Ebay mal drei, DHL, Großhandel, Österreich, Google, Weltbank, ChatGPT, Amazon, Creator-Brands, Rebag

Ebay mal drei, DHL, Großhandel, Österreich, Google, Weltbank, ChatGPT, Amazon, Creator-Brands, Rebag

Aktuelle E-Commerce-News: Ebay mal drei, DHL, Großhandel, Österreich, Google, Weltbank, ChatGPT, Amazon, Creator-Brands und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Ebay I: Hermès-Handtaschen werde alle zwei Sekunden geklickt
Hermès-Handtaschen erleben einen beispiellosen Boom auf Ebay – alle zwei Sekunden suchten Nutzer weltweit nach der Luxusmarke, meldet Fashionunited.de. Das reitsportinspirierte Modell „Picotin“ verzeichnete einen Anstieg der Suchanfragen um über 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Modelle „Herbag“, „Lindy“ und „Bolide“ seien stark nachgefragt. Auf anderen Plattformen wie Vestiaire Collective rangiere Hermès hinter Chanel und Louis Vuitton. Allerdings prognostiziere eine Studie der The-Independents-Gruppe einen Rückgang der Luxustaschenkäufe um 13,7 Prozent in den nächsten zwei Jahren.

Ebay II: Kostenlose Geschäftsberatung für gewerbliche Händler
Ebay Deutschland bietet gewerblichen Händlern laut Website ab sofort eine kostenfreie individuelle Geschäftsberatung an. Das Programm richte sich an Verkäufer zwischen den Durchstarter- und Pro-Trader-Stufen, die seit über zwölf Monaten aktiv seien und einen Bruttowarenwert unter 100.000 Euro erzielt hätten. Die Sessions umfassten Themen wie Verkaufsgrundlagen, internationalen Versand und Marketing-Optimierung. Die Initiative ersetze die bisherigen kostenpflichtigen Beratungen und solle gewerblichen Händlern jeder Erfahrungsstufe maßgeschneiderte Unterstützung bieten.

DHL-Preisschraube: Warensendung wird erneut teurer
DHL erhöht ab 1. Juli den Preis für Warensendungen bis 1.000 Gramm von 2,55 auf 2,70 Euro, meldet Onlinehaendler-News.de. Es handle sich bereits um die zweite Preisanhebung binnen zwölf Monaten. Erst im Oktober 2024 habe DHL die günstigere Gewichtsklasse bis 500 Gramm ersatzlos gestrichen. Parallel würden auch Päckchen, Pakete und internationale Post teurer, während Geschäftskunden künftig zusätzliche Monatsgebühren zahlen müssten.

Großhandel atmet nach US-Zollschock wieder auf
Der deutsche Großhandel zeigt erste Erholungszeichen vom US-Zollschock – das Geschäftsklima verbesserte sich im Mai auf minus 17 Punkte nach minus 33 Punkten im April, meldet das Ifo-Institut. Besonders der Produktionsverbindungshandel, der als Frühindikator für die Wirtschaftsentwicklung gelte, habe deutlich aufgeholt. Die Erwartungen stiegen auf minus 20 Punkte, die Bewertung der aktuellen Lage auf minus 14 Punkte. Auch Konsumgüter-Großhändler blickten optimistischer in die Zukunft. Ifo-Expertin Ulrike Mandalka warnt jedoch vor verfrühter Entwarnung angesichts der unberechenbaren US-Handelspolitik.


HANDEL INTERNATIONAL

Ebay III: Livestream-Shopping in UK gestartet
Ebay hat in Großbritannien seine interaktive Livestream-Shopping-Plattform „Ebay Live“ offiziell gestartet, wie Channelx.world berichtet. Die Plattform ermögliche Käufern, bei kurierten Live-Events von Influencern, Marken und Händlern einzukaufen, erklärte Eve Williams, Geschäftsführerin von Ebay UK. Zum Debüt seien 18 Live-Selling-Events gelaufen, darunter spezielle Streams für die „Make-A-Wish“-Foundation. Aktuell befinde sich das Format in der Beta-Phase mit ausgewählten Verkäufern aus den Bereichen Sammlerobjekte und Luxusartikel wie Uhren oder Schmuck. Interessierte benötigen ein aktives UK-Ebay-Konto.

Gen Z führt KI-Revolution in Österreich an
KI erobert Österreich: 95 Prozent der Gen Z und 68 Prozent der Unternehmen nutzen bereits Künstliche Intelligenz, wie der neue „AI Readiness Report“ von Handelsverband und Google Austria zeigt. Die positive Einstellung zur Technologie kletterte binnen Jahresfrist von 37 auf 42 Prozent. Zwei Drittel wünschen sich KI-Shopping-Assistenten für die Schnäppchenjagd; ChatGPT bleibe das bekannteste Tool. Unternehmen setzten KI hauptsächlich für Texterstellung und Übersetzungen ein – mit Erfolg: Ein Drittel verzeichne bereits Effizienzsteigerungen, 15 Prozent sogar Umsatzzuwächse.

Neue Personalkürzungen bei Google treffen auch E-Commerce
Google startet eine neue Abfindungsrunde in mehreren Geschäftsbereichen, berichtet Techinasia.com. Betroffen seien die Bereiche Wissen und Information, Zentraltechnik, Marketing, Forschung und Kommunikation. Die Wissensabteilung steuere auch zentrale Geschäftsfelder wie Suche, Werbeanzeigen und E-Commerce. Die Maßnahme folge der Entlassung von 12.000 Mitarbeitern im Jahr 2023 und sei Teil der Verschlankungsstrategie. Parallel dazu müssten Remote-Beschäftigte im Radius von 50 Meilen zu Bürostandorten wieder vor Ort arbeiten.

Weltbank: Schwächstes Wachstum seit den Sechzigern
Die Weltbank prognostiziert laut BBC.com das schwächste globale Wachstumsjahrzehnt seit den 1960er Jahren, ausgelöst durch Donald Trumps Handelszölle. Das Institut senkte die Wachstumsprognose für 2025 auf magere 2,3 Prozent – 0,4 Prozentpunkte unter der Januar-Einschätzung. Zwei Drittel aller Länder erhielten schlechtere Bewertungen, nachdem Trumps universelle Zehn-Prozent-Zölle die Finanzmärkte im April abstürzen ließen. Während die USA, Japan und Europa herabgestuft wurden, blieb China verschont – die Volksrepublik verfüge über ausreichend finanzielle Stabilität.


ChatGPT: Eine Sekunde Backofen pro Anfrage
Eine ChatGPT-Anfrage verbraucht so viel Strom wie eine Sekunde Backofen-Betrieb, konkretisiert OpenAI-Chef Sam Altman erstmals den Energiehunger seiner KI-Software laut Zeit.de. Pro Anfrage würden 0,34 Wattstunden benötigt, der Wasserverbrauch betrage ein Fünfzehntel eines Teelöffels. Trotz steigender Chip-Effizienz sorge die Nutzungsmasse für sprunghaft wachsenden Strombedarf in KI-Rechenzentren. Tech-Giganten wie Microsoft, Google und Amazon investierten ihre Hoffnungen daher in Atomkraft.

Ein Klick genügt: Amazons neuer KI-Werbefilm-Generator
Amazon macht allen US-Verkäufern seinen KI-Video-Generator für Werbeanzeigen kostenlos zugänglich, meldet Theverge.com. Das Tool erstelle binnen fünf Minuten photorealistische Videoclips, teilweise sogar mit nur einem Klick. Neue Bewegungsoptionen zeigten Produkte in Aktion – etwa Armbanduhren am Handgelenk statt statisch auf dem Tisch. Die Software generiere sechs Videoversionen zur Auswahl und ermögliche dabei auch die Integration von Logos. Mehrteilige Szenen mit Menschen, Haustieren und Musik seien nun möglich, maximal 21 Sekunden lang. Eine zusätzliche Zusammenfassungsfunktion kondensiere auch bereits vorhandenes Videomaterial zu Werbeclips.

Rihanna führt Revolution der Creator-Brands an
Creator-Marken gewinnen gegenüber traditionellen Herstellern deutlich an Boden, wie Channelx.world eine Adobe Express-Studie mit 1.000 US-Verbrauchern zitiert. Mehr als die Hälfte der Befragten kaufe bereits bei Creator-Marken, wobei Gen Z (66 Prozent) und Millennials (61 Prozent) die Bewegung anführten. Rihanna dominiere mit „Fenty Beauty“ und „Savage X Fenty“ das Feld mit Abstand. Jeder vierte Verbraucher habe bereits seine angestammten Marken gewechselt, motiviert durch überzeugende Produktbewertungen, dem Image der populären Kreativen und der Authentizität bei der Vermittlung der Werbebotschaften.

KI-Boom: Führungskräfte überholen ihre Teams
Zwei Drittel der CEOs in Großbritannien und Irland setzen bereits großflächig KI-Agenten ein; 58 Prozent drängen ihre Unternehmen zu einer schnelleren GenAI-Adoption, als ihre Mitarbeiter es befürworten, zitiert Techradar.com eine IBM-Studie. Die Geschäftsführer glaubten mehrheitlich, Risiken bei der KI-Einführung eingehen zu müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Paradoxerweise investierten deshalb 62 Prozent in Technologien, bevor sie deren Wert vollständig verstünden.


NACHHALTIGKEIT

Rebag bringt 30.000 gebrauchte Luxus-Schätze zu Amazon
Die Luxus-Wiederverkaufsplattform Rebag kooperiert mit „Amazon Luxury Stores“ und bietet dort 30.000 authentifizierte Second-Hand-Artikel an, berichtet Fashionunited.com. Das Sortiment reiche von Handtaschen bis zu Uhren renommierter Marken wie Hermès, Louis Vuitton und Rolex. Die Partnerschaft solle den Luxus-Wiederverkauf zugänglicher machen und nachhaltiges Shopping fördern. Rebags rigoroser Authentifizierungsprozess gewährleiste Qualität, während Amazons Kunden ihre gewohnte Shopping-Umgebung behielten und vom schnellen Versand profitierten.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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