Omnichannel-Strategie, Tiktok, Ebay, Vermögen, Demografie, Elektronik-E-Commerce, Google, Amazon, Temu, US-Boykott, KI-Agenten

Omnichannel-Strategie, Tiktok, Ebay, Vermögen, Demografie, Elektronik-E-Commerce, Google, Amazon, Temu, US-Boykott, KI-Agenten

Aktuelle E-Commerce-News: Omnichannel-Strategie, Tiktok, Ebay, Vermögen, Demografie, Elektronik-E-Commerce, Google, Amazon und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Fließende Einkaufserlebnisse – Optimierte Omnichannel-Strategien schaffen Mehrwerte für Kunden und Unternehmen
Mit einer durchdachten Omnichannel-Strategie holen Sie Ihre Kunden dort ab, wo diese einkaufen. Die dafür essenzielle ganzheitliche Sicht auf den Kunden steigert Ihre Wettbewerbsfähigkeit und lässt Sie flexibel auf die Anforderungen und Chancen von heute und morgen reagieren. Lesen Sie hier, wie Sie nahtlose Shopping-Erlebnisse schaffen, die begeistern.

HANDEL NATIONAL

Tiktok zahlt Kreativen versprochenes Geld nicht
Tiktok täusche Nutzer beim „Creator Rewards Program“ – seit zwei Jahren in Deutschland verfügbar – systematisch um versprochene Geldzahlungen, berichtet die Zeit laut Golem.de. Das Unternehmen lasse Content-Produzenten wochenlang Videos erstellen und zeige ihnen dabei die anwachsenden Verdienste an – nur um sie kurz vor der Auszahlung rückwirkend zu disqualifizieren. Zwei Schüler hätten so 5.030 Euro binnen 30 Tagen erarbeitet, seien aber wegen eines unspezifizierten „Sicherheitsproblems“ ausgeschlossen worden. Besonders pikant: Tiktok habe die beiden vier weitere Male zugelassen und stets erneut vor dem Zahltag hinausgeworfen.

DSA-Pflicht: Ebay verunsichert Kleingewerbetreibende
Ebay verschickte versehentlich E-Mails zur Digital Services Act-Compliance an einige gewerbliche Verkäufer, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die Nachrichten hätten nur handelsregisterpflichtige Unternehmen erreichen sollen, die Registernummer und Behörde angeben müssten. Stattdessen erhielten auch Kleingewerbetreibende die Aufforderung, obwohl diese nicht handelsregisterpflichtig seien. Der Marktplatz bestätigte den Fehler und stellte klar, dass nur bereits eingetragene Händler ihre Impressumsangaben überprüfen müssten. Kleingewerbetreibende könnten die E-Mail ignorieren.

Vermögenswachstum bremst ab
Das private Geldvermögen der Deutschen wächst in diesem Jahr wohl um fünf Prozent auf 9,9 Bio. Euro, meldet Businessinsider.de unter Berufung auf eine DZ-Bank-Studie. Das Wachstum schwäche sich jedoch ab, da die Sparquote sinke und mehr Geld in Immobilien fließe. Im vergangenen Jahr habe das Vermögen noch um 7,4 Prozent auf 9,4 Bio. Euro zugelegt. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte besäßen etwa die Hälfte des gesamten Geldvermögens, während 20 Millionen ärmere Haushalte nur auf acht Prozent kämen.

Demografiewandel verändert Kundenstamm
Deutschlands Bevölkerung altert: Bereits 30,5 Prozent sind über 60 Jahre alt, meldet das Statistische Bundesamt laut Textilwirtschaft.de. Die Zahl der 60- bis 79-Jährigen sei um 416.000 Menschen gestiegen, während die 40- bis 59-Jährigen um 323.000 schrumpften. Hauptgrund sei der geburtenstarke Jahrgang 1964, der ins Rentenalter wechsle. Parallel stagnierten die Zahlen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Insgesamt wuchs Deutschland nur minimal um 121.000 Menschen, aktuell sind wir 83,6 Mio. Einwohner.


HANDEL INTERNATIONAL

Elektronik-E-Commerce übertrifft Prognosen
Der europäische Online-Markt für Unterhaltungselektronik erreichte 2024 laut Ecommercenews.eu ein Volumen von 112 Mrd. Euro. Das Wachstum von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr übertreffe damit bereits jetzt die für dieses Jahr prognostizierten 107 Mrd. Euro. Unterhaltungselektronik beanspruche mittlerweile 13 Prozent des gesamten Online-Handels und rangiere somit als zweitgrößter Sektor hinter der Mode mit 15,5 Prozent.

Commerce Media Suite: Googles Antwort auf Händlerkritik
Google startet die „Commerce Media Suite“ in der Beta-Phase als Reaktion auf wachsende Händlerkritik bezüglich der „AI Overviews“ und des damit sinkenden Website-Traffics, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die KI-basierten Werbelösungen sollen Online-Händlern stärkere Kontrolle über ihre Google-Aktivitäten verschaffen. Kernfunktion sei die Integration von Verkaufsdaten aus allen Kanälen in „Performance-Max-Kampagnen“ (automatisierte Werbekampagnen), wodurch sich Werbeeffekte präziser messen ließen. Zusätzlich baue Google die produktbasierte Erfolgsmessung aus und vereinfache die Werbung auf Youtube.

Britische Behörde prüft Amazons Zahlungsmoral
Die britische Lebensmittelaufsicht GCA untersucht Amazon wegen mutmaßlicher Zahlungsverzögerungen bei seinen Lieferanten, meldet Theguardian.com. Der Online-Riese habe möglicherweise seit März 2022 gegen den Branchencode verstoßen, der pünktliche Zahlungen vorschreibt. Bei einem Schuldspruch drohe Amazon eine Geldbuße von bis zu einem Prozent des Jahresumsatzes. Eine Lieferanten-Umfrage habe ergeben, dass sich mehr Zulieferer über Amazon beschwerten als über andere Einzelhändler. Amazon beteuere, den Lieferantencode ernst zu nehmen und bereits Verbesserungen eingeleitet zu haben.

EU-Recht hebelt französische Porno-Regulierung aus
Pornhub, Youporn und Redtube sind nach einem Gerichtsbeschluss in Frankreich wieder verfügbar, bestätigte Betreiber Aylo laut Heise.de. Das Pariser Verwaltungsgericht setzte ein neues französisches Gesetz vorläufig aus, das seit 7. Juni verlässlichere Altersverifikationssysteme vorgeschrieben habe. Die Richter argumentierten, französische Behörden könnten aufgrund des EU-Herkunftslandprinzips nicht einfach Unternehmen aus anderen Mitgliedstaaten regulieren. Aylos Hauptsitz befindet sich auf Zypern. Der Europäische Gerichtshof soll nun klären, ob die Altersverifikationspflicht mit EU-Recht vereinbar sei.

Temu startet in der Türkei
Temu hat offiziell den türkischen Markt betreten, berichtet Retail-News.de. Der chinesische Online-Riese eröffnete eine Niederlassung in Istanbul und plane ein lokales Logistikzentrum. Parallel habe das Unternehmen seine Zahlungssysteme von Dublin in die Türkei verlagert. Bei Gesprächen mit dem Handelsministerium sei Temu darauf hingewiesen worden, dass Produkte künftig einen türkischen Wirtschaftsbeteiligten benötigten. Der Markteintritt erfolge in einem schwierigen Umfeld: Die Regierung senkte den zollfreien Schwellenwert drastisch von 150 auf 30 Euro und verschärfte die Importzölle für Nicht-EU-Länder auf bis zu 60 Prozent.

Google Fotos: Großteil der Nutzer passiv
Google Fotos gibt zum zehnten Geburtstag 1,5 Mrd. monatliche Nutzer bekannt, wie Googlewatchblog.de berichtet. Die Plattform beherberge neun Bio. Fotos und Videos, monatlich würden 210 Mio. Bilder bearbeitet und 370 Mio. Suchanfragen gestellt. Entscheidend seien jedoch die 440 Mio. monatlich erstellten Erinnerungen – diese Zahl verrate die tatsächlich aktiven Nutzer. Die Milliardenzahl entstehe hauptsächlich durch Android-Nutzer, die Google Fotos lediglich für automatisches Backup installierten, ohne die App bewusst zu verwenden.


US-Boykott: Theoretisch ja, praktisch nein
US-Boykottaufrufe bleiben beim Online-Shopping weitgehend wirkungslos, zeigen aktuelle Verkaufsdaten von Digitec Galaxus laut Handelsblatt.com. Der Anteil amerikanischer Marken unter den 1.000 meistverkauften Produkten sei nur minimal von 18,3 auf 17,6 Prozent gesunken. Dabei forderten Social-Media-Nutzer wegen Trumps Politik verstärkt Kaufverzicht bei US-Konzernen. Laut einer Umfrage des Handelsblatts hätten 64 Prozent der Befragten angegeben, Produkte aus den USA „auf jeden Fall“ oder „eher“ meiden zu wollen.

Das Internet ist zu alt für KI-Agenten
KI-Shopping-Agenten scheitern am grundlegenden Problem veralteter Internet-Infrastrukturen, berichtet Techradar.com. Das heutige Web sei für Menschen, nicht für Maschinen konzipiert, wodurch KI-Systeme Schwierigkeiten hätten, strukturierte Produktdaten zu finden und zu verstehen. Marken verlören zunehmend Sichtbarkeit und direkte Kundenbeziehungen, da KI-Agenten die Produktentdeckung übernähmen und dabei nur optimierte Datenquellen bevorzugten. Google AI Overviews könnten so nicht angepassten Online-Shops bis zu 64 Prozent ihres organischen Traffics entziehen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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