3D-Illustration zu Kaufland, Prime Deal Days, Omnichannel und Commerce Intelligence im E-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Kaufland, Prime Deal Days, Omnichannel, Paypal Links, Etsy, Commerce Intelligence Engine, Growth Suite, James-Bond-Nummernschilder

Aktuelle E-Commerce-News: Kaufland, Prime Deal Days, Omnichannel, Paypal Links, Etsy, Commerce Intelligence Engine und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

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HANDEL NATIONAL

Kaufland wächst in Österreich und Polen
Der Kaufland-Marktplatz verzeichnet laut Pressemitteilung nach einem Jahr in Polen und Österreich beeindruckendes Wachstum. In Österreich erreiche die Plattform trotz fehlender Filialen vor Ort bereits eine Mio. Besucher monatlich. Die polnische Schwester verfüge sogar über drei Mio. Besucher und 3.000 aktive Händler. Das Sortiment umfasse acht Mio. Produkte in Polen und zwölf Mio. in Österreich. Die Expansion nach Frankreich und Italien vor wenigen Wochen eröffne Online-Händlern Zugang zu 140 Mio. potenziellen Kunden.

Amazon startet Prime Deal Days am 7. Oktober
Amazon startet laut Medienmitteilung seine Prime Deal Days dieses Jahr am 7. und 8. Oktober exklusiv für Prime-Mitglieder. Das Shopping-Event umfasse Kategorien wie Haushalt, Mode, Spielzeug und Kosmetik sowie Elektronik. Bereits jetzt seien Vorab-Deals verfügbar: Beauty-Produkte von Babor und Hugo Boss würden bis zu 35 Prozent günstiger, Modeartikel von Wrangler und Falke bis zu 25 Prozent. Amazon-Eigenprodukte wie z.B. „Essentials“ seien bereits bis zu 30 Prozent reduziert.

Es hapert bei der Omnichannel-Integration
68 Prozent der deutschen Verbraucher verwenden Kundenkarten oder Apps, 42 Prozent haben Click & Collect ausprobiert – trotzdem seien Online- und Offlinehandel nicht integriert, so eine Umfrage von Manhattan Associates. So erlebten 34 Prozent die beiden Welten als völlig getrennt, nur 22 Prozent glaubten, dass ihre Daten kanalübergreifend genutzt würden. 46 Prozent hätten noch nie erlebt, dass Verkäufer per Tablet Infos abriefen oder Bestellungen aufnähmen. Nur ein Viertel würde es begrüßen, wenn auch stationär Kaufhistorie, Größen oder Vorlieben zugänglich wären – 42 Prozent lehnten solche Nutzung eher oder komplett ab.

Deutschland fliegt im Innovationsranking aus den Top Ten
Deutschland verliert im globalen Innovationsranking der UN-Organisation Wipo zwei Plätze und belege nun Rang elf, wie Businessinsider.de berichtet. Die Schweiz, Schweden und die USA führten weiterhin die Rangliste an. Wipo-Generaldirektor Daren Tang sehe Deutschland trotz des Rückgangs als „Innovationsmacht“, die Herausforderung liege jedoch darin, die industrielle Innovationskraft auch im digitalen Sektor zur Geltung zu bringen. Die Organisation bewerte die Innovationsleistung anhand von fast 80 Indikatoren, darunter Wirtschaftsrahmen, Kommunikationstechnologie und Forschungsinvestitionen.

Daten- und Personalprobleme behindern den KI-Einsatz
Deutsche Händler stehen vor grundsätzlichen Problemen beim KI-Einsatz: 55 Prozent der in einer EHI-Studie Befragten bewerten die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden als niedrig, weswegen alle Unternehmen bis Ende des Jahres Schulungskonzepte ausgerollt haben werden. Doch Datenprobleme seien noch gravierender: 67 Prozent können Daten aus verschiedenen Systemen nicht qualitativ hochwertig für KI-Anwendungen zusammenführen. Wegen der verbreiteten Hyperscaler-Nutzung sorgen sich Händler außerdem um Kontrollverlust und Anbieterabhängigkeiten.


HANDEL INTERNATIONAL

Paypal Links ermöglichen P2P-Geldtransfer
Paypal startet laut Pressemitteilung in den USA eine neue Funktion namens „Paypal Links“, die P2P-Geldtransfers über personalisierte, einmalige Links ermöglicht. Die Links ließen sich per SMS, E-Mail oder Messenger versenden und seien nur für eine Transaktion gültig. Nach zehn Tagen würden unbeanspruchte Links verfallen, akzeptierte Zahlungen stünden sofort im Paypal-Guthaben zur Verfügung. Parallel plane das Unternehmen die Integration von Kryptowährungen: US-Nutzer könnten bald Bitcoin, Ethereum und den hauseigenen Stablecoin PYUSD direkt an Paypal, Venmo oder kompatible Wallets weltweit übertragen.

Etsy stellt neue KI-Tools vor
Etsy führt KI-gestützte Titel-Vorschläge und einen Schreibassistenten für Verkäufer ein, wie Pymnts.com berichtet. Zusätzlich erweitere die Plattform ihr Angebot um eine Prioritätenliste im Shop Manager sowie ein Marktanalyse-Tool für Käufertrends. Eine überarbeitete Community-Zentrale mit KI-Suche und erweiterte Bildungsressourcen seien in Planung. Während der Weihnachtszeit verdoppele Etsy zudem seinen Käuferschutz.

Lieferdienste erhöhen zur Black Week die Preise
Europäische Lieferdienste wollen am Geschäft um die Black Week mitverdienen und erheben zusätzliche Gebühren, so ein Blogbeitrag des Fulfillment-Dienstleisters Byrd. In Deutschland würden DHL, DPD, GLS, Asendia und Amazon zwischen 19 und 50 Cent pro Paket aufschlagen, ähnlich wie in Österreich, wo nur die Post die Preise nicht erhöhe. In Großbritannien verlange die Royal Mail 12 Pence mehr, Parcelforce 20 Pence, während DPD ihren Tarif noch für sich behalte. In Frankreich habe kein Lieferdienst Gebührenerhöhungen angekündigt. Die höheren Kosten würden dazu beitragen, dass sich das Geschäft um den Black Friday weiter auf die Nachbarmonate ausdünne, ein Trend seit 2019.


„Commerce Intelligence Engine“ macht Shops fit für die KI
Die „Commerce Intelligence Engine“ von Refibuy optimiert Produktkataloge im E-Commerce speziell für KI-gestütztes Shopping, berichtet Channelx.world. Das System verarbeite Produktkataloge und bewerte Titel, Beschreibungen, Bilder und alle anderen Atrribute und vervollständige und verbessere sie auf Wunsch. Die optimierten Listen würden wieder integriert und an die sechs bekannten KI-Shopping-Suchmaschinen von ChatGPT, Gemini, Perplexity, Meta.ai, Microsoft Copilot, Grok und Claude gesendet. Die Engine integriere sich nahtlos in bestehende E-Commerce-Systeme.

Growth Suite: Keine Rabatte für Kaufwillige
Die KI der neuen Shopify-App „Growth Suite“ erkennt kaufwillige Shopper – ungefähr 15 bis 20 Prozent – und bietet ihnen keine Rabatte an, berichtet Ritzherald.com. Statt pauschaler Rabatte triggere die Technologie personalisierte, zeitbegrenzte Angebote ausschließlich an Zögerer. Die dynamische Personalisierung passe Rabatthöhe und Dauer an das Engagement der Besucher an, wodurch Online-Händler sowohl die Konversionen als auch den durchschnittlichen Bestellwert steigern könnten.

Ithink Logistics automatisiert die Zollabwicklung
Ithink Logistics startet eine KI-gestützte Plattform für den grenzüberschreitenden Online-Handel, meldet Thehindubusinessline.com. Das System berechne All-inclusive-Versandpreise mit Fracht, Zöllen und Steuern vorab und eliminiere damit Kostenüberraschungen für Kunden. Eine spezialisierte KI klassifiziere Produkte automatisch anhand von Titeln, Beschreibungen und Bildern nach den korrekten HSN-Codes. Die Lösung richte sich gezielt an kleine und mittlere Online-Händler und integriere sich nahtlos in gängige Shop-Systeme von Shopify oder Amazon.

Malaysia kämpft gegen James-Bond-Nummernschilder
Mindestens drei populäre Online-Marktplätze in Malaysia verkaufen Klappvorrichtungen für Autokennzeichen, wie man sie aus James-Bond-Filmen kennt, berichtet Straitstimes.com. Die wetterfesten Vorrichtungen lassen sich in zehn Minuten installieren und würden per Fernbedienung auch während der Fahrt die Kennzeichen wechseln oder zeigten der Kamera der Radarfalle statt einer Nummer nur schwarzes Plastik. Der Mechanismus aus chinesischen Fabriken koste zwischen 45 und 105 Dollar – erwischt zu werden hingegen 1.500 Dollar oder bis zu einem Jahr Haft. Eine hochriskante Kalkulation, die sich wahrscheinlich nur für Geheimagenten rechnet.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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