Otto, Knuspr, Temu, Amazon, Tchibo, Lidl, Spotify, Salesforce, Online-Luxus Korea, Longevity, Lebensmittel-Apps, Google Play Store

Otto, Knuspr, Temu, Amazon, Tchibo, Lidl, Spotify, Salesforce, Online-Luxus Korea, Longevity, Lebensmittel-Apps, Google Play Store

Aktuelle E-Commerce-News: Otto, Knuspr, Temu, Amazon, Tchibo, Lidl, Spotify, Salesforce, Online-Luxus Korea, Longevity und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Otto bleibt altmodisch neumodisch
Otto-Geschäftsführer Alexander Birken bekräftigt laut Handelsblatt.com das Festhalten des Konzerns an seinen Klimaschutz- und Diversity-Zielen, trotz politischen Drucks aus verschiedenen Richtungen. Der Vorstandsvorsitzende, der im März in den Aufsichtsrat wechsele, warne eindringlich vor einer Rückkehr zu fossilen Energieträgern und deren Folgen für kommende Generationen. Nach zwei Verlustjahren werde die Otto Group im laufenden Geschäftsjahr, das Ende Februar ende, den Umsatz des Vorjahresniveaus erreichen und auf allen Ebenen wieder schwarze Zahlen schreiben.

Knuspr liefert lautlos Hörnchen
Der Onlinesupermarkt Knuspr verbessert laut Pressemitteilung sein Vorteilsprogramm „Hörnchen-Club“ für (werdende) Eltern mit einer „stillen Lieferung“, bei der Bestellungen geräuschlos zugestellt werden, während die Babys schlafen. Die aktuell rund 24.000 Club-Mitglieder erhalten außerdem bei den ersten beiden Monatsbestellungen über 120 Euro jeweils eine kostenlose zweiwöchige Premium-Mitgliedschaft sowie Rabatte von bis zu 50 Prozent auf über 60 wechselnde Produkte aus den Bereichen Babynahrung, Windeln und Kinderpflege. Ein neues Rezepte-Angebot für selbstgemachten Babybrei und familienfreundliche Gerichte rundet die Erweiterung ab.

Temu verlangt offenbar Preise unter Amazon-Niveau
Der chinesische Online-Marktplatz Temu verlange von deutschen Händlern ihre Preise mindestens 15 Prozent unter dem Amazon-Preisniveau zu halten, wie Textilwirtschaft.de ein Schreiben zitiert, das der Wirtschaftswoche vorliege. Solche Preisvorgaben sind in Deutschland rechtswidrig. Bereits vor über zehn Jahren sei eine ähnliche Amazon-Strategie vom Bundeskartellamt gestoppt worden. Die Meldung sei besonders brisant, nachdem die EU plane, eine verschärfte Regulierung der großen Handelsplattformen und eine zentrale Zollbehörde aufzubauen, nachdem Untersuchungen gezeigt hätten, dass bis zu 95 Prozent der bei Temu, Shein und Aliexpress gekauften Produkte nicht der europäischen Gesetzgebung entsprechen.

Amazon: Same-Day- und Next-Day-Lieferungen plus 15 Prozent
Amazon steigerte laut Pressemitteilung die Zahl der Same-Day- und Next-Day-Lieferungen in Deutschland auf 590 Mio. Artikel im Jahr 2024, was einem Wachstum von über 15 Prozent zum Vorjahr entspricht. Prime-Mitglieder hätten dabei durchschnittlich mehr als 175 Euro bei schnellen Lieferungen gespart – nahezu das Doppelte der Jahresgebühr für die Mitgliedschaft. Besonders gefragt seien Artikel des täglichen Bedarfs wie Katzenstreu, Druckerpatronen und Kosmetiktücher gefragt gewesen, die Amazon über sein Netz aus 23 Logistikzentren, zehn Sortier- und mehr als 60 Verteilzentren in über 30 deutsche Städte am selben Tag zugestellt habe.

Am ehesten empfohlen werden Amazon, Tchibo und Lidl
Bild.de und Servicevalue haben zum fünften Mal untersucht, welche Angebote deutsche Verbraucher am ehesten weiterempfehlen. Die umfangreichen Ergebnisse haben auch für den Online-Handel Relevanz: So dominieren in der Gattung „Versandhändler-Generalisten“ Amazon, Tchibo, Lidl, Ebay, Norma24 und Otto das Ranking, bei „Heimtierbedarf-Online“ sind es Zooplus, Futterplatz und Premiumpetshop, bei „Baumärkte-Online“ Markenbaumarkt24, Onlineshop-Baumarkt und Baumarktdiscount und bei „Schuhhändler-Online“ Schuhe.de, Schuhe24, Vamos-Schuhe, Elbandi und Eschuhe.de.


HANDEL INTERNATIONAL

Spotify ist profitabel
Der Streamingdienst Spotify schrieb laut Mitteilung 2024 zum ersten Mal schwarze Zahlen und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 1,4 Mrd. Euro, wobei im vierten Quartal 477 Mio. Euro zum Ergebnis beitrugen. Die monatlich aktiven Nutzer stiegen, deutlich stärker als erwartet, um zwölf Prozent auf 675 Mio., die Zahl der Premium-Abonnenten wuchs um elf Prozent auf 263 Mio.

Salesforce rüstet um auf künstliche Intelligenz
Salesforce, einer der Großen im Bereich der CRM-Angebote, plant die Entlassung von etwa 1.000 Mitarbeitern, berichtet Techradar.com. Parallel dazu suche der Konzern 2.000 neue Vertriebskräfte mit KI-Expertise und biete den von der Umstrukturierung betroffenen Beschäftigten die Möglichkeit zur internen Bewerbung. Nach drei erfolgreichen Quartalen mit Umsatzsteigerungen zwischen acht und elf Prozent deute diese Personalstrategie eher auf einen gezielten Umbau statt auf eine Sparmaßnahme hin.

Südkorea: Online-Luxus auf dem Weg der Mitte
Südkoreas E-Commerce-Unternehmen entdecken den Luxusmarkt der Mitte als neue Umsatzquelle, wie Insideretail.asia berichtet – allen voran Online-Händler Kurly, der seit Dezember mit 30 Luxusmarken durchstartet. Während das Ultra-Luxussegment weiterhin fest in der Hand stationärer Boutiquen und Kaufhäuser liegt, erschließen die Online-Plattformen gezielt die wachsende Gruppe preisbewusster Luxuskäufer. Besonders erfolgreich agiert auch „Lotte On“, dessen Luxusbereich seit 2022 jährlich um mehr als 20 Prozent wächst und der mit Direkt-Lieferungen aus Italien punkten kann.


So können Händler den Longevity-Trend für sich nutzen
Der Longevity-Trend stellt Gesundheit für ein längeres Leben in den Mittelpunkt. Etailment.de-Expertin Marilyn Repp, Spezialistin für digitale Trends im Mittelstand, hat einige Vorschläge, wie Online- und stationärer Handel sich darauf einstellen können.

Lebensmittel-Apps auf dem Vormarsch 72 Prozent der Smartphone-Nutzer in Deutschland haben mindestens eine App von Lebensmittelhändlern installiert, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt. Im Durchschnitt nutzen die Verbraucher vier solcher Apps – eine deutliche Steigerung gegenüber drei Apps im Vorjahr, als die Nutzungsrate noch bei 58 Prozent lag. Die Apps werden hauptsächlich für Rabatte und Coupons (81 Prozent), Online-Prospekte (66 Prozent) sowie als digitale Kundenkarten (66 Prozent) verwendet, wobei mittlerweile auch digitale Kassenbons mit 60 Prozent Nutzung hohen Zuspruch finden.

Google Play Store blockiert 2,4 Mio. schädliche Apps
Google hat im vergangenen Jahr 2,4 Mio. gefährliche Apps aus seinem Play Store entfernt, wie aus dem aktuellen Jahresbericht des Unternehmens hervorgeht. Neben der Sperrung von 158.000 Entwickler-Konten beschränkten die Sicherheitsteams bei 1,3 Mio. Apps die Verarbeitung persönlicher Daten. Der Sicherheitsdienst Play Protect erkannte und blockierte zusätzlich 13 Mio. schädliche Apps aus anderen App-Stores.


NACHHALTIGKEIT

E-Commerce nachhaltiger als von Verbrauchern vermutet
Den deutschen und französischen Verbrauchern zufolge gilt der Onlinehandel mehrheitlich als umweltschädlich – 60 Prozent der Deutschen und 64,2 Prozent der Franzosen sehen ihn als Umweltsünde, wie Inpactmedia.com eine Studie von Seven Senders zitiert. Dabei belegt die Untersuchung, für die 3.500 Onlinekäufer in sieben europäischen Ländern befragt wurden, dass der CO2-Ausstoß im E-Commerce durchschnittlich um den Faktor 2,3 niedriger liegt als im stationären Handel. Während der europäische E-Commerce 2025 voraussichtlich auf 1,08 Billionen Euro Umsatz wachsen wird, steigt auch die Bereitschaft der Verbraucher, für nachhaltige Lieferoptionen mehr zu zahlen – von 54 Prozent im Jahr 2021 auf 70 Prozent in diesem Jahr.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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