3D-Illustration zu globalem E-Commerce: Shops, Pakete, Retouren und internationale Handelsplattformen
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Shopify, Midoya, The Platform Group, PDD Holdings, Amazon + Flipkart, Thailand, Lateinamerika, Macy’s, Brushing, Retouren, Youtube

Aktuelle E-Commerce-News: Shopify, Midoya, The Platform Group, PDD Holdings, Amazon + Flipkart, Thailand, Lateinamerika und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Webinar: Wie digitale Kassenbons die personalisierte Ansprache verbessern
Wie lässt sich der digitale Kassenbon gezielt zur personalisierten Kundenansprache im stationären Handel nutzen? Individuell zugeschnittene Werbung hat großen Einfluss auf Kaufentscheidungen. REMIRA zeigt, wie aus der Filiale heraus App-Downloads, Newsletter-Anmeldungen & Co. Messbar gesteigert und mit Kampagnen verknüpft werden. Jetzt kostenlos anmelden

HANDEL NATIONAL

Shopify erweitert sein Fulfillment-Angebot
Shopify integriert DHL direkt in seine deutsche Plattform und erweitert das Fulfillment-Angebot um internationale Logistikpartner, berichtet das Unternehmen. Händler könnten künftig bis zu 250 Bestellungen gleichzeitig abwickeln und Versandetiketten mit einem Klick ausdrucken. Das System biete zudem intelligente Versandempfehlungen basierend auf der Bestellhistorie sowie integrierte Adressvalidierung. Neben DHL umfasse das erweiterte Fulfillment Network auch Amazon Multi-Channel-Versand, Bigblue in Frankreich und Gobolt in Nordamerika.

eBay OPEN 2025 – Insights, Networking & mehr am 25.9. in Berlin
Am 25. September 2025 ist es wieder soweit: eBay Deutschland lädt zur eBay OPEN 2025 – dem größten Community-Event des Jahres für gewerbliche Verkäufer*innen. In diesem Jahr findet das Event im BrewDog DogTap Berlin statt – einem einzigartigen Veranstaltungsort, der wie gemacht ist für Austausch, Wissenstransfer und Feierstimmung. Von 9:30 bis 22:00 Uhr erwartet die Teilnehmenden ein inspirierender Tag voller Impulse, Vernetzung und spannender Einblicke in die Zukunft des E-Commerce.
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Midoya nimmt trotz Insolvenz Bestellungen an
Der Mode-Shop Midoya nimmt trotz seit 11. August laufendem Insolvenzverfahren weiter Bestellungen an, berichtet Onlinehaendler-News.de. Von ursprünglich 30 Mitarbeitern seien nur noch fünf beschäftigt. Kunden würden nach Retouren vergeblich auf Rückzahlungen warten und erhielten statt Erstattungen lediglich Zehn-Prozent-Gutscheine angeboten. In einer Facebook-Gruppe organisierten sich mittlerweile 134 Betroffene, die von einer „Betrugsfirma“ sprächen.

The Platform Group verdoppelt fast den Gewinn
The Platform Group hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 48 Prozent auf 343 Mio. Euro gesteigert, während sich der Nettogewinn auf 33,33 Mio. Euro fast verdoppelt habe, berichtet Ecommercenews.eu. Die Zahl aktiver Kunden sei um 29 Prozent auf 6,2 Mio. gewachsen, die der Verkaufspartner um 26 Prozent auf 15.781. Das Wachstum resultiere größtenteils aus der Build-and-buy-Strategie mit sieben Akquisitionen im letzten Jahr. CEO Dominik Benner kündige weitere Zukäufe an und revidiere die Jahresprognose nach oben.

Ladensterben: Schuhe werden online gekauft
Der deutsche Schuhhandel verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von drei bis vier Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet Fashionunited.de. Die anhaltende Insolvenz- und Schließungswelle befeuere den Abwärtstrend maßgeblich. Die Kundschaft wandere vermehrt ins Netz ab – Online-Schuhkäufe schnellten im ersten Quartal um 5,8 Prozent und im zweiten um 7,6 Prozent nach oben. Die Zahl stationärer Schuhfachhändler halbierte sich von über 5.000 Unternehmen im Jahr 2010 auf maximal 2.500 heute, während die Kosten seit 2020 um 30 Prozent gestiegen seien.

Geschäftsklimaindex verbessert sich 0,4 Punkte
Die Stimmung deutscher Unternehmen hellte sich minimal auf – der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte im August auf 89,0 Punkte nach zuvor 88,6 Punkten. Man blicke etwas optimistischer in die Zukunft, auch wenn man die Gegenwart sogar schlechter bewerte als im Vormonat. Im Handel allerdings sei die Laune gesunken, da die Geschäfte schlecht laufen würden – folgerichtig sanken auch die Erwartungen an die Zukunft.


HANDEL INTERNATIONAL

Gewinn von PDD bricht um 21 Prozent ein
Die PDD Holdings, Mutter der Discount-Plattform Temu, erreichte zwar im zweiten Quartal trotz der Rabattschlachten in China einen Erlös von umgerechnet 12,5 Mrd. Euro (ein Plus von sieben Prozent), doch der Gewinn brach um 21 Prozent ein, berichtet Reuters.com. Das Unternehmen investiere massiv in Händlerunterstützung und Marketing, um im Preiskampf mit Alibaba und JD.com zu bestehen. Besonders die US-Zölle würden die Versandkosten belasten. CEO Jiazhen Zhao kündigte weitere Gewinnfluktuationen an.

Amazon und Flipkart wollen mehr Freiheiten in Indien
Amazon und Flipkart drängen auf eine Lockerung der indischen FDI-Bestimmungen, um Verkäufer-Inventar für Exporte lagern zu dürfen, berichtet Storyboard18.com. Die Plattformen könnten dann direkter am Export-Geschäft teilnehmen, statt nur als rein vermittelnde Marktplätze zu fungieren. Drei Einzelhändler-Verbände würden jedoch gegen diese Pläne protestieren, um kleinere Händler zu schützen. Die indische Regierung strebe unterdessenbis 2030 E-Commerce-Exporte von 200 bis 300 Mrd. Dollar an.

Thailand reguliert Logistik bei E-Commerce-Plattformen
Thailand führt bis Ende 2025 eine Verordnung ein, die E-Commerce-Plattformen dazu verpflichtet, mindestens drei Logistikanbieter zur Auswahl anzubieten, berichtet Nationthailand.com. Die Electronic Transactions Development Agency wolle damit Plattformen wie Tiktok unter das Marktplatz-Gesetz bringen. Tiktok sei bislang nicht als Marktplatz klassifiziert, da sich das Unternehmen als Social-Commerce-Plattform registriert habe.

Lateinamerika kämpft gegen chinesische Billig-Lawine
Chinesische E-Commerce-Plattformen wie Temu, Shein und Aliexpress überfluten Lateinamerika mit Billigwaren und zwingen Regierungen zu drastischen Gegenmaßnahmen, berichtet Bloomberg.com. Temu beispielsweise verzeichne 143 Prozent Nutzerwachstum auf 105 Mio. aktive User. Die Preisunterschiede seien dramatisch: Ein Ninja-Mixer koste in Quitos Läden um die 180 Dollar, bei Temu gebe es Alternativen für bereits 13 Dollar. Zollbehörden seien von der Flut an Paketen überwältigt. Mexiko habe darum den Importzoll auf 33,5 Prozent angehoben, Chile führe eine 19-prozentige Mehrwertsteuer auf Pakete unter 41 Dollar ein.

Macy’s öffnet sein Werbenetzwerk für Amazon-Werber
Macy’s wird als erster großer Einzelhändler seine Werbeplattform über Amazons neuen „Retail Ad Service“ zugänglich machen, berichtet Retail-News.de. Ab Herbst könnten Marken Anzeigenplätze in Macy’s Netzwerk direkt über Amazon Ads buchen. Personenbezogene Daten würden nicht weitergegeben – stattdessen kämen anonymisierte „AWS-Clean-Rooms“ zum Einsatz. Die Kooperation erfolge in einer Phase verschärften Wettbewerbs im Retail-Media-Markt, in der immer mehr Anbieter etablierte Akteure wie Criteo herausforderten.


Brushing-Betrug wird für Amazon zum Problem
Beim „Brushing“ kaufen Betrüger über Fake-Accounts günstige Produkte und schicken sie an unwissende Empfänger, um das Amazon-Bewertungssystem zu manipulieren, berichtet T3N.de. Amazon registriere dann die Annahme der Ware, was es den Tätern ermögliche, nun falsche Rezensionen als „verifizierte Käufe“ ausgeben zu können. Die Adressen stammten häufig aus Datenlecks oder gekauften Datenbanken. Amazon betone zwar Gegenmaßnahmen zu ergreifen, doch die Verfolgung bleibe schwierig, da diese Brusher oft kurzlebige Accounts nutzten und außerhalb westlicher Rechtsräume operierten.

Aus Retouren werden Renditebringer
Rücksendungen im E-Commerce könnten sich vom Kostenfaktor zum Gewinnbringer wandeln, berichtet Retaildive.com. Automatisierung und maschinelles Lernen beschleunigten die Produktbewertung und ermöglichten schnellere Vollpreis-Wiederverkäufe. Reparaturen vor Ort steigerten den Wiederverkaufswert, während Second-Hand-Plattformen neue Absatzmöglichkeiten eröffneten. Bei unreparablen Produkten sorge Komponentenrecycling für Nachhaltigkeit – ein wachsender Faktor für umweltbewusste Kunden.

UK: Rechenzentren wasserschonender als angenommen
Rechenzentren in England verbrauchen deutlich weniger Wasser als befürchtet, berichtet Techradar.com. Knapp zwei Drittel der kommerziellen Anlagen würden unter 10.000 Kubikmeter jährlich nutzen – weniger als ein typisches Freizeitzentrum und vergleichbar mit Erstliga-Fußballvereinen. Lediglich vier Prozent erreichten industrielle Verbrauchswerte über 100.000 Kubikmeter. Über die Hälfte der befragten Betreiber würden bereits auf wasserlose Kühlsysteme setzen, 89 Prozent würden den Verbrauch nicht mehr messen, da ihre geschlossenen Kreisläufe praktisch nicht mehr Wasser verbrauchten „als jedes andere Gebäude“.

Youtube zwangsoptimiert Shorts-Videos
Youtube bearbeitet ausgewählte Shorts ohne Zustimmung der Urheber mit Machine Learning, berichtet Golem.de. Youtuber bemerkten, dass ihre Videos plötzlich künstlich wirkten – Haare erschienen geglättet wie Gummiperücken, Details wirkten überschärft oder merkwürdig poliert. Youtube verwende die Technik vermutlich, um Originalvideos verkleinert zu speichern und beim Abspielen hochzurechnen – Upscaling genannt. Das Problem der Kreativen: Dadurch wirkten ihre Arbeiten wie von KI erzeugt.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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