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Aktuelle E-Commerce-News: Meta, SPRK, Zooplus, HDE, digitaler Euro, EM, Tiktok Shop, Amazon, Google, Flowbank, Shein und weitere Themen im Überblick.
David WöllensteinRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
6 Kriterien für die richtige Wahl des Paketdienstleisters
Der Erfolg eines Onlineshops steht und fällt mit den Kundenprozessen: Zufriedene Kunden kommen wieder, unzufriedene nicht.
Damit Warenauslieferung und Retouren zur Kundenzufriedenheit beitragen, legen Deutsche Post und DHL großen Wert auf sechs
Kriterien für reibungslose E-Commerce-Logistik. Mehr lesen
HANDEL NATIONAL
Verbraucherzentrale NRW geht gegen Meta vor
Meta will Nutzerdaten von Facebook, Instagram und Threads nutzen, um KI-Modelle zu trainieren, berichtet Spiegel.de. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW verstößt dies gegen das Datenschutzrecht. Der Konzern sieht sein Vorgehen durch ein „berechtigtes Interesse“ gedeckt, während die Verbraucherschützer der Meinung sind, dass es einer aktiven Einwilligung der Nutzer bedarf. Meta wurde abgemahnt und hat bis zum 19. Juni 2024 Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.
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Start-up SPRK.global: Mit KI gegen Lebensmittelverschwendung in der Lieferkette
61 Prozent der Überschüsse fallen bereits am Anfang und in der Mitte der Lebensmittellieferkette an – noch bevor die Produkte die Supermarktregale erreichen, sagt Alexander Piutti. Sein Start-up SPRK vernetzt Zulieferer und Abnahmepartner KI-gesteuert auf einem B2B-Marktplatz. Das Ziel: Qualitativ hochwertige, aber zeitkritische Lebensmittel (MHD) effektiv umzuverteilen und so die Verschwendung von Nahrungsmitteln einzudämmen. Im Etailment-Interview spricht der Gründer darüber, wie er die Lebensmittellieferkette revolutionieren will.
Zooplus plant Marktplatz
Der Online-Tierbedarfshändler Zooplus plant laut Lebensmittelzeitung.net im November den Start eines eigenen Marktplatzes, um die Zahl der derzeit 9.000 Artikel zu verdreifachen und den Unternehmenswert vor dem geplanten Verkauf ab 2025 zu steigern. Experten wie Götz Gützlaff von Salesforce und Alexander Graf von Spryker halten den späten Einstieg in das Marktplatzgeschäft für riskant und ambitioniert, da sich Zooplus von der Konkurrenz abheben müsse.
HDE will den Begriff KI definiert sehen
Der Handelsverband Deutschland fordert in der Debatte um die europäische KI-Verordnung klare und präzise Definitionen für künstliche Intelligenz, die sich an der OECD-Definition orientieren und konventionelle IT-Systeme ausschließen, berichtet Textilwirtschaft.de. Um Doppelregulierungen zu vermeiden, sollten laut HDE bestehende Regelungen wie die Datenschutzgrundverordnung einbezogen und bestehende Aufsichtsstrukturen genutzt werden. Zudem sei es wichtig, das geplante europäische KI-Büro effektiv auszustatten, die Wirtschaft einzubinden und eine kohärente Umsetzung der KI-Verordnung zu koordinieren.
Digitaler Euro ein Schritt näher
Die „International Working Group on Privacy in Technology“ hat laut einer Pressemitteilung des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ein Arbeitspapier zu digitalem Zentralbankgeld angenommen, das Datenschutzrisiken und Empfehlungen zu deren Bewältigung beschreibt. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einführung des digitalen Euro, bei dem es sich im Gegensatz zum im digitalen Zahlungsverkehr üblichen Geschäftsbankengeld um echtes Zentralbankgeld handelt. Die Arbeitsgruppe mit dem Namen „Berlin Group“ will Datenschutzrisiken berücksichtigen und Gegenmaßnahmen entwickeln, um das Vertrauen der Verbraucher zu erhalten.
In Berlin bietet Knuspr kostenlose Menstruationsprodukte
Knuspr bietet laut Pressemitteilung ab sofort in Berlin bis zu vier Menstruationsprodukte des Herstellers Cosmea kostenlos an, um auf das Problem der Periodenarmut aufmerksam zu machen. Laut einer Studie von Plan International und WASH United stellen die Kosten für 23 Prozent der Menstruierenden eine finanzielle Belastung dar und laut einer YouGov-Umfrage sprechen sich 66 Prozent für einen kostenlosen Zugang in städtischen Einrichtungen aus. Die Aktion war bereits in den Großräumen München und Frankfurt erfolgreich und soll nun auch in Berlin für das Thema sensibilisieren.
EM 2024
EM-Besucher zahlen modern
Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft hat die Finanztechnologie-Plattform Adyen laut Pressemitteilung in einer Studie mit mehr als 13.000 Unternehmen und 38.000 Verbrauchern aus 25 Ländern die Zahlungspräferenzen in den EM-Teilnehmerländern untersucht: Innovative Zahlungstechnologien wie Buy Now, Pay Later, Selbstbedienungskassen und digitale Geldbörsen sind in Polen, den Niederlanden und Großbritannien besonders beliebt, was sich auch auf das Konsumverhalten der Touristen während der EM auswirken könnte. 49 Prozent der deutschen Verbraucher brechen ihren Einkauf im Onlineshop ab, wenn ihre bevorzugte Zahlungsmethode nicht verfügbar ist – in Italien sind es sogar 64 Prozent.
Bei Sport setzt Umweltbewusstsein offenbar aus
Während viele Verbraucher beim Einkaufen auf Umweltauswirkungen und Produktionsmethoden achten, zeigt eine Umfrage von Criteo, dass das für den Sport nicht unbedingt gilt: 60 Prozent von 1.021 Befragten in Deutschland würden ihre Gewohnheiten beim Besuch internationaler Sportereignisse aufgrund der Umweltauswirkungen nicht ändern. Demgegenüber stehen 14 Prozent, die dies tun würden. Immerhin 17 Prozent würden dies vom CO2-Ausgleich abhängig machen, neun Prozent sind sich nicht sicher. Andere Länder seien in ihrem Nachhaltigkeitsdenken weiter, so Criteo: In Frankreich und Süd-Korea würden 20 Prozent der Befragten ihre Gewohnheiten ändern und 49 bzw. 47 Prozent das ablehnen.
HANDEL INTERNATIONAL
Tiktok Shop USA: Eine Million Umsatz am Tag
TikTok Shop verzeichnet erste große Erfolge mit Live-Shopping in den USA, berichtet Excitingcommerce.de. So gelang es Stormi Steele, innerhalb von 24 Stunden einen Umsatz von einer Mio. Dollar zu generieren. Generell konnte die Plattform den Umsatz der Live-Streams innerhalb von drei Monaten schrittweise von maximal 100.000 Dollar auf bis zu eine Mio. Dollar steigern. Experten sehen mittelfristig ein Potenzial von 10 bis 50 Mio. Dollar für Top-Streams, sobald Superstars wie z.B. Kim Kardashian beteiligt sind.
Österreichische Prime-Kunden können Rückerstattung einfordern
Die österreichische Bundesarbeiterkammer hat in einem Vergleich mit Amazon erreicht, dass Prime-Abonnenten für eine als rechtswidrig eingestufte Preiserhöhung im September 2022 bis zu 36,50 Euro zurückerstattet bekommen, berichtet Heise.de. Anspruchsberechtigt sind Kunden, die vor der Preiserhöhung ein Prime-Abo abgeschlossen hatten, wobei die Höhe der Rückerstattung von der Art und Laufzeit des Abos abhängt. Betroffene müssen bis zum 11. September 2024 das Erstattungsformular „Prime Österreich: Antrag auf Erstattung“ ausfüllen, um ihr Geld oder einen Amazon-Gutschein zu erhalten.
Google trackt mit Anti-Tracking
Die österreichische Datenschutzorganisation Noyb hat eine Beschwerde gegen Google eingereicht, da der Tech-Gigant Nutzer seines Chrome-Webbrowsers angeblich ohne deren Einwilligung trackt, obwohl dies nach EU-Datenschutzregeln erforderlich wäre, so Reuters.com. Google führt derzeit eine Reihe von Tools namens „Privacy Sandbox“ ein, um verdeckte Tracking-Techniken zu blockieren und die Datenweitergabe an Dritte zu begrenzen. Allerdings könnte diese Funktion gleichzeitig Google selbst erlauben, Daten über das Nutzerverhalten zu sammeln, so die Datenschützer.
Schweizer Finma sperrt Flowbank zu
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht hat die Genfer Onlinebank Flowbank in den Konkurs geschickt, nachdem sie gravierende Regelverstösse und zu wenig Eigenkapital festgestellt hat, berichtet Handelszeitung.net. Laut Finma werden die privilegierten Einlagen von bis zu 100.000 Franken pro Kunde vollumfänglich zurückerstattet. Trotz der hohen Medienpräsenz hatte die Bank in Wirklichkeit nur 22.000 Konten, eine Bilanzsumme von 680 Mio. Franken und weltweit 140 Mitarbeitende.
Shein erhöht Preise
Der Fast-Fashion-Börsenkandidat Shein hat die Preise für einige Kernprodukte um bis zu einem Drittel erhöht, zitiert Fashionunited.de Daten des Marktforschungsunternehmens Edited. In den USA stiegen die Durchschnittspreise für Kleider im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent, in Großbritannien um 15 Prozent und in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien um 36 Prozent. Die Preiserhöhungen könnten dazu dienen, die Gewinnmargen vor dem Börsengang zu erhöhen, und sollen wohl auch das Wachstumspotenzial von Shein demonstrieren.
TRENDS & TECH
Weniger zahlen bei schlechtem Handyempfang
Die Bundesnetzagentur hat einen Vorschlag vorgelegt, der es Verbrauchern ermöglichen soll, ihre Mobilfunkrechnung zu mindern oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen, wenn die tatsächliche Datenübertragungsgeschwindigkeit erheblich von der vertraglich vereinbarten abweicht, berichtet Tagesschau.de. Ein geplantes Messtool soll es Verbrauchern ermöglichen, die Qualität ihres Mobilfunknetzes durch 30 Messungen an fünf verschiedenen Tagen zu überprüfen und nachzuweisen. Marktteilnehmer und Verbraucherschützer können bis zum 12. Juli schriftlich zu dem Vorschlag Stellung nehmen, bevor das Regelwerk endgültig verabschiedet wird.
Catsme erkennt Katzenschmerz
Die KI-gestützte und kostenlose Smartphone-App „Catsme“ hilft Katzenbesitzern, den Gesundheitszustand ihrer Tiere zu überwachen und unnötige Tierarztbesuche zu vermeiden, berichtet Reuters.com. Die von Carelogy und Forschern der Nihon Universität entwickelte App, die bereits von mehr als 230.000 Kunden genutzt wird, erkennt mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent, ob eine Katze Schmerzen hat. In Japan sind Haustiere aufgrund der alternden Bevölkerung und sinkender Geburtenraten besonders wichtig: Es gibt 16 Millionen Katzen und Hunde im Land, deutlich mehr als Kinder unter 15. (Zum Vergleich: In Deutschland gibt es 27 Mio. Hunde und Katzen und 10,7 Mio. Kinder unter 15.)
NACHHALTIGKEIT
Digital bezahlen ist umweltfreundlicher
Die European Digital Payments Industry Alliance hat ein Whitepaper veröffentlicht, das den Umwelteinfluss digitaler Zahlungen im Vergleich zu Barzahlungen in Europa untersucht. Die Studie basiert auf sogenannten „Lebenszyklusanalysen“ in Finnland, Deutschland und Italien und zeigt, dass digitale Zahlungen in 17 von 18 untersuchten Kategorien eine geringere Umweltbelastung aufweisen als Bargeld. Basierend auf den Ergebnissen haben EDPIA-Mitglieder einen Fahrplan mit ersten Empfehlungen für politische Entscheidungsträger und die Branche erarbeitet, um so den CO2-Fußabdruck des Zahlungsverkehrssektors deutlich zu reduzieren.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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