
Grocery Go - Amazon kann es noch größer, Marken zählen bei Amazon, Black Friday, Merchandising, Walmart
Mit Amazon Grocery Go startet der Online-Riese auf rund 1000 Quadratmetern den ersten richtigen Supermarkt als vollautomatischen und kassenlosen Laden. Auf den ersten Blick eine neue Eskalationsstufe im Wettbewerb mit dem Lebensmittelhandel. Doch für Amazon bietet das System noch eine weitaus vielversprechendere Option. Das "Morning Briefing" sagt, welche.
HANDEL NATIONAL
Im Amazon-Haushalt zählt die Marke Küche, Haushalt und Wohnen. Das ist eine der stärksten Kategorien bei Amazon. Allein im ersten Halbjahr 2019 wurde in Deutschland in diesem Segment ein Umsatz von 2,09 Milliarden Euro verzeichnet. Das sagt die renommierte Amazon-Agentur factor-a in ihrer Studie "Amazon Category Industrie Report - Kitchen Products on Amazon". Die Marktanalyse bringt zudem Licht in das Dunkel der Amazon-Welt. Deutlich wird beispielsweise die Relevanz der Markenprodukte: So sind 73% aller Suchanfragen im Bereich Topfsets markenspezifisch. Davon entfallen 56% der Suchanfragen auf die Marke WMF, der Zweitplatzierte hat nur 8%. WMF macht zudem den meisten Umsatz (39%), Fissler belegt Platz 2 (20%) - Amazon Basics Produkte bringen es lediglich auf 1% Marktanteil.
Black Friday - Patentgericht entscheidet sich für Grau
In einem langen und komplizierten Rechtsstreit um die Zulässigkeit des Begriffs "Black Friday" als geschützter Markenname hat nun das Bundespatentgericht entschieden, dass die umstrittene Wortmarke "Black Friday" für einige wesentliche Dienstleistungen des Bereichs "Werbung" gelöscht werden muss. Die Marke "Black Friday" bleibt gleichzeitig aber auch nach der Entscheidung des Bundespatentgerichts für viele Waren und Dienstleistungen erhalten. Fazit: Es bleibt kompliziert. Die Kontrahenten (BlackFriday.de und Black Friday GmbH) verbuchen denn auch jeweils die Entscheidung per Pressemeldung (siehe Links) für sich als Erfolg.
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Digitalisierung in der Praxis
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INTERNATIONAL
Amazon Go kann jetzt auch Großfläche
Amazon hat jetzt erstmals einen kassenlosen Supermarkt nach dem Vorbild von Amazon Go auf großer Fläche eröffnet. Der ansonsten eher klassische Supermarkt in Seattle ist mit rund 960 Quadratmetern etwa fünf Mal so groß wie die bisherigen Läden unter der Marke Amazon Go. Damit will Amazon zeigen: "Es gibt keine Obergrenze", so Amazon-Manager Dilip Kumar im "Wall Street Journal".
Das neue Konzept nennt sich "Go Grocery". Es soll Whole Foods-Märkte ergänzen. In wie weit, das lässt Amazon im Unklaren.
Klar aber wird dreierlei: 1) Amazons Appetit auf den Lebensmittelhandel. 2) Die Technologie ist reif für den Einsatz in Whole Foods-Läden. 3) die Systeme sind nun so markttauglich, dass sich daraus auch ein globales Lizenzgeschäft machen ließe. Um hier abzukassieren, müsste Amazon nicht einmal Go Grocery-Läden in Serie bauen. Auch so könnte es eine Geldquelle wie das Cloudgeschäft AWS werden. Und diese Lösung produziert weniger Kosten und macht mehr Gewinn als Beton zu mieten.
Walmart startet Fulfilment Service
Walmart kontert Fulfillment bei Amazon jetzt mit einem eigenen Service für seine Marktplatz-Partner. Über den Walmart Fulfillment Services können Händler und Hersteller die Lagerung, Verpackung und den Versand von Artikeln von Walmart erledigen lassen, meldet CNBC. Das soll die Lieferungen an die Kunden beschleunigen.
TRENDS & TECH
bevh-Tag erklärt das Geschäft mit Fan-Artikeln
Fan-Trikots, Bettwäsche mit Vereinslogo und allerlei andere Merchandising-Artikel sind ein gewaltiges Geschäft. Auf dem 3. bevh-Merchandising-Tag dreht sich zusammen mit Experten vom FC Bayern München, BVB, ROCKnSHOP, Puma und anderen alles um das Geschäft mit großen und kleinen Stars, mit viralen Marken und Micro-Influencern. Hier geht es zum Programm.
Die Laden-Konzepte von Amazon
Amazon hat bereits einige Fußabdrücke in der Ladenwelt hinterlassen. Unsere Bildergalerie bietet einen Überblick.
Favorit der Leser
Picnic, Farmy, Miacar und Co. Gerade beim Thema Lebensmittel online laufen zumindest medial junge, dynamische und in agilen MVP Strukturen denkende Start-ups mehr und mehr den großen Playern den Rang ab. Fernab der in den Medien oft zitierten Konzepten des „Milchmanns“ oder „Duttis Verkaufswagen 2.0“ erprobt die Genossenschaft Migros Aare in Bern mit einem kleinen Team mit myMigros ein vollkommen konträres Konzept, das nicht nur auf den ersten Blick großes Potential birgt, den Kunden das Online-Einkaufen durch echte Convenience schmackhafter zu machen. Etailment-Experte Matthias Schu stellt das Konzept des E-Food-Players vor.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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