
Puma, Knuspr + Amazon, Wolt, Insolvenzen, Shein, Österreich, UK, China, mobiles Bezahlen, Australien, Schweiz + Second-Hand
Aktuelle E-Commerce-News: Puma, Knuspr + Amazon, Wolt, Insolvenzen, Shein, Österreich, UK, China, mobiles Bezahlen und weitere Themen im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025
HANDEL NATIONAL
Puma: D2C-Geschäft wird immer wichtiger
Der Gesamtumsatz von Puma stieg laut Pressemitteilung im dritten Quartal um fünf Prozent auf 2,3 Mrd. Euro, das operative Ergebnis verbesserte sich um 0,3 Prozent auf 237 Mio. Euro – der E-Commerce legte sogar um 26,4 Prozent zu. Das D2C-Geschäft wuchs um 17,0 Prozent auf 580,0 Mio. Euro und erreichte einen Anteil von 25,1 Prozent am Gesamtumsatz. International war vor allem Amerika mit 11,4 Prozent Zuwachs wichtig, was den Herzogenaurachern 872,2 Mio. Euro einbrachte.
Knuspr jetzt auch für Amazon-Prime-Mitglieder
Amazon-Prime-Mitglieder können laut Pressemitteilung ab sofort in 236 Berliner Postleitzahlgebieten das Lebensmittelsortiment von Knuspr bestellen. Das Angebot umfasst neben Frisch- und Tiefkühlwaren auch Bio-Produkte, Drogerie- und Haushaltsartikel sowie internationale Spezialitäten. Auf Berlin sollen in den kommenden Monaten das Rhein-Main-Gebiet und der Großraum München folgen. Was dieser Schritt für die Zukunft von „Amazon Fresh“ in Berlin bedeutet, ist noch unklar.
Wolt: Bares ist (auch) Wahres
Der Lieferdienst Wolt führt Barzahlung als zusätzliche Zahlungsoption bei der Auslieferung ein, wie das Unternehmen mitteilte. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank wurden im Jahr 2023 noch 51 Prozent aller Transaktionen in Deutschland bar abgewickelt, deutlich mehr als in anderen europäischen Ländern. Neben der neuen Barzahlungsoption können Wolt-Kunden natürlich weiterhin mit Kreditkarte, Paypal, Apple Pay und Klarna bezahlen.
48 Prozent mehr Insolvenzen
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland stieg im Oktober auf 1.530 Fälle und erreichte damit den höchsten Oktoberwert seit 20 Jahren, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle mitteilte. Die Insolvenzen lagen damit 48 Prozent über dem Vorjahreswert und 66 Prozent über dem Durchschnitt der Vor-Corona-Jahre 2016 bis 2019. IWH-Forscher Steffen Müller führt den Anstieg auf die Kombination aus anhaltender Konjunkturschwäche, gestiegenen Energie- und Lohnkosten sowie dem Auslaufen der Corona-Hilfen zurück.
HANDEL INTERNATIONAL
Shein wächst in Europa um 68 Prozent
Fast-Fashion-Onlinehändler Shein steigerte seinen Umsatz 2023 um 68 Prozent auf 7,684 Mrd. Euro, wie Reuters.com berichtet. Der Gewinn nach Steuern verdoppelte sich auf 99,5 Mio. Euro, der Bruttogewinn stieg auf 314 Mio. Euro. Großbritannien entwickelte sich mit einem Umsatz von 1,55 Mrd. Pfund zum drittgrößten Markt nach den USA und Deutschland. Das in Singapur ansässige Unternehmen, das seine Europa-Zentrale in Dublin betreibt, plant einen Börsengang in London und wurde im Vorfeld mit 66 Mrd. Dollar bewertet.
Österreich: 24 Prozent shoppen am Singles‘ Day
Der Singles‘ Day am 11. November entwickelt sich laut Handelsverband zu einem bedeutenden Verkaufstag in Österreich. 63 Prozent der Befragten kennen das Shopping-Event und 24 Prozent wollen den Aktionstag ganz bewusst nutzen. Die Kaufbereitschaft liegt damit drei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Mehr als die Hälfte der Bestellungen im Online-Handel finden aber außerhalb österreichischer Shops im Ausland statt.
Großbritannien ist weihnachtlicher gelaunt
Der britische Online-Handel wird laut Adobe-Analyse in der Vorweihnachtszeit 2024 einen Rekordumsatz von 25,9 Mrd. Pfund erreichen, was einem Wachstum von 6,1 Prozent entspricht. Der deutsche Online-Handel erwartet laut HDE im Vergleich nur ein Plus von 1,4 Prozent. Black Friday und Cyber Monday tragen mit erwarteten 1,13 Mrd. bzw. 940 Mio. Pfund maßgeblich bei.
China exportiert mehr als erwartet
Die chinesischen Exporte sind im Oktober um 12,7 Prozent gestiegen, was die Erwartungen der Analysten von lediglich fünf Prozent deutlich übertraf, zitiert Handelszeitung.ch Zahlen der Zollbehörde in Peking. Die Importe hingegen sanken um 2,3 Prozent. Die Wirtschaftsstimmung scheint sich durch angekündigte Konjunkturmaßnahmen zu verbessern, die Hauptprobleme bleiben die Immobilienkrise, schwache Inlandsnachfrage sowie die hohe Jugendarbeitslosigkeit.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Ein Drittel nutzt Smartphone oder Smartwatch zum Bezahlen
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage nutzen 32 Prozent der Deutschen – zumindest gelegentlich – Smartphone oder Smartwatch zum Bezahlen, für 18 Prozent ist das Handy bereits das bevorzugte Zahlungsmittel, berichtet Spiegel.de. Mehr als zwei Drittel der Befragten halten reine Bargeldgeschäfte für nicht mehr zeitgemäß und die Hälfte der Befragten würde lieber den Geldbeutel als das Smartphone vergessen, wenn sie das Haus verlassen.
Australiens Regierung: Kein sozialen Medien unter 16 Jahren
Die australische Regierung plant laut BBC.co.uk ein Verbot der Nutzung sozialer Medien für Kinder unter sechzehn Jahren, um deren Sicherheit im Internet zu gewährleisten. Bereits bestehende Konten und Nutzung unter elterliche Zustimmung sollen von der geplanten Regelung ausgenommen sein. Kritiker bevorzugen stattdessen die Einführung von Sicherheitsstandards für soziale Medien und betonen die positiven Aspekte der Online-Nutzung für Kinder. Die Pläne sollen nächste Woche im Parlament diskutiert werden. Australien wäre das erste Land mit einem solchen Verbot.
Österreicher wünschen sich Kennzeichnung von KI-Anwendungen
Mehr als 92 Prozent der österreichischen Verbraucher wünschen sich eine klare Kennzeichnung von KI-Anwendungen im Online-Shopping, wie eine Umfrage des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens laut Pressemitteilung ergab. Die häufigste Berührung mit KI vermuten die Befragten im Kundenservice (59,4 Prozent) und bei personalisierter Werbung (45,8 Prozent). Bedenken äußern die Österreicher besonders hinsichtlich täuschend echter Betrugs-E-Mails (68,4 Prozent) und des Missbrauchs persönlicher Daten für Phishing (61,7 Prozent).
NACHHALTIGKEIT
Second-Hand-Markt holt auch in der Schweiz auf
Der Second-Hand-Onlinehandel in der Schweiz wächst: 47 Prozent der Schweizer haben erst kürzlich gebrauchte Artikel erworben – eine Steigerung um zehn Prozent, berichtet Handelszeitung.ch. Im Vergleich zu Nachbarländern liegt die Schweiz jedoch zurück, was sich an den Marktanteilen der Second-Hand-Plattformen zeigt: Vinted belegt in Frankreich den dritten, in Italien den vierten Platz im Online-Handel, während Ebay in Deutschland den dritten Rang einnimmt – in der Schweiz ist es noch Platz neun.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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