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Aktuelle E-Commerce-News: The Platform Group, Amazon, Weihnachtsbudget, DHL, E-Rechnungspflicht, Coolblue, Revolut und weitere Themen im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025
HANDEL NATIONAL
The Platform Group verdient 47 Prozent mehr
The Platform Group steigerte laut aktueller Geschäftszahlen in den ersten neun Monaten ihren operativen Gewinn um 47 Prozent auf 39,8 Mio. Euro und den Umsatz um 31 Prozent auf 371 Mio. Euro. Der Düsseldorfer Online-Marktplatz-Betreiber vergrößerte sein Händlernetzwerk auf knapp 13.000 Partner und übernahm acht weitere Unternehmen, darunter beispielsweise Hood und Avocadostore. Das Unternehmen erhöhte seine Jahresprognose und erwartet nun ein Bruttowarenvolumen von bis zu 900 Mio. Euro sowie einen Nettoumsatz von bis zu 520 Mio. Euro.
Amazon: In Deutschland vielleicht doch Home Office
Nach der Ankündigung von Amazon, das Home-Office weltweit abzuschaffen, scheint es laut einem dem Business Insider vorliegenden Dokument eine Ausnahme für Deutschland zu geben, berichtet Indiatimes.com. Demnach sollen Beschäftigte ab dem 15. Dezember einen oder in Ausnahmefällen zwei Home-Office-Tage beantragen können. Zulässig sollen sowohl formelle Regelungen sein, die den Arbeitsvertrag ändern, als auch informelle Regelungen, die eine 24-stündige Vorankündigung erfordern. Diese sollen jeweils für ein Jahr gelten.
Das Weihnachtsbudget liegt bei 533 Euro
Die Deutschen greifen für Weihnachtsgeschenke 2024 tiefer in die Tasche als je zuvor und wollen durchschnittlich 533 Euro ausgeben, ergab die Weihnachtsstudie der FOM (Hochschule für Oekonomie & Management). Bücher führen die Wunschliste mit 49 Prozent an, dicht gefolgt von Mode mit 46 Prozent, wobei Smartphones mit 144 Euro die teuersten Einzelgeschenke sind. Der traditionelle Einkaufsbummel und der Onlinehandel liegen mit 65 beziehungsweise 64 Prozent fast gleichauf – allerdings kauft die junge Generation bis 27 Jahre überwiegend (84 Prozent) digital, während die über 60-Jährigen den Einkauf in Läden bevorzugen (80 Prozent).
DHL: Internationale Warensendungen in allen Filialen
DHL Express ermöglicht ab sofort in allen 9.000 deutschen Filialen den internationalen Versand von Warensendungen bis 1.000 Euro Warenwert, wie das Unternehmen mitteilt. Der neue Service erweitert das bisherige Angebot, das sich auf Dokumentensendungen außerhalb der EU beschränkte, und ergänzt die bereits seit Mai bestehenden Versandmöglichkeiten über DHL.de und die Post & Paket App. Die digitale Zollabwicklung erfolgt direkt in der Filiale, wobei die Mitarbeiter vom System durch intelligente Datenabfragen und automatische Vorschläge für Zollangaben unterstützt werden.
Kleinunternehmer von E-Rechnungspflicht befreit
Der Bundesrat hat Kleinunternehmer von der ab 2025 geltenden Pflicht zur elektronischen Rechnungsstellung dauerhaft ausgenommen, berichtet Heise.de. Diese neue Regelung betrifft Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 25.000 Euro, die künftig keine elektronischen Rechnungen ausstellen, diese aber annehmen und archivieren können müssen. Für alle anderen Unternehmen gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2026, in der sie weiterhin Papierrechnungen und PDF-Dateien per E-Mail (mit Zustimmung des Empfängers) nutzen können.
HANDEL INTERNATIONAL
Niederlande: Amazon überholt Coolblue
Amazon ist im niederländischen Online-Handel auf den zweiten Platz vorgerückt und hat die Unterhaltungselektronik-Plattform Coolblue überholt, berichtet Ecommercenews.eu auf Basis einer ECDB-Erhebung für 2023. Hinter dem alteingesessenen Marktführer Bol haben auch die chinesischen Plattformen AliExpress und Shein mit den Plätzen sechs und acht den Sprung in die Top Ten geschafft. Von den zehn größten Online-Händlern der Niederlande kommen damit nur noch vier aus dem eigenen Land.
Revolut plant eigene Geldautomaten
Die britische Neobank Revolut will nächstes Jahr – zuerst in Spanien – eigene Geldautomaten aufstellen, berichtet Businessinsider.de. Die Automaten sollen mit Gesichtserkennung arbeiten, Karten und Bargeld ausgeben sowie später auch Einzahlungen ermöglichen. Zudem plant das Unternehmen einen KI-Assistenten in der App, die Einführung digitaler Immobilienkredite und eine Buy-Now-Pay-Later-Option.
TRENDS & TECHNOLOGIE
Moderne Suche verteilt sich auf viele Kanäle
Traditionelle Suchmaschinen verlieren an Bedeutung: Bereist 45 Prozent verwenden KI-Tools für ihre Recherchen, 51 Prozent soziale Medien und 28 Prozent sprachgesteuerte digitale Assistenten. So beginnen zwar noch 64 Prozent ihre Suche mit einer Suchmaschine, aber verwenden im Durchschnitt drei verschiedene Kanäle, zitiert Channelx.world eine Studie von Yext. In Zeiten der KI wird das Vertrauen wichtiger: 57 Prozent vertrauen Marken mit detaillierten und genauen Informationen, 64 Prozent suchen bei falschen, nicht aktuellen oder gar fehlenden Informationen lieber bei der Konkurrenz weiter.
EU: Digitales Stadt-Land-Gefälle weniger steil
Gute Nachrichten für den ländlichen Raum: Das digitale Gefälle zwischen Stadt und Land in der EU wird weniger steil, wie aktuelle Zahlen von Eurostat belegen. Während 2013 noch knapp zehn Prozentpunkte zwischen städtischen und ländlichen Gebieten lagen, beträgt der Unterschied heute nur noch 4,4 Prozentpunkte. Inzwischen haben 95 Prozent der Stadtbewohner und 91 Prozent der Landbevölkerung einen Internetzugang. Allerdings surfen in der Stadt mehr Menschen mobil: 89 Prozent der 16- bis 74-Jährigen nutzen hier ihr Smartphone für den Internetzugang, auf dem Land sind es 82 Prozent.
Pickle: Nie wieder langweilige Video-Meetings
Das kalifornische KI-Start-up Pickle macht laut Techcrunch.com langweilige Video-Meetings in Zoom, Google Meet und Teams ein wenig erträglicher. Füttert man die Software mit einem fünfminütigen Trainingsvideo, kann sie einen überzeugenden digitalen Klon erzeugen, der geduldig vor dem Bücherregal sitzt und gespannt das Geschehen auf dem Screen zu verfolgen scheint, während man selbst beispielsweise im Schlafanzug auf der Couch fläzt und sich die Zehennägel schneidet. Die Technologie bleibt vorerst Mac-Nutzern vorbehalten und hat mit mindestens 288 Dollar pro Jahr auch ihren Preis.
BLACK-FRIDAY-COUNTDOWN
Nachhaltigkeit auch am Black Friday wichtig
Zum Black Friday setzen fast 50 Prozent der deutschen Verbraucher auf günstige Angebote, drei Viertel haben ja für ihre Weihnachtseinkäufe gespart. Während für 23 Prozent der Kunden kurze Lieferzeiten und für 15 Prozent flexible Rückgaben wichtig sind, spielt auch Nachhaltigkeit eine große Rolle: Jeder vierte Kunde würde für umweltfreundliche Verpackungen mehr zahlen. Packlink-Marketingdirektor Noelia Lázaro sieht laut Pressemitteilung in der Verbindung von Schnäppchenjagd und Nachhaltigkeit einen wichtigen Erfolgsfaktor für Onlinehändler.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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