Galaxus, Fernberatung, Vinted Pro, Klarna, B2B-Online-Handel, China, Checkout.com, Airbnb, Amazon, Google, DDoS-Angriffe, Secend

Galaxus, Fernberatung, Vinted Pro, Klarna, B2B-Online-Handel, China, Checkout.com, Airbnb, Amazon, Google, DDoS-Angriffe, Secend

Aktuelle E-Commerce-News: Galaxus, Fernberatung, Vinted Pro, Klarna, B2B-Online-Handel, China, Checkout.com, Airbnb und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Galaxus investiert in deutsches Logistikzentrum
Der Online-Händler Galaxus baut laut Pressemitteilung in Neuenburg am Rhein ein neues Logistikzentrum mit 90.000 Quadratmetern Lagerfläche. Ab Sommer 2025 sollen 1.000 Mitarbeitende für den Standort rekrutiert werden, der eine ähnliche Größe erreichen wird wie das bisher größte Logistikzentrum der Muttergesellschaft Digitec Galaxus in der Schweiz. Die Mehrheitseigentümerin Migros hat im vergangenen Monat ein Vierjahresbudget für die weitere Expansion von Galaxus Deutschland genehmigt.

Hybride Geschäftsmodelle: Das müssen Einzelhändler wissen
Die Kombination von stationärem Angebot mit Fernberatung kann Händlern Vorteile bringen: leichtere Verfügbarkeit von Fachkräften, Kosteneffizienz und größere Flexibilität bei der Standortwahl. Doch wer Remote/Stationär-Modelle im Handel umsetzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass dies perfekter Planung der stationären und digitalen Prozesse bedarf. Was beim Einsatz von Fern-Leistungen im Ladengeschäft zu beachten ist, erklärt der Mitgründer und CEO von Brillen.de Matthias Kamppeter.

Online-Handel in Mecklenburg-Vorpommern bricht ein
Der Umsatz des Online-Versandhandels in Mecklenburg-Vorpommern ist im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23,2 Prozent eingebrochen, während der Einzelhandelsumsatz insgesamt um 1,5 Prozent gestiegen ist. Der Handelsverband Nord erwartet laut Welt.de für 2024 einen möglichen zweistelligen Rückgang im Online-Handel, sieht darin aber keine Trendwende zurück zum stationären Handel.


HANDEL INTERNATIONAL

Vinted Pro in Großbritannien gestartet
Vinted führt in Großbritannien „Vinted Pro“ ein, das es Unternehmen ermöglicht, sich als Verkäufer auf dem Marktplatz zu registrieren, berichtet Channelx.world. Professionelle Verkäufer müssen sich als „Pro Seller“ deklarieren, 14-tägige Rückgaben anbieten und Kontaktdaten angeben. Ein bedeutender Vorteil ist der Zugang zur Vinted Pro API, die eine nahtlose Integration des eigenen Katalogs ermöglicht, automatisch zwischen Shop und dem Vinted-Pro-Konto aktualisiert und PDFs der Versandetiketten erzeugt.

Amazon: Fünf neue Suchfunktionen
Amazon hat fünf neue visuelle Suchfunktionen eingeführt, die Kunden helfen sollen, Produkte schneller und genauer zu finden, berichtet Retaildive.com. Zu den Neuerungen gehören visuelle Vorschläge für ähnliche Produkte, eine „Mehr wie dieses“-Funktion und die Möglichkeit, Produktvideos direkt in den Suchergebnissen anzusehen. Darüber hinaus können Nutzer nun Text zu ihrer Amazon-Lens-Bildersuche hinzufügen und gewünschte Objekte in hochgeladenen Bildern einkreisen, um die Suche zu verfeinern.

Klarna will weiter Mitarbeiter abbauen
Klarna-CEO Sebastian Siemiatkowski plant laut Businessinsider.de, durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Mitarbeiterzahl von momentan 3.800 auf etwa 2.000 zu reduzieren und die Effizienz weiter zu steigern. Ein KI-gesteuerter Chatbot habe bereits 700 Kundenberater ersetzt und bearbeite Anfragen in zwei statt zwölf Minuten. Ein Teil der erzielten Einsparungen fließen in höhere Gehälter für die verbleibenden Mitarbeiter, die aktiv an der Integration der KI mitwirken sollen.

B2B-Online-Handel wächst um 11,7 Prozent
Der B2B-Online-Handel von Großhandel und Herstellern wuchs 2023 um 11,7 Prozent auf 476 Mrd. Euro, wie der neue B2B-Marktmonitor von ECC Köln, Creditreform, Intershop und CGI zeigt. Marktplätze bleiben mit einer jährlichen Wachstumsrate von 21,5 Prozent (2018 bis 2023) der Haupttreiber, aber noch werden 75 Prozent der Umsätze über Online-Shops generiert. Zur Erschließung weiterer Wachstumspotenziale monetarisieren Unternehmen verstärkt Zusatzleistungen wie Expresslieferungen (57 Prozent), Reparaturen (42 Prozent) und Aufbauservices (36 Prozent).

China: Täglich 75 neue E-Commerce-Unternehmen
China erlebt laut Finanzmarktwelt.de mit 75 Neugründungen pro Tag einen Boom im grenzüberschreitenden E-Commerce (CBEC). Im Jahr 2023 stieg das CBEC-Volumen um 15,6 Prozent auf über 300 Mrd. Euro. Mehr als 80.000 chinesische Unternehmen sind in diesem Sektor aktiv, wobei die Exporte die Importe im Verhältnis 10:1 übersteigen. Diese rasante Entwicklung führt zu wachsenden Herausforderungen für ausländische Märkte und hat Regierungen weltweit zu regulatorischen Überlegungen veranlasst.

Checkout.com wächst 40 Prozent
Das britische Fintech-Unternehmen Checkout.com verzeichnet ein Umsatzwachstum von 40 Prozent im Jahresvergleich und konzentriert sich weiterhin auf sein Kerngeschäft im Bereich E-Commerce und Fintech, berichtet Tech.eu. Laut Produktmanager Meron Colbeci machen Kryptowährungen weniger als vier Prozent des Zahlungsvolumens aus und stellen auch in Zukunft keinen Schwerpunkt dar. Das Unternehmen plant, im kommenden Jahr nach Brasilien und Kanada zu expandieren.

Online-Plattformen vermieten 16 Prozent öfter Unterkünfte
Die Buchungen von Kurzzeitunterkünften über Online-Plattformen wie Airbnb, Booking, Expedia und Tripadvisor sind in der EU im zweiten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,2 Prozent auf 208,8 Mio. Übernachtungen gestiegen. Das stärkste Wachstum verzeichnete Malta mit 45,8 Prozent, am unteren Ende der Liste landeten Belgien (2,6 Prozent) und die Niederlande (3,3 Prozent), berichtet Eurostat.


Amazons interner Chatbot heißt „Cedric“
Amazon führt den internen KI-Chatbot „Cedric“ ein, um die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern und gleichzeitig Datenschutzbedenken gegenüber externen KI-Tools auszuräumen, berichtet Businessinsider.de. Der auf Anthropics „Claude“ basierende Allzweck-Chatbot soll Aufgaben wie beispielsweise das Erstellen von Memos und die Ideenfindung unterstützen. Amazon verbietet seinen Mitarbeitern die Nutzung externer KI-Tools wie ChatGPT für geschäftliche Zwecke und reagiert mit „Cedric“ darauf, dass Mitarbeiter dennoch heimlich KI-Assistenten zur Effizienzsteigerung nutzen. Dieses Phänomen wird auch als „CheatGPT“ bezeichnet.

Pandemie schadete der Digitalisierung
Eine Studie des Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim zeigt, dass die Corona-Pandemie entgegen der allgemeinen Wahrnehmung keine Beschleunigung der Digitalisierung bewirkt hat. Vielmehr seien Investitionen in fortschrittliche digitale Technologien oft verschoben oder gestrichen worden, so dass eine Investitionslücke von rund 50 Prozent entstanden sei. Dies habe die technologische Entwicklung in Deutschland um etwa eineinhalb Jahre zurückgeworfen.

Googles Suche stuft Nutzerinhalte hoch
Google wird künftig nutzergenerierte Inhalte in den Suchergebnissen höher bewerten als markengenerierte Inhalte, zitiert Onlinehaendler-News.de den Google-Kanal von Danny Sullivan. Begründet wird dies mit der oft höheren Qualität und Authentizität von Nutzerbeiträgen in Blogs, Foren oder auf Plattformen wie Reddit, insbesondere bei spezifischen Produktproblemen. Unternehmen sollten daher verstärkt auf die Erstellung authentischer Inhalte setzen, anstatt sich ausschließlich auf SEO-optimierte Inhalte zu konzentrieren, die von den Nutzern als wenig hilfreich empfunden werden.

Anzahl der DDoS-Angriffe steigt
Die Zahl der Distributed-Denial-of-Service-Angriffe auf das Netzwerk des IT-Sicherheitsanbieters Link11 ist im ersten Halbjahr 2024 um 26 Prozent gestiegen, besonders schnelle „Turbo-Angriffe“ nahmen um mehr als 34 Prozent zu, so der „European Cyber Report“ des Unternehmens. Gründe für den Anstieg seien professionellere Hacker-Tools, leistungsfähigere Botnets, aber auch die wachsende Zahl unzureichend geschützter APIs. Diese Entwicklung erfordere von den Unternehmen eine Anpassung ihrer Abwehrmechanismen an das neue Tempo der Angreifer.

Jährlich 40 Stunden Arbeitszeitverlust durch unklare Kommunikation
Laut einer Studie von Atlassian verschwenden Arbeitnehmer bis zu 40 Stunden pro Jahr aufgrund unklarer schriftlicher Kommunikation, berichtet Dr. Molly Sands in einem Blogbeitrag. Obwohl 93 Prozent der Befragten regelmäßig schriftlich kommunizieren, führt dies oft zu Verwirrung und damit zu Zeitverschwendung. Um die Kommunikation zu verbessern, empfiehlt die Studie unter anderem den Einsatz von Emojis zur Verdeutlichung der Intention, eine klare und kontextbezogene Formulierung sowie die Wahl des richtigen Kommunikationsmediums für die jeweilige Nachricht.


NACHHALTIGKEIT

Secend: Lebensmittel & Kosmetika kurz vor dem Ablaufdatum
Das Schweizer Start-up Secend verkauft online Lebensmittel und Kosmetika, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen, zu reduzierten Preisen. Besonders beliebt sind die „Retterboxen“, die eine Auswahl an Produkten zum Pauschalpreis anbieten, berichtet Handelszeitung.ch. Damit bedient das Unternehmen den wachsenden Markt des nachhaltigen und preisbewussten Konsums. Nach der Etablierung in der Schweiz plant Secend eine Sortimentserweiterung, neue Partnerschaften mit Großhändlern und eine Expansion ins europäische Ausland.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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