Mister Spex, Lieferketten, Branchenreport, Temu, Niederlande, Amazon, Streiks Österreich, Venmo, KI + Lebensmittel, Migros

Mister Spex, Lieferketten, Branchenreport, Temu, Niederlande, Amazon, Streiks Österreich, Venmo, KI + Lebensmittel, Migros

Aktuelle E-Commerce-News: Mister Spex, Lieferketten, Branchenreport, Temu, Niederlande, Amazon, Streiks Österreich, Venmo und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Mister Spex eröffnet drei weitere Filialen
Der Omnichannel-Optiker Mister Spex eröffnet laut einer Pressemitteilung drei neue Filialen in Sindelfingen, Bamberg und Rostock. In diesem Jahr hatte das Unternehmen sein stationäres Standbein mehrfach gestärkt: In Würzburg, Wiesbaden, Augsburg, Graz (Österreich), Krefeld und Dresden wurden bereits Filialen eröffnet, der Start in Rostock ist für 2024 geplant. Zum 1. November wurde allerdings auch das erste Geschäft geschlossen; die Mitarbeiter mussten von der Ottenser Hauptstraße in die Spitaler Straße in Hamburg umziehen. Mister Spex ist 2007 ausschließlich online gestartet und eröffnete erst 2016 in Berlin sein erstes analoges Geschäft.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Jedes fünfte Unternehmen sieht seine Lieferketten gefährdet
20 Prozent der 200 von Kinaxis befragten Supply Chain Manager sehen ihre Lieferketten als gefährdet an. Als Hauptgründe werden internationale Konflikte (37 Prozent), steigende Energiepreise (37 Prozent) und Rohstoffknappheit (32 Prozent) genannt. Drei von vier Unternehmen sind mehrmals im Jahr mit Störungen konfrontiert, aber nur etwas mehr als ein Drittel kann die Probleme richtig identifizieren und nur ein Viertel kann die Auswirkungen auf den CO2-Ausstoß beziffern. Die größte Hoffnung, dies zu ändern, sehen die befragten Manager im Einsatz von KI, um durch ein proaktives Risikomanagement Überraschungen zu vermeiden.

Onlinehandel mit einem leichten Plus
Das IFH Köln prognostiziert in seinem Branchenreport Onlinehandel für das Jahr 2023 ein Wachstum von 0,9 Prozent. Die Märkte für Verbrauchsgüter (FMCG) und Beauty & Wellness sollen um 14 bzw. 11 Prozent gewachsen sein, während Consumer Electronics/Elektrogeräte und Wohnen & Einrichten in diesem Jahr zu den Verlierern gehören. Insgesamt hat sich der E-Commerce nach der Flut während der Pandemie und der Ebbe danach wieder normalisiert, ein Wachstum auf ein Gesamtvolumen von 119 Milliarden Euro im Jahr 2029 hält das Institut für Handelsforschung für möglich.

Temus Shopping-Trends in Deutschland
Die beliebtesten Artikel auf Temu in Deutschland stammen in diesem Jahr aus den Kategorien Kleidung, Dekoration und Beauty, wobei allerdings bei den jungen Nutzern Handyzubehör an erster Stelle steht. Generell wollen die Europäer an Weihnachten sparen: 39 Prozent haben ihr Budget für Geschenke an andere gekürzt und 37 Prozent haben auch bei ihren persönlichen Wunschzetteln den Rotstift angesetzt. Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt, stellt es einen Shopping-Guide zur Verfügung, dessen ausgewählte Vorschläge alle unter 20 Euro zu haben sind.


HANDEL INTERNATIONAL

Temu gefährdet amerikanische Dollar-Stores
Der Erfolg der Low-Cost-Shopping-App Temu bedroht in den USA die so genannten „Dollar Stores“ wie die Billigdiscounter Dollar General, Dollar Tree oder Family Dollar. Laut Scmp.com hat Temu in den USA bereits einen Anteil von 17 Prozent am Discountmarkt. Dollar General, dessen Marktanteil im Januar noch bei 57 Prozent lag, liegt aktuell bei 43 Prozent, während Dollar Tree im gleichen Zeitraum von 32 auf 28 Prozent zurückfiel. Bis zum Start von Temu im Herbst 2022 waren die Dollar Stores ein auch durch die Pandemie stetig wachsendes Geschäftsmodell mit mittlerweile über 37.000 Filialen in den USA.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

78 Prozent der Niederländer shoppen online
Im ersten Quartal 2023 haben 78 Prozent der niederländischen Verbraucher mindestens einmal online eingekauft, berichtet Ecommercenews.eu. Das ist eine Steigerung von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unverändert blieb das Einkaufsverhalten bei Waren wie Kleidung, Sportbekleidung, Schuhe oder Accessoires, die bei 57 Prozent am häufigsten im Warenkorb landeten; einen Zuwachs von 38 auf 42 Prozent konnte der Dienstleistungsbereich verzeichnen, zum Beispiel der Kartenvorverkauf für Kino, Konzerte oder andere Kulturveranstaltungen.

Amazon stellt neues Lebensmittel-Abonnement vor
Amazon testet in drei amerikanischen Großstädten ein neues Lebensmittelabonnement für Prime-Mitglieder, berichtet Cnet.com. Für 10 Dollar im Monat entfallen alle Lieferkosten für Lebensmittelbestellungen bei Whole Foods oder Amazon Fresh, wenn der Bestellwert 35 Dollar übersteigt. Alternativ ist auch die Selbstabholung 30 Minuten nach der Bestellung inklusive. Derzeit zahlen Prime-Mitglieder 9,95 Dollar Liefergebühr für jeden Warenkorb unter 50 Euro und 6,95 Dollar für jeden Warenkorb zwischen 50 und 100 Euro – darüber ist die Lieferung kostenlos.

Streiks stören Handel in Österreich kaum
Auch in der fünften Verhandlungsrunde haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften nicht auf einen neuen Kollektivvertrag für den österreichischen Handel einigen können. Die daraufhin ausgerufenen Warnstreiks hatten jedoch nur geringe Auswirkungen, wie Orf.at berichtet. In zwei Maximarkt-Filialen in Linz und Haid streikte ein Drittel der Belegschaft, in Salzburg hielten Beschäftigte vereinzelter Textilketten-Filialen eine halbstündige Betriebsversammlung ab, in Graz demonstrierten 70 und in St. Pölten 80 Personen. Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber liegt bei acht Prozent, die Forderungen der Gewerkschaft bei 9,2 Prozent.


Amazon entfernt Venmo als Zahlungsmethode
Ab dem 10. Januar können Amazon-Kunden in den USA nicht mehr mit Venmo bezahlen. Venmo ist eine mobile Bezahl-App, die seit 2009 Zahlungen zwischen Privatpersonen ohne Zeitverzögerung ermöglicht. Seit 2013 gehört das Unternehmen zu Paypal und kann nun überall dort als Zahlungsmittel genutzt werden, wo man auch mit Paypal bezahlen kann. Laut Retaildive.com hat Venmo derzeit 58 Millionen Nutzer. Der Schritt von Amazon kommt zu einer Zeit, in der der neue CEO von Paypal, Alex Chriss, das Unternehmen konsolidieren will, um wieder zu wachsen.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

So kann künstliche Intelligenz Lebensmittelverschwendung verringern
Die Verschwendung von Lebensmitteln ist nicht nur ein soziales und ökologisches Problem – sie kostet deutsche Händler Schätzungen zufolge jährlich auch über zwei Milliarden Euro. Abhilfe versprechen moderne KI-gestützte Systeme, bei denen die künstliche Intelligenz erkennt, wann ein vom Haltbarkeitsdatum kritisches Produkt abläuft, um es dann mit einem Preisvorteil zügiger abzuverkaufen. In einem Gastbeitrag für Etailment wirft Matthias Guffler, Partner in der Strategieberatung EY-Parthenon, einen genaueren Blick auf die Möglichkeiten, mit Hilfe von KI Lebensmittelverschwendung zu vermindern.

Migros eröffnet weiteren Automatenshop in Seuzach
Die Migros Ostschweiz eröffnet nach Bürglen, Embrach, Kloten und Winterthur in Seuzach einen weiteren „Teo“-Automatenshop, die Baugenehmigung ist laut Konsider.ch bereits erteilt. Teo ersetzt dort eine andere unbediente Kleinfiliale vom Typ „Avec“ der Konkurrentin Valora. Diese hatte im Juli angekündigt, sich ganz aus dem Markt der rund um die Uhr geöffneten Selbstbedienungsläden ohne Personal zurückzuziehen.


NACHHALTIGKEIT

Konsum nachhaltiger Produkte sinkt
Kauften im September 2021 noch 59 Prozent der Verbraucher nachhaltige Produkte, waren es im September 2023 wegen der höheren Kosten nur noch 45 Prozent, ergab eine Umfrage von Deloitte Consumersignals. Aber es gibt auch andere Gründe: 12 Prozent der 1.000 Befragten gaben an, sich aus Qualitätsgründen gegen nachhaltige Produkte entschieden zu haben, und 18 Prozent waren der Meinung, dass sie Qualitätseinbußen in Kauf nehmen, wenn sie sich für Nachhaltigkeit entscheiden. Dies betraf vor allem die Warengruppen Lebensmittel, Getränke, Bekleidung und Schuhe.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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