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E-Commerce kompakt: Aktuelle News zu Liefergeschwindigkeit, KI-Shopping, Amazon, KI-Fabriken, Online-Fashion, The Body Shop und weiteren Themen des Tages.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Webinar: Mitarbeiter entlasten dank Filialmanagement per App
Aufwendige Warenprozesse, manuelle Bestandssuchen und weitere administrative Aufgaben kosten Store-Mitarbeitende Zeit, die letztendlich für die Kundenberatung fehlt. Abhilfe schaffen Apps, die sämtliche Filialprozesse digitalisieren und relevante Daten direkt auf der Fläche bereitstellen. Wie genau das funktioniert und welche Vorteile damit einhergehen, zeigt REMIRA im Webinar am 14.11. um 10 Uhr. Jetzt kostenfrei anmelden
HANDEL NATIONAL
Schnelle Lieferung für zwei Drittel kaufentscheidend
Zwei Drittel der deutschen Online-Käufer wählen ihren Shop nach Liefergeschwindigkeit, zitiert Retail-News.de eine aktuelle Yougov-Studie. 42 Prozent wären bereit für schnellere Zustellung auch einen Aufpreis zu zahlen – bei Generation Z und Millennials seien es sogar 54 Prozent. Kostenloser Versand bleibe aber für 79 Prozent der Befragten kaufrelevant. Zudem gäben 65 Prozent an, regelmäßig ihr Budget zu überschreiten, um Mindestbestellwerte für kostenlose Lieferung zu erreichen.
Der Einzelhandel steht niemals still: heute Social Commerce, morgen KI-Personalisierung
Käufer erwarten, dass an jedem Kontaktpunkt alles schnell und reibungslos funktioniert. Hinter den Kulissen ist dies jedoch komplex – daher verzichten führende Marken auf schwerfällige Software-Pakete und setzen stattdessen auf einen Composable-Ansatz, der schneller und flexibler ist und auf Veränderungen ausgelegt ist. Der Guide von Contentful zeigt, wie Sie konsistent bleiben, personalisieren, Omnichannel-Lösungen umsetzen und innerhalb weniger Wochen liefern können. Jetzt den kostenlosen Guide herunterladen
KI-Agenten nur für jeden Elften interessant
Nur neun Prozent der Deutschen können sich vorstellen, einen KI-Agenten für autonome Lebensmittel- und Drogerieeinkäufe zu nutzen, berichtet Tagesspiegel.de. 40 Prozent lehnten dies kategorisch ab. Vollautonome Einkaufsagenten böten deutsche Handelsketten bislang sowieso nicht an, jedoch würde KI für personalisierte Produktvorschläge eingesetzt. In den USA teste Amazon bereits die Funktion „Buy for me“, die automatisch auch auf externen Marken-Webseiten bestellen könne.
Amazon räumt Lagerbestand-Verwaltung auf
Amazon überarbeitet die Lagerbestandsverwaltung für seine Marktplatzpartner, berichtet Onlinehaendler-News.de. Der Konzern reagiere damit auf Händler-Kritik, wonach das Auffinden passender Angebote zu aufwendig sei. Die neu strukturierte Seite „Gesamten Lagerbestand verwalten“ gliedere sich nun in drei Bereiche: Unter „Entwürfe fertigstellen“ ließen sich unvollendete Angebote komplettieren, „Angebote aktivieren“ bündele Produkte mit Nullbestand oder Listungsproblemen samt Schnellfilter. Im Bereich „Angebote optimieren“ könnten Seller ihre Produktseiten durch zusätzliche Attribute aufwerten und Massenoptimierungs-Tools nutzen, um die Sichtbarkeit zu steigern.
EU baut sechs KI-Fabriken – Deutschland diesmal nicht dabei
Die EU baut sechs weitere KI-Fabriken in Tschechien, Litauen, Polen, Rumänien, Spanien und den Niederlanden, berichtet Stern.de. Start-ups, mittelständische Firmen und die Industrie sollen so erleichterten Zugang zu KI-optimierten Supercomputern erhalten. Deutschland sei bei dieser Runde nicht vertreten – im Vorjahr habe die EU allerdings bereits das Stuttgarter Projekt „Hammerhai“ genehmigt. Die Mitgliedsstaaten investierten zusammen mit Brüssel über 500 Mio. Euro. Insgesamt habe die EU mittlerweile 19 Standorte ausgewählt. Über noch größere „Gigafactories“ werde separat entschieden.
HANDEL INTERNATIONAL
Europäer kaufen online am liebsten Fashion
Mode dominiert mit 70 Prozent der Käufer den europäischen Online-Handel, zitiert Rswebsols.com eine Studie von Ecommerce Europe. Damit liege Bekleidung klar vor Multimedia-Produkten mit 56 und Streaming-Abos mit 46 Prozent. Parfum und Kosmetik würden von 31 Prozent digital erworben, Sportartikel von 26 Prozent. Trotz der Erfolge von Shein und Temu hielten 83 Prozent heimischen Anbietern die Treue.
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The Body Shop wagt US-Comeback nur im Netz
The Body Shop kehrt im Oktober ausschließlich über E-Commerce in den US-Markt zurück, berichtet Retaildive.com. Die Kosmetikmarke verkaufe über eine eigene Website und über Amazon Produkte für Bad, Körper, Haut und Haare, darunter frühere Bestseller. Ein Investorenkonsortium unter Führung der Auréa Group habe The Body Shop 2024 aus britischer Insolvenzverwaltung übernommen. Die US-Tochter hatte zuvor der britischen Mutter vorgeworfen, alle Gelder abgezogen zu haben.
Vier von fünf Briten shoppen bereits mit KI-Hilfe
Vier von fünf britischen Online-Shopper nutzen bereits KI-Tools für ihre Einkäufe, wie der Klaviyo AI Shopping Index laut Channelx.world zeigt. Die Verbraucher setzten die digitalen Assistenten vor allem ein, um Schnäppchen aufzuspüren, Zeit einzusparen und maßgeschneiderte Empfehlungen zu erhalten. Bis 2026 erwarteten 70 Prozent der Befragten KI-Shopping-Assistenten als selbstverständlichen Standard – ein höherer Wert als im globalen Durchschnitt. Mehr als die Hälfte plane, die Technologie beim Black Friday 2025 einzusetzen. Die langfristige Haupterwartung bleibe nämlich simpel: Geld sparen.
US-Verbraucher sparen an Weihnachten
US-Verbraucher senken ihre Weihnachtsausgaben um 10,2 Prozent auf durchschnittlich 1.133 Dollar, wie eine JLL-Umfrage laut Retaildive.com ergab. Haushalte mit unter 50.000 Dollar Jahreseinkommen würden sogar 24 Prozent weniger ausgeben, was durch die Gutverdiener, die ihr Budget um 26 Prozent aufstocken wollten, nur teilweise aufgefangen würde. Die Weihnachtsgeschenke blieben allerdings unangetastet – gespart werde stattdessen bei Festtagsmenüs, Dekoration und Unterhaltung. 84 Prozent planten, online zu shoppen – soziale Medien dienten 79 Prozent als Inspirationsquelle.
Verkäufer jonglieren mit sechs Marktplätzen gleichzeitig
Online-Verkäufer sind durchschnittlich auf sechs verschiedenen Marktplätzen aktiv, zeigt der „Marketplace Seller Trends Report“ von Channelengine laut Ecommercenews.eu. Die Seller verbringen 36 Prozent ihrer Arbeitswoche mit manuellen Aufgaben wie Preisanpassungen oder Fehlerkorrektur. Größte Herausforderung bleibe die Wettbewerbsfähigkeit bei Preisen und Sichtbarkeit, gefolgt von sich ständig ändernden Marktplatz-Anforderungen. Wirtschaftliche Unsicherheit und komplexe technische Setups hielten jeweils über ein Viertel der Händler von weiterer Expansion ab.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Für die Gen Z ist schon Matcha Luxus
Die Generation Z in den USA definiert den Begriff „Luxus“ für sich bescheiden: Statt großer Anschaffungen genügt ihr Matcha oder bestenfalls stylishe Sneaker, schreibt Businessinsider.com in Berufung auf eine Pwc-Studie. Die jungen Konsumenten suchten „erschwinglichen Wohlstand“ – Produkte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und Mehrwert. Sie planten, ihre Weihnachtsausgaben um 23 Prozent zu senken, während Millennials nur ein Prozent sparen wollten. Der Trend sei langfristig: Studienschulden und ein schwieriger Arbeitsmarkt träfen auf teure Meilensteine des Lebens wie beispielsweise die Familiengründung.
Big Brother Awards: Dobrindt, Google und Tiktok ausgezeichnet
Die Big Brother Awards 2025 gehen an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Google und Tiktok, berichtet Spiegel.de. Dobrindt erhalte den Negativpreis für sein Sicherheitspaket mit Gesichtserkennungssoftware und der Palantir-Plattform „Gotham“, die Daten Unbeteiligter erfasse und so Grundrechte gefährde. Google werde für die Einführung des KI-Systems „Gemini“ kritisiert, das Gespräche und Texte bis zu drei Jahre speichere und zum Training nutze. Tiktok stehe wegen unzulässiger Datenverarbeitung, manipulativer Algorithmen und Datenübermittlung nach China am Pranger.
Touristische Höhepunkte, die es nicht gibt
Nach drei Stunden Fahrt durch Malaysia erreichte ein Touristenpaar eine spektakuläre Seilbahn nicht – weil sie im analogen Leben niemals existierte, berichtet T3N.de. Die beeindruckende Fernsehsendung über den „Kuak Skyride“ sei komplett KI-generiert gewesen. Ähnliches habe sich in Peru ereignet, als ein erfahrener Tourguide zwei Touristinnen davon abhalten konnte, den ebenfalls frei erfundenen „Heiligen Canyon von Humantay“ zu besuchen – in lebensgefährlichen 4.000 Metern Höhe. Laut Global Rescue aus Boston würden bereits 24 Prozent der Reisenden KI für die Planung nutzen, in Deutschland seien es 15 Prozent. Eine kurze, zusätzliche Recherche in veralteten Tools wie beispielsweise Wikipedia scheint aber sinnvoll.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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