Geschäftsklima, About You, Portokasse, Amazon, Temu, Linkedin, Alibaba, Lyft, Google, Serien-Rücksender, Phishing im Bundestag

Geschäftsklima, About You, Portokasse, Amazon, Temu, Linkedin, Alibaba, Lyft, Google, Serien-Rücksender, Phishing im Bundestag

Handels-News des Tages: Aktuelles zu Geschäftsklima, About You, Portokasse, Amazon, Temu, Linkedin, Alibaba, Lyft, Google und weiteren Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

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Kundenverständnis statt Bauchgefühl: Erwartungshaltung von Babyboomern und Gen Z an Loyalty-Programme im Faktencheck
Im einstündigen Expertentalk diskutieren Michael Fischer vom Loyalty-Dienstleister KNISTR und Sebastian Hense, Bereichsleiter Marketing & CRM bei KiK Textilien, die spannendsten Trends und aktuell größten Missverständnisse rund um Kundenbindungsprogramme. Wie gelingt es dem Handel, das volle Loyalty-Potenzial zu nutzen? Und welche generationenbedingten Unterschiede müssen dabei beachtet werden?
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HANDEL NATIONAL

Geschäftsklima bessert sich leicht
Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat sich nach vier Rückgängen in Folge im Oktober von 85,4 auf 86,5 Punkte verbessert. Besonders in der Logistik, dem Tourismus, der IT und dem Handel zeigten sich die Unternehmen wieder optimistischer, während das Bauhauptgewerbe und das Verarbeitende Gewerbe nichts von der leichten Veränderung des Klimas spüren.

Nordland.Shop: Echte Papierbriefe – digital geschrieben
Briefe an Tausende Kundinnen und Kunden verschicken? Kleinere Online-Shops kommen da schnell an ihre Grenzen. Die Deutsche Post hat ein Tool entwickelt, um Geschäftspost schneller und kostengünstiger zu versenden – digital und trotzdem auf Papier. Der Nordland.Shop zeigt, wie es geht. Mehr lesen

About You startet eigenen Zahlungsdienst
Der Online-Modehändler About You hat von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Zahlungsdiensterlaubnis für seine 2022 gegründete Tochtergesellschaft „Scayle Payments“ erhalten. Der Rollout soll laut Pressemitteilung noch im laufenden Geschäftsjahr erfolgen und durch einen einheitlichen und effizienten Bezahlprozess die eigene Marge verbessern. Die Muttergesellschaft Otto verfolgt mit „Otto Payments“ seit 2022 die gleiche Strategie.

Die Post lässt die Portokasse leeren
Die Deutsche Post stellt ihre „Portokasse“ für Privatkunden, ein Bezahlsystem zum bequemeren Einkaufen im konzerneigenen Online-Shop, zum 31. Dezember 2024 ein, erklärt das Unternehmen in einem FAQ-Beitrag. Während neue Einzahlungen bereits nicht mehr möglich sind, können Kunden ihr bestehendes Guthaben noch bis Ende des Jahres aufbrauchen oder sich auszahlen lassen. Nach dem Stichtag werden die Portokassen „im Rahmen einer Konsolidierung der Bezahlverfahren“ geschlossen, weshalb Kunden mit Restguthaben aktiv eine Auszahlung beantragen sollten.


HANDEL INTERNATIONAL

Amazon UK verschärft Rückgabe-Regelung
Ab dem 11. November 2024 müssen internationale Amazon-Verkäufer in Großbritannien entweder eine Rücksendeadresse im Inland oder einen vorfrankierten Rücksendeaufkleber mit Sendungsverfolgung anbieten, berichtet Retail-News.de. Wenn Händler nicht innerhalb von vier Kalendertagen eine dieser Rücksendeoptionen anbieten, erhalten Kunden automatisch eine Rückerstattung ohne Rücksendung der Ware. Die neuen Regeln gelten für Verkäufer aus Marktplätzen wie Großbritannien, Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland.

Schweizer Handelsverband lehnt Temu als Mitglied ab
Der Schweizer Handelsverband hat die Mitgliedschaft der chinesischen Shopping-Plattform Temu wegen mehrfacher Gesetzesverstöße abgelehnt, berichtet Handelszeitung.ch (und mit Bezug darauf auch Luzernerzeitung.ch). Bereits Ende Juli hatte der Verband beim Staatssekretariat für Wirtschaft eine Beschwerde eingereicht: Temu verstosse gegen die Preisbekanntgabeverordnung, betreibe unlauteren Wettbewerb, umgehe die Produkthaftung und die Entsorgungsgebühren und biete Plagiate an.

Linkedin soll 310 Mio. Euro Strafe zahlen
Die irische Datenschutzbehörde IDPC hat gegen Linkedin eine Geldstrafe von 310 Mio. Euro wegen unrechtmäßiger Einholung von Nutzereinwilligungen zu Werbezwecken verhängt. Das zum Microsoft-Konzern gehörende Netzwerk hatte laut IDPC Einstellungen vorab angekreuzt und die weitere Nutzung als Zustimmung zu Werbegeschäftsbedingungen gewertet. Linkedin behauptet, die Regelungen der DSGVO eingehalten zu haben, will aber seine Werbemöglichkeiten entsprechend anpassen.

Monopolvorwürfe: Alibaba zahlt 433,5 Mio. Dollar in Vergleich
Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba zahlt 433,5 Mio. Dollar, um eine Sammelklage von US-Investoren beizulegen, die dem Unternehmen wettbewerbswidrige Praktiken und irreführende Aussagen vorwerfen. Die Klage bezieht sich laut Bloomberglaw.com auf den Zeitraum zwischen November 2019 und Dezember 2020, in dem Alibaba Händler zur Nutzung einer einzigen Vertriebsplattform gezwungen haben soll. Obwohl das Unternehmen jegliches Fehlverhalten bestreitet, stimmt es dem Vergleich zu, um langwierige Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Die Anwälte der Kläger hatten den möglichen Schaden auf 11,63 Mrd. Dollar geschätzt.

Lyft muss realistische Verdienste angeben
Der Fahrdienstvermittler Lyft muss nach einer Klage des US-Justizministeriums und der Federal Trade Commission (FTC) künftig realistische Verdienstmöglichkeiten für Fahrer ausweisen und irreführende Werbeversprechen unterlassen. Das Unternehmen habe laut FTC in den Jahren 2021 und 2022 mit einem Stundenlohn von 43 Dollar Werbung betrieben, ohne zu erwähnen, dass diese Summe nur von wenigen Top-Fahrern erreicht wird und Trinkgelder beinhaltet. Das Urteil beinhaltet außerdem eine Strafzahlung von 2,1 Mio. Dollar.

EU: 99 Prozent aller Firmen sind Kleinunternehmen
In der EU beschäftigten 32,3 Mio. Unternehmen im Jahr 2022 insgesamt 160 Mio. Menschen, berichtet Eurostat. 99 Prozent der Betriebe waren Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten. Diese stellten mit 77,5 Mio. Beschäftigten fast die Hälfte aller Arbeitsplätze und erwirtschafteten 11,9 Bio. Euro Umsatz, während Großunternehmen trotz eines Anteils von nur 0,2 Prozent mehr als ein Drittel der Arbeitskräfte beschäftigten und 51 Prozent des Gesamtumsatzes generierten.


Googles „Jarvis“ übernimmt das Browsen
Google steht laut The Information kurz davor, mit „Jarvis“ ein auf „Gemini“ basierendes KI-System vorzustellen, das in den Browser integriert wird und die Bedienung der Webseiten übernehmen kann, berichtet Golem.de. Ein einfacher Textprompt könne so komplexe Recherche-Aufgaben, Preis- und Produktvergleiche oder Reiseplanung auslösen. Erst vor ein paar Tagen hatte Anthropic gemeldet, dass „Claude“ die Tastatur und die Maus von Rechnern übernehmen kann.

Verbraucher wollen keine KI auf dem Smartphone
Eine Cnet-Umfrage in den USA zeigt, dass Smartphone-Nutzer von einem neuen Gerät vor allem eine längere Akkulaufzeit (61 Prozent) und mehr Speicherkapazität (46 Prozent) erwarten, während KI-Funktionen als weniger wichtig eingestuft werden. Ein Viertel der Befragten hält KI für nicht nützlich, 45 Prozent lehnen monatliche Gebühren dafür ab und 34 Prozent äußern Datenschutzbedenken. Lediglich die jüngeren Generationen Z und Millennials zeigen mit jeweils 20 Prozent eine etwas höhere Akzeptanz für KI-Funktionen auf Smartphones.

Elf Prozent der Käufer sind „Serien-Rücksender“
Im britischen Non-Food-Markt werden mittlerweile mehr als ein Fünftel der online bestellten Waren wieder retourniert, zitiert Supplychainbrain.com eine Studie von ZigZag und Retail Economics. Insgesamt werden so 2024 wohl Waren im Wert von 27 Mio. Pfund wieder beim Verkäufer landen, wobei eine Gruppe von elf Prozent der Kunden – die sogenannten „Serien-Rücksender“ – alleine für 6,6 Mrd Pfund verantwortlich sind. Gezieltes Überbestellen ist 69 Prozent der Generation Z nicht fremd, aber nur 16 Prozent der über 60-Jährigen haben damit Erfahrung.

Bundestag testet Phishing-Kompetenz der Abgeordneten
Der Bundestag führt derzeit einen verdeckten Penetrationstest durch, bei dem Abgeordnete und deren Mitarbeiter mit fingierten Phishing-E-Mails konfrontiert werden. Viele Empfänger reagierten laut Heise.de vorbildlich und leiteten die verdächtigen Nachrichten an die zuständige Meldestelle weiter oder kontaktierten die IT-Hotline. Doch einige Abgeordnete fielen tatsächlich auf die gefälschten E-Mails herein und wurden zum Passwortwechsel aufgefordert.


NACHHALTIGKEIT

Indische Hipster kaufen Secondhand
Hipster-Shopper in Neu-Delhi kaufen ihre Mode bevorzugt auf den unzähligen Flohmärkten der Stadt, was laut Fashionunited.com mittlerweile auch das Einkaufverhalten der Mittelschicht verändert. Die indische Bekleidungsindustrie, der fünftgrößte Textilexporteur weltweit, erwirtschaftete laut Welthandelsorganisation 2023 einen Exportumsatz von 15 Mrd. Dollar und beschäftigt 45 Mio. Menschen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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