeit, die für Kundenberatung fehlt. Abhilfe schaffen Apps, die sämtliche Filialprozesse digitalisieren und relevante Daten auf der Fläche bereitstellen. Wie das funktioniert, zeigt das REMIRA-Webinar am 24.11. um 10 Uhr. Jetzt kostenfrei anmelden


HANDEL NATIONAL

Ebay stoppt automatische Auszahlung für Privatverkäufer
Ebay stellt ab dem 5. November die Auszahlungsmodalitäten für private Verkäufer um, berichtet Onlinehaendler-News.de. Verkaufserlöse würden dann nicht mehr automatisch aufs Bankkonto überwiesen, sondern auf dem Ebay-Konto geparkt. Das Guthaben lasse sich für Käufe, Versandetiketten oder Werbeanzeigen nutzen. Wer dennoch regelmäßige Überweisungen wünsche, könne diese im System einstellen. Zur Versüßung locke Ebay bis Jahresende mit fünf Prozent Rabatt beim Einsatz des Guthabens auf der Plattform.

So funktioniert KI-optimiertes Produktdaten-Management
Künstliche Intelligenz erobert das digitale Einkaufen. Martin Gliesche vom Produktdaten-Spezialisten Syndigo umreißt in seinem Gastbeitrag auf Etailment.de die Dinge, die auf Online-Händler zukommen. Und die Chancen, die KI ihnen bietet, um mit Effizienz und verbesserter Sichtbarkeit darauf zu reagieren.

DM startet Versand-Apotheke und baut Online-Logistik aus
Der Online-Handel bei DM wachse laut Pressemitteilung mit zweistelligen Zuwachsraten stärker als das stationäre Geschäft. Um die Nachfrage zu bedienen, nehme das Unternehmen bis Februar ein zweites Online-Verteilzentrum in Heideloh bei Leipzig in Betrieb. Außerdem könnten die 12,5 Mio. Nutzer der App noch in diesem Jahr von der neuen Versand-Apotheke profitieren, die rezeptfreie Arzneimittel sowie apothekenexklusive Kosmetik liefere. Im Hintergrund erprobe der Drogeriemarkt bereits Künstliche Intelligenz für die Produktentwicklung und den Kundenservice.

Emporix will B2B-Handel mit KI-Agenten automatisieren
Der Schweizer B2B-Commerce-Spezialist Emporix lanciert eine cloud-native Plattform für autonomen digitalen Handel, die B2B-Prozesse automatisiert, meldet das Unternehmen. Die Lösung integriere Daten, Workflows und agentenbasierte KI, um Routineaufgaben wie Bestellprüfungen oder Kundenanfragen selbstständig abzuwickeln. Die Plattform docke an bestehende ERP- und PIM-Systeme an, spare Personal und beschleunige Entscheidungen in Echtzeit.

Halloween-Umsatz bleibt trotz Konsumflaute über 500 Mio. Euro
Der deutsche Einzelhandel erlöst mit Halloween 2025 rund 520 Mio. Euro, prognostiziert der HDE. Trotz verhaltener Konsumstimmung sinke der Umsatz nur um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr – ein Zeichen stabiler Nachfrage. Seit 2019 seien die Einnahmen um 63 Prozent gewachsen, das Gruselfest habe sich fest etabliert. Kostüme und Deko würden 2025 wohl seltener gekauft, vermutlich seien viele Haushalte noch gut ausgestattet. Stattdessen fokussierten sich die Ausgaben wahrscheinlich auf Süßwaren, Lebensmittel und Haushaltsartikel.


HANDEL INTERNATIONAL

Hellofresh UK kocht Filmrezepte mit Paramount+
Hellofresh UK serviert ab Samstag über 50 filmreife Rezepte inspiriert von Paramount+-Produktionen, berichtet Retailgazette.co.uk. Von Yellowstone-inspirierten Cajun-Burgern bis zu Star-Trek-Rigatoni mit Umami-Miso-Pilzen sei kulinarisch für jeden etwas dabei. Wöchentlich würden neue Gerichte eingeführt. Kunden, die mindestens drei Boxen ordern, erhielten obendrein drei Monate kostenlosen Zugang zur Streaming-Plattform.

Amazon liefert in den Emiraten binnen 15 Minuten
Amazon startet seinen Express-Lieferservice „Amazon Now“ in den Vereinigten Arabischen Emiraten, berichtet Retail-News.de. Kunden erhielten Alltagsprodukte wie Lebensmittel, Elektronik oder Kosmetik binnen 15 Minuten – vereinzelt sogar in sechs Minuten. Die Auslieferung erfolge rund um die Uhr über Mikro-Fulfillment-Center in Wohngebieten, deren Sortiment auf den jeweiligen Stadtteil zugeschnitten sei. Prime-Mitglieder zahlten ab einem Bestellwert von sechs Dollar keine Liefergebühr. In Indien erreiche Amazon mit seiner Quick-Commerce-Strategie Lieferungen innerhalb von zehn Minuten.


Black Friday schrumpft: Nur noch drei Prozent Ersparnis
Das Sparpotenzial am Black Friday ist auf magere drei Prozent geschrumpft, zeigt eine Analyse von Guenstiger.de. Während Käufer 2022 noch zehn Prozent sparten, seien die Rabatte seitdem kontinuierlich gesunken. Die Auswertung offenbare erhebliche Kategorieunterschiede: Smartwatches brächten sechs Prozent Preisvorteil, Gaming-Artikel fünf Prozent, während Parfüms und Werkzeuge gar keinen Nachlass böten. Dennoch lohne sich der Aktionstag für Weihnachtseinkäufe, da im Dezember 62 Prozent der Produkte teurer werden würden – und zwar durchschnittlich fünf Prozent mehr als Ende November.

ChatGPT lockt Shopper an – aber kaum zum Kauf
ChatGPT lenkt zwar Kunden auf Online-Shops, doch die wenigsten kaufen dort ein, zitiert Modernretail.co eine Studie der Universität Hamburg und der Frankfurt School of Finance & Management. Affiliate-Links konvertierten demnach 86 Prozent wahrscheinlicher als ChatGPT-Empfehlungen, die organische Google-Suche liege 13 Prozent vorn. Der Chatbot von OpenAI steuere zwar über 90 Prozent des gesamten KI-Traffics bei, bleibe aber 200-mal kleiner als Google. Die Konversionsrate steige jedoch monatlich – möglicherweise verstärkt durch das neue Instant-Checkout-Feature, das direkten Kauf in Chat-Fenster ermögliche.

Airbnb setzt auf Alibabas Qwen
Airbnb verlasse sich auf die Qwen-KI-Modelle von Alibaba für seinen Kundenservice-Bot, berichtet Scmp.com. ChatGPTs Integrationsfähigkeiten seien für Airbnbs Anforderungen noch nicht ausgereift, während Qwens Open-Source-Modell überzeugende Qualität mit hoher Geschwindigkeit und niedrigen Kosten verbinde. Insgesamt nutze das Buchungsportal 13 verschiedene KI-Modelle – darunter auch solche von OpenAI und Google. Alibaba-Chairman Joe Tsai betonte jüngst, der Gewinner im KI-Wettlauf werde durch schnellere Verbreitung bestimmt, nicht durch das leistungsstärkste Modell.

Grok halluziniert Fakten: X muss für KI-Bot haften
Das Landgericht Hamburg verurteilt X.ai zur Unterlassung, weil der KI-Bot Grok fälschlicherweise behauptete, die Kampagnen-Organisation Campact erhalte einen hohen Anteil aus Bundesmitteln, berichtet Beck.de. Die erfundene Aussage verletze das Vereinspersönlichkeitsrecht des Vereins und sei „äußerungsrechtlich unzulässig“. Dass eine KI die Behauptung generiert habe, ändere nichts an der Unzulässigkeit – Nutzer würden Groks Aussagen als Fakten werten, zumal der Bot selbst auf seine faktenbasierte Herangehensweise verweise. X.ai habe sich die Aussagen durch deren Präsentation zu eigen gemacht. Der Beschluss markiere einen Richtungswechsel: Erstmals müsse ein KI-Betreiber für halluzinierte Inhalte einstehen, ein Disclaimer reiche nicht mehr aus.

OpenAIs KI-Browser „Atlas“ fordert Google heraus
OpenAI launcht mit „ChatGPT Atlas“ einen KI-Browser, der ab sofort für Macs verfügbar sei, berichtet Wortfilter.de. Atlas analysiere jede besuchte Seite in Echtzeit und fungiere wahlweise als klassischer Browser oder aktiver Assistent. Der von ehemaligen Chrome- und Firefox-Entwicklern mitgestaltete Browser biete ein persönliches Gedächtnis für Nutzungsgewohnheiten sowie einen Agentenmodus, der eigenständig E-Mails verfasse oder Buchungen vornehme. Für Online-Händler werde semantisches Verständnis zur Notwendigkeit: Nur sauber strukturierte Produktdaten, Feeds und Metadaten würden künftig von KI-Browsern erfasst. Unsaubere Datenpflege bedeute Unsichtbarkeit.


NACHHALTIGKEIT

Rossmann verpackt täglich 9.000 Produkte mit Papier statt Plastik
Rossmann nutzt im neuen E-Commerce-Lager in Hannover ausschließlich Papierverpackungen von Papair, berichtet Packaginginsights.com. Täglich würden 9.000 Produkte mit maßgeschneiderten Papair-Sheets und Papair-Bags für Deutschland und Dänemark verpackt – selbst Luftpolsterfolie werde durch eine Alternative aus Papier ersetzt. Papair produziere seit August 2023 am eigenen Standort Rethem und sehe in der Kooperation ein Vorzeigeprojekt: Papierverpackungen seien nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich vorteilhaft.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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