Getir, DHL + Deutsche Post, Otto, Rewe, Amazon, Niederlande, Gamification, PHP, Microsoft, Google, Online-Zahlungen, Bitcoin

Getir, DHL + Deutsche Post, Otto, Rewe, Amazon, Niederlande, Gamification, PHP, Microsoft, Google, Online-Zahlungen, Bitcoin

Aktuelle E-Commerce-News: Getir, DHL + Deutsche Post, Otto, Rewe, Amazon, Niederlande, Gamification, PHP, Microsoft und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Getir zieht sich womöglich aus Deutschland zurück
Der türkische Quick-Commerce-Anbieter Getir, der in Deutschland bereits den Konkurrenten Gorillas übernommen hat und die Übernahme von Flink plant, könnte nach Informationen von Wiwo.de kurz davor stehen, sein Geschäft außerhalb der Türkei – in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und den USA – bis Ende Mai einzustellen. Derzeit liege der Finanzbedarf bei 50 Mio. Dollar pro Monat, während immer noch 96 Prozent des weltweiten Umsatzes in der Türkei erwirtschaftet würden. Entscheidend dürfte sein, ob der Großinvestor Mubadala Capital, ein Staatsfonds aus Abu Dhabi, über die bereits eingebrachten 800 Mio. Dollar hinaus zu weiteren Investitionen bereit ist.

DHL und Post trennen sich von Google Maps
Bei Funktionen, die auf die Nutzung von Kartenmaterial zurückgreifen, sind DHL und die Deutsche Post von Google Maps auf Openstreetmap umgestiegen, berichtet Golem.de. Am offensichtlichsten ist dies bei der Paketverfolgung auf der Website und in der App von DHL, aber auch bei der Suche nach DHL-Standorten oder der Suche nach Briefkästen, Postfilialen oder Packstationen auf der Website der Deutschen Post. Eine offizielle Ankündigung des Wechsels gibt es noch nicht, allerdings ist Google Maps im Gegensatz zu Openstreetmap für den Konzern lizenzkostenpflichtig.

Otto setzt bereits 65 KI-Tools ein
Otto, dessen Marktplatzgeschäft ein Drittel des Plattformumsatzes ausmacht, setzt bereits mehr als 65 KI-Tools ein, davon allein zehn auf Basis generativer künstlicher Intelligenz. Damit würden bereits mehr als 30 Mrd. Einzelprognosen für den Onlineshop generiert und Artikelbeschreibungen automatisch erstellt. Laut Cio.de dauert die manuelle Artikelbeschreibung zehn Minuten – in der gleichen Zeit kann die KI 1.500 Texte generieren.

Rewe testet Protohologramme
Rewe testet beim Onboarding neuer Mitarbeiter die Protohologramm-Technologie, die in Deutschland von Pave vertrieben wird, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz und einer sogenannten „Holobox“ können Mitarbeiter eine digitale Version des Geschäftsführungsmitglieds Robert Zores Fragen stellen. Der Avatar „goRobert“ steht bei Präsenzveranstaltungen als dreidimensionale Projektion und von zu Hause über Microsoft Teams am Bildschirm zur Verfügung. Interaktive dreidimensionale Protohologramme können auch am POS eingesetzt werden.


HANDEL INTERNATIONAL

Amazon-Mitarbeiter befürchten Gehaltskürzungen
Einige Amazon-Mitarbeiter beschweren sich in internen Slack-Nachrichten, die Businessinsider.de vorliegen, über deutliche Gehaltskürzungen, über die sie informiert wurden. Die Berechnung der Vergütung sei bei Amazon komplex, ein wichtiger Teil wären Aktienzuteilungen, wobei in den Prognosen standardmäßig von einem Wachstum von 15 Prozent ausgegangen werde. Trotz eines Anstiegs des Aktienkurses um 77 Prozent im Jahr 2023 würden einige Beschäftigte 10 bis 20 Prozent weniger erhalten als erwartet.

Mehr Onlineshops als stationäre Geschäfte in den Niederlanden
Am 1. Januar gab es in den Niederlanden 101.000 aktive Onlineshops, was einer Verdreifachung innerhalb von zehn Jahren entspricht, berichtet Ecommercenews.eu. Im Jahr 2023 lag die Zahl bei 84.100 Shops und übertraf damit bereits die Zahl der 82.100 stationären Geschäfte im Land. Besonders stark war das Wachstum mit 252 Prozent bei den kleinen und mittleren Online-Unternehmen. Insgesamt stieg die Zahl der KMU in den Niederlanden von 927.000 im Jahr 2014 auf 1,56 Mio. zum ersten Januar dieses Jahres. Das entspricht einem Zuwachs von 69 Prozent.

Gamification auch in Schweizer Onlineshops
Nachdem Temu wegen seiner spielerischen Elemente in die Kritik geraten ist, weist Carpathia.ch darauf hin, dass Gamification in schweizerischen Onlineshops bereits ein wesentlicher Inhalt ist. So schüttet auch bei der Fashion-Kette Chicorée ein digitales Glücksrad Gutscheine, Rabatte und Punkte aus; bei Qoqa bietet der „Sushi-Train“ Sonderangebote; bei Day Deal gilt es auf den Landeplatz des Daydeal-Ballons zu wetten und ein weiteres Glücksrad beschert bei Coop regelmäßig Rabatte und Direktpreise.


PHP-Entwickler schließen Sicherheitslücken
Die Open-Source-Scriptsprache PHP, die seit Version 3 von Zend Technologies weiterentwickelt wird, hat laut eines Beitrags auf Seclists am Freitag drei Sicherheitslücken in der aktuellen Version 8 geschlossen. Betreibern aller Webangebote wird geraten, auf die Versionen 8.1.28, 8.2.18 und 8.3.6 zu aktualisieren, berichtet Heise.de. Die Art und Natur der Gefährdung wurde aus Sicherheitsgründen nicht mitgeteilt.

Microsoft testet Werbung im Startmenü
Microsoft hat in einem Blogpost zum letzten Update von Windows 11 für das Insider-Programm erklärt, dass man im Startmenü testweise auch „tolle Apps aus dem Microsoft Store unter ‚Empfohlen‘ entdecken“ kann. Die Funktion kann in den Einstellungen deaktiviert werden. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um einen Test, der möglicherweise nie umgesetzt wird; Feedback von Betatestern des Insider-Programms wird erbeten. Den Begriff „Werbung“ verwendet Microsoft allerdings nicht.

Google launcht kostenpflichtigen Browser
Google launcht laut Pressemitteilung zusätzlich zum kostenlosen Browser Chrome Enterprise Core ein kostenpflichtiges Angebot namens „Chrome Enterprise Premium“. Die Bezahlversion bietet zusätzlich Tiefenscans von Malware, kategoriebezogene URL-Filter, Schutz vor Datenverlust sowie einen kontextsensitiven Zugang zu SaaS, der Google Cloud oder privaten Web-Apps. Die Gebühr beträgt sechs Dollar monatlich pro Nutzer.

40 Prozent offen für neue Online-Zahlungsmethoden
40 Prozent der deutschen Verbraucher sind offen für neue Online-Zahlungsangebote, zitiert Onlinemarktplatz.de eine Studie von Brite Payments und Yougov. Damit liegt Deutschland im Vergleich von sechs europäischen Ländern auf dem dritten Platz, nur die Spanier mit 50 Prozent und die Niederländer mit 41 Prozent sind probierfreudiger. Große Unterschiede gibt es bei den befragten Alterskohorten: Für die über 60-Jährigen ist die Benutzerfreundlichkeit am wichtigsten, für die 40- bis 60-Jährigen die Sicherheit, für die 30- bis 39-Jährigen die Vertrautheit und für die Generation Z der Kundensupport.


NACHHALTIGKEIT

Bitcoin produziert doppelt so viel CO2 wie die Schweiz
Das Schürfen neuer Bitcoins, das sogenannte „Mining“, verursacht jährlich 90,93 Mio. Tonnen CO2-Emissionen – doppelt so viel wie die gesamte Schweiz, berichtet Handelszeitung.ch. Die Erzeugung eines neuen Blocks verbraucht so viel Energie wie 112.000 Stunden YouTube-Videos oder 1,5 Mio. Visa-Transaktionen. Mit dem Aufbau der Blockchain steigt der Verbrauch kontinuierlich: 2016 erzeugte ein Bitcoin bei der Erstellung 0,9 Tonnen CO2, fünf Jahre später waren es bereits 113 Tonnen. Im Mai 2021 war jeder geschürfte Bitcoin-Dollar für Klimaschäden im Wert von 1,56 Dollar verantwortlich, so Ingenieur.de.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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