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Aktuelle E-Commerce-News: Kairion, Einzelhandel, Tarifkonflikt, Amazon, Rebag, Ebay, Amazon Prime, Shein, KI im Handel und weitere Themen im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Einzelhandel weiter in der Krise
Die Unternehmen im Einzelhandel bewerten ihre Geschäftslage schlechter als im Jahresverlauf. Die Lieferschwierigkeiten im Einzelhandel haben sich leicht verbessert, da weniger Unternehmen im August von Nachschubproblemen betroffen waren als im Juli, meldet das ifo-Institut. Allerdings sind immer noch viele Händler im Nahrungs- und Genussmittelbereich von Lieferproblemen betroffen, während der Fachkräftemangel im Einzelhandel in bestimmten Branchen wie Bekleidung und Lebensmitteln weiterhin ein Problem darstellt.
IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen
Kairion präsentiert neues Plug-In
Das Self-Service-Tool „ShopNow“ von Kairion verbindet Hersteller von Medikamenten und Healthcare-Produkten direkt mit einem Online-Apotheken-Netzwerk, das Unternehmen ermöglicht, den Traffic auf ihren Markenpräsenzen für den Produktverkauf zu nutzen, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Kunden erhalten Informationen zu Arzneimitteln und können direkt in den Online-Shop ihrer Wahl wechseln können. Das Tool bietet außerdem ein umfangreiches Dashboard zur Analyse von Verkaufs- und Marketingdaten sowie die Integration in verschiedene digitale Touchpoints.
Kein Fortschritt im Tarifkonflikt
In der fünften Verhandlungsrunde im niedersächsischen Einzelhandel wurde kein Tarifabschluss erzielt, doch die Arbeitgeberseite zieht trotzdem eine positive Bilanz, meldet Lebensmittelzeitung.net. Die Gewerkschaft Verdi plant, ihre Proteste auszuweiten und droht mit Streiks im Weihnachtsgeschäft, während die Arbeitgeber eine vorzeitige Lohnerhöhung von 5,3 Prozent vorgeschlagen und zum Teil freiwillig schon umgesetzt haben. Die Verhandlungen werden fortgesetzt.
HANDEL INTERNATIONAL
Amazon erhöht Händlergebühren nicht
Amazon hat seine Pläne zur Erhöhung der Gebühren für Händler, die nicht die Logistikdienste des Unternehmens nutzen**, aufgrund des wachsenden Drucks durch eine anstehende Kartellklage zurückgenommen**, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Die Federal Trade Commission wird voraussichtlich noch in diesem Monat eine Kartellklage gegen Amazon einreichen, die sich auf Amazons Bemühungen konzentriert, Händler zur Nutzung seiner Logistikdienste zu zwingen, was möglicherweise zu rechtlichen Maßnahmen gegen das Unternehmen führen könnte.
Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen
Rebag mit neuem Lieferdienst
Die Luxus-Resale-Plattform Rebag erweitert ihr Angebot um einen Lieferdienst, der Festpreisprovisionen ab 8 Prozent bietet und Verkäufern die Möglichkeit gibt, die Kontrolle über den Verkaufsprozess zu behalten, berichtet FashionUnited. Nach Angaben des Unternehmens zielt der Versanddienst darauf ab, schwankende Provisionssätze und langwierige Zahlungsprozesse zu vermeiden und den Verkäufern durch Vorab-Angebote Transparenz und Kontrolle über ihre Produkte zu geben.
Ebay eröffnet Sneaker-Lab
Ebay UK hat in London sein „Authenticity Lab“ gestartet, eine innovative multisensorische Erfahrung, die das Wissen von Sneaker-Enthusiasten auf die Probe stellen soll, so ChannelX. Das Lab ermöglicht es den Teilnehmern, ihre fünf Sinne sowie einen speziellen sechsten „Sneaker-Sinn“ einzusetzen, um Preise zu gewinnen. Ebay will mit der Veranstaltung den eigenen Zertifizierungsprozess demonstrieren. Das „Lab“ läuft vom 22. bis 23. September und dann am Wochenende vom 30. September bis 1. Oktober.
Amazon Prime nicht mehr werbefrei
Für werbefreie Streaming-Angebote müssen Amazon-Kunden künftig extra bezahlen. Ab Anfang 2024 enthielten Filme und Serien bei Amazon Prime Video in begrenztem Umfang Werbung, teilte der Online-Händler laut Wirtschaftswoche mit. Die Änderungen würden zunächst in wichtigen Märkten wie den USA, Großbritannien, Deutschland und Kanada eingeführt. Prime-Kunden könnten allerdings das Angebot gegen einen Aufschlag auch in Zukunft werbefrei nutzen. In den USA seien Zusatz-Gebühren von 2,99 Dollar pro Monat geplant.
Shein überholt bald Zara
Shein wird voraussichtlich in England in diesem Jahr die Umsatzmilliarde erreichen und könnte sowohl Asos als auch Boohoo Konkurrenz machen, die ebenso auf günstige Mode für jüngere Zielgruppen setzen, meldet Exciting Commerce. Im Vergleich dürften Zalando und About You noch ungefährdet sein, während Shein in diesem Jahr voraussichtlich Zara in Bezug auf Umsatz überholen wird.
TRENDS & TECH
KI im Online-Handel weit verbreitet
Über 90 Prozent der US-amerikanischen E-Commerce-Unternehmen nutzen KI-Anwendungen und sind größtenteils zufrieden mit den Ergebnissen, so Ibusiness.de. Die meisten Anwendungen konzentrieren sich jedoch derzeit auf die Erstellung von schriftlichen Inhalten wie zum Beispiel Produktbeschreibungen, doch plant der Großteil der Unternehmen, das Budget für KI in den kommenden Jahren zu erhöhen.
Alipay+ erweitert Programm
Die chinesische Ant Group hat sieben neue führende E-Wallets und Zahlungs-Apps in ihr „Alipay+-in-China“ Programm aufgenommen, was es Nutzern ermöglicht, ihre vertrauten E-Wallets nahtlos auf Alipays umfangreichem Händlernetzwerk in China zu verwenden. Dies bringt die Gesamtzahl der akzeptierten ausländischen E-Wallets in China auf zehn, wie Tech in Asia berichtet. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund der rasant wachsenden mobilen Zahlungsmärkte in Asien und wird von Ant Group als Teil einer Strategie zur maximalen Erweiterung ihrer Händlernetzwerke betrachtet.
NACHHALTIGKEIT
Deutsche Umwelthilfe verklagt Einzelhändler
Die Deutsche Umwelthilfe hat Klagen gegen Aldi Nord, Aldi Süd, Lidl, Netto Marken-Discount, Rossmann sowie Franchisenehmer von Edeka und Rewe eingereicht, weil sie ihrer gesetzlichen Pflicht zur Rücknahme von Elektroaltgeräten nicht nachgekommen sind, meldet Heise.de. Testbesuche hatten ergeben, dass in den Filialen der Unternehmen im Mai und Juni dieses Jahres Elektroschrott nicht zurückgegeben werden konnte, was gegen das Elektro-und-Elektronikgeräte-Gesetz verstößt, welches Unternehmen seit dem 1. Juli 2022 dazu verpflichtet, ausgediente Geräte zurückzunehmen, wenn sie selbst neue Elektrogeräte verkaufen.
Lidl und Kaufland reduzieren Einsatz von Plastik
Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, hat ihre Ziele zur Plastikreduktion bei Eigenmarkenverpackungen vorzeitig erreicht und plant nun, bis 2025 spartenübergreifend 30 Prozent weniger Plastik in den Verpackungen zu verwenden, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Im Jahr 2022 reduzierten Lidl und Kaufland den Plastikeinsatz in Eigenmarkenverpackungen um 28 Prozent.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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