Tiktok Shop, Lidl + Penny, Amazon, Ricardo, Shopify, Wework India, OpenAIs KI-Agent, „World“, Deezer, Apples Carplay

Tiktok Shop, Lidl + Penny, Amazon, Ricardo, Shopify, Wework India, OpenAIs KI-Agent, „World“, Deezer, Apples Carplay

Aktuelle E-Commerce-News: Tiktok Shop, Lidl + Penny, Amazon, Ricardo, Shopify, Wework India, OpenAIs KI-Agent, „World“ und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Tiktok Shop scheinbar in den Startlöchern
Tiktok bereitet die Einführung seiner E-Commerce-Funktion Tiktok Shop in Deutschland vor und hat bereits erste große Händlerkonten zur Teilnahme eingeladen, berichtet Onlinehaendler-News. Die Plattform verlange von Händlern mindestens 1.500 Follower, ein Mindestalter von 18 Jahren und regelmäßige Beiträge über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen. Nach dem Start in Irland und Spanien Ende 2024 könne der erste deutsche Shop bereits in dieser Woche live gehen.

Verbraucherschutz klagt gegen Lidl und Penny
Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Unterlassungsklagen gegen Lidl und Penny eingereicht, weil die Discounter bei über die App gewährten Rabatten nicht den regulären Preis ausweisen, berichtet BZ-Berlin.de. Nach Angaben der Leiterin der Stabsstelle Recht, Gabriele Bernhardt, verstoßen die fehlenden Preisangaben in Filialen, auf Plakaten und in Handzetteln, die für die App-Rabatte werben, gegen die Preisangabenverordnung. Die Landgerichte in Heilbronn und Köln prüfen die Klagen, während die Verbraucherschützer auch rechtliche Schritte gegen Rewe und Netto vorbereiten.

Amazon streicht Werbeaktion für Prime-Mitglieder
Amazon hat laut Futurezone.de einen beliebten Prime-Vorteil gestrichen und beende die Werbeaktionen „Exklusiv für Prime-Mitglieder“, die 15 Prozent Rabatt auf Bestellungen ab 50 Euro in ausgewählten Kategorien wie Lebensmittel, Gesundheit und Beauty gewährt hätten. Anders als bei früheren Aussetzungen des Rabatts während spezieller Verkaufsaktionen deute die vollständige Entfernung eines Hinweises auf der Webseite auf eine dauerhafte Streichung hin.

Hinweis: Durch ein Versehen war in diesem "Morning Briefing" eine Meldung zu einem Artikel aus dem Frühjahr 2023 erschienen (über die Gehälter bei Zalando). Da veraltet, haben wir diese Meldung gelöscht.


HANDEL INTERNATIONAL

Ricardo verteidigt seinen Treuhand-Service
Nach massiver Kritik verteidigt Ricardo die automatische Aktivierung des Ende 2023 eingeführten Treuhand-Services „Moneyguard“, berichtet ITmagazine.ch. Wie mehrere Medien, darunter das SRF-Konsumentenmagazin „Espresso“ und der „Beobachter“, berichtet hätten, würden viele Händler die zusätzlichen Gebühren von zwei bis fünf Prozent als „Abzocke“ bezeichnen. Die Online-Auktionsplattform betone aber, dass der Dienst auf breite Akzeptanz stoße und von 70 Prozent der Käufer genutzt werde. Die Zahlungsabwicklung erfolge über den niederländischen Dienstleister Ayden nur, weil kein Schweizer Anbieter die Anforderungen zeitnah erfüllen könne.

Shopify baut Kundendienst weiter ab Das kanadische Shopsystem Shopify hat in dieser Woche erneut Mitarbeiter im Support entlassen, zitiert Dnyuz.com einen Bericht von Business Insider. Der Konzern setze im Kundendienst verstärkt auf KI-gestützte Automatisierung und externe Dienstleister, unter anderem aus den Philippinen. Nach der Entlassung von zehn Prozent der Belegschaft im Juli 2022 und weiteren 20 Prozent im Mai 2023 führe Shopify damit seine schrittweise Personalreduzierung fort. Im vergangenen Jahr hätten zudem drei führende Manager die Support-Abteilung des Unternehmens verlassen.

Wework India steigert Umsatz um 26,7 Prozent
Wework India steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2024 um 26,7 Prozent auf 201,5 Mio. Dollar, meldet Techinasia.com. Der Nettoverlust des Unternehmens, das Büroflächen und Coworking Spaces für Selbständige und Unternehmen vermittelt, sank im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent auf 15,75 Mio. Dollar. Wework India wurde 2016 als Joint Venture mit der Embassy Group gegründet und betreibt aktuell 62 Standorte in fünf indischen Großstädten.


OpenAI stellt den KI-Agenten „Operator“ vor
OpenAI hat mit „Operator“ seinen ersten KI-Agenten vorgestellt, der selbstständig im Internet einkaufen und Buchungen vornehmen kann, berichtet Businessinsider.de. Das System, das zunächst nur für US-Nutzer des ChatGPT Pro-Abonnements verfügbar sei, nutze ein neues Modell namens „Computer-Using-Agent“ (CUA), mit der es Computer wie ein Mensch mit Maus und Tastatur bedienen könne. In ersten Vergleichstests erreichte Operator bei der Navigation auf Websites 58,1 Prozent (Menschen: 78,2 Prozent), bei der Bedienung von Betriebssystemen 38,1 Prozent (Menschen: 72,4 Prozent) Leistung bei der Navigation. Ebay hat bereits angekündigt, Operator im Rahmen einer Zusammenarbeit mit OpenAI einzusetzen.

„World“ will digitalen Identitätsnachweis für KI-Agenten
Das Technologieunternehmen „World“, ein Projekt von OpenAI-Chef Sam Altman, entwickelt digitale Identitätsnachweise, die KI-Agenten eindeutig ihren menschlichen Auftraggebern zuordnen. Wie Produktchef Tiago Sada gegenüber TechCrunch erläuterte, soll die Technologie Online-Diensten ermöglichen, zwischen Menschen, autorisierten KI-Agenten und schädlichen Bots zu unterscheiden. Durch eine biometrische Registrierung erhalten Nutzer eine einzigartige Blockchain-basierte Kennung, mit der sie ihre KI-Agenten legitimieren können. Diese Technologie soll besonders im E-Commerce zum Einsatz kommen, wo automatisierte Einkäufe zunehmen, Websites aber gleichzeitig vor schadhaften Bots geschützt werden müssen.

Deezer identifiziert täglich 10.000 KI-generierte Titel
Der Musik-Streaming-Dienst Deezer hat ein KI-Erkennungstool entwickelt, das täglich etwa 10.000 KI-generierte Musiktitel auf seiner Plattform identifiziert, was zehn Prozent aller hochgeladenen Inhalte entspricht. Das Pariser Unternehmen reichte laut Pressemitteilung Ende 2023 zwei Patente für die Technologie ein, die ohne spezifisches Training KI-Modelle wie Suno und Udio erkennen kann. Deezer will mit diesem Tool nicht nur die Vergütung für menschliche Künstler verbessern, sondern plant auch die Entwicklung eines Tagging-Systems für KI-Inhalte sowie die Erkennung von Deepfake-Stimmen.

Apples neues Carplay kommt wohl nicht 2024
Apple hat die für 2024 angekündigte neue Generation von Carplay wohl verschoben, wie Macrumors.com auf der stillschweigend aktualisierten Carplay-Webseite des Unternehmens entdeckte. Ein neues Launchdatum wurde dort nicht genannt. Laut Apple würden immer noch „einige Autohersteller“ planen, das System zu integrieren. Die noch 2023 genannten Partner Porsche und Aston Martin würden sich aber mit konkreten Einführungsterminen zurückhalten und große Hersteller wie General Motors und Rivian stattdessen eigene Lösungen entwickeln, um mehr Kontrolle über ihre Fahrzeugsysteme zu behalten.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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