Trade Republic, Momox, Mayd, Export, Vodafone, Alexa, Hole19, Amazon, Google, Footprint Technologies, Chimpy

Trade Republic, Momox, Mayd, Export, Vodafone, Alexa, Hole19, Amazon, Google, Footprint Technologies, Chimpy

Aktuelle E-Commerce-News zu Trade Republic, Momox, Mayd, Export, Vodafone, Alexa, Hole19, Amazon, Google und weiteren Themen des Tages im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Trade Republic entlässt seinen Kundendienst
Die Berliner Neobank Trade Republic hat ihren hauseigenen Kundenservice geschlossen und die dazugehörige Tochtergesellschaft Trade Republic Service GmbH aufgelöst, berichtet Wiwo.de. Dutzende Mitarbeiter wurden entlassen, der Kundenservice soll nun über mehrere Zentren in Europa abgewickelt werden. Beschwerden über die schlechte Kommunikation des Unternehmens gibt es allerdings schon seit Juni 2023.

Momox mit neuem Umsatzrekord
Das Berliner Re-Commerce-Unternehmen Momox hat im vergangenen Jahr trotz schwieriger Wirtschaftslage einen Rekordumsatz von 347,2 Mio. Euro erzielt, ein Plus von 3,2 Prozent. Hauptwachstumstreiber bleiben Bücher und Medien, die sogar um 7,7 Prozent zulegten. Im Bereich Mode expandierte die Plattform nach Frankreich und kooperierte mit About You. Geschäftsführer Heiner Kroke betont laut Fashionunited.de die Krisenresistenz des Second-Hand-Marktes aufgrund der Preissensibilität der Käufer.

Mayd liefert keine Medikamente mehr
Der Medikamentenlieferdienst Mayd hat Insolvenz angemeldet, berichtet Businessinsider.de. Gründe sind unter anderem der Rückgang der Corona-Infektionen, das Verbot von Sonntagslieferungen und die verzögerte Einführung des E-Rezepts. Der Geschäftsbericht wies 2022 trotz Investitionen von rund 56 Mio. Euro bereits ein Minus von 33 Mio. Euro aus.

14 Prozent weniger Export nach China
Die deutschen Exporte in Länder außerhalb der EU sind im Mai um 6,4 Prozent auf 58,6 Mrd. Euro gesunken, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Besonders betroffen waren die Ausfuhren nach China, die um 14 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro sanken. Bereits im ersten Quartal 2023 hatten die USA China als wichtigsten Handelspartner Deutschlands überholt.

Vodafone darf nicht mehr drängeln
Das Landgericht München hat der Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen Vodafone stattgegeben. Das Unternehmen hatte Kunden in Werbeanrufen unter Druck gesetzt, möglichst sofort einen neuen Internettarif zu bestellen und ihnen so die Prüfung des Vertrags erschwert. Dieses Vorgehen verstoße gegen das Telekommunikationsgesetz, das Verbrauchern eine angemessene Prüfungsfrist vor Vertragsabschluss zusichert, urteilte das Gericht. Der VZBV weist in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass andere Anbieter ähnlich verfahren.


EM 2024

Die EM verkauft mehr Streaming-Abos
Elf Prozent der Deutschen haben sich laut einer Bitkom-Umfrage extra für die EM ein neues Streaming-Abo zugelegt. Und so schauen 69 Prozent das Turnier auf der heimischen Couch, 58 Prozent bei Freunden, 46 Prozent in der Kneipe und 28 Prozent beim Public Viewing. 39 Prozent der 1.004 Befragten ab 16 Jahren ärgern sich dabei über Verzögerungen bei der Übertragung.


HANDEL INTERNATIONAL

EU-Dachverband fordert Härte gegen nichteuropäische Händler
Handelsverbände aus 15 europäischen Ländern kritisieren in einem offenen Brief des Dachverbandes E-Commerce Europa unfaire Wettbewerbsbedingungen durch nichteuropäische Händler. Bemängelt werden Verstöße gegen EU-Vorschriften in Bereichen wie Verbraucherschutz und Produktsicherheit. Die Verbände fordern insbesondere eine bessere Durchsetzung der EU-Regeln und eine engere Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten. Temu und Shein werden laut Heise.de nicht namentlich genannt.

Schlaue Alexa wird wohl fünf Dollar kosten
Über eine verbesserte Alexa mit KI-gestützter Konversationsfähigkeit wird schon länger spekuliert, nun sollen laut Fastcompany.com Insiderinformationen darauf hindeuten, dass die neue Sprachassistentin voraussichtlich fünf Dollar pro Monat kosten wird. Amazon-intern wurde sie „Remarkable Alexa“ getauft, soll sich deutlich von Konkurrenzprodukten abheben und wahrscheinlich schon im August abonnierbar sein.

Hole19 plant neuen Marktplatz
Die bekannte Golf-GPS-App Hole19 plant die Einrichtung eines Marktplatzes, um Partnerfirmen direkt mit Kunden zu verbinden und so eine breite Palette von Produkten anbieten zu können. Drittanbieter sollen keine Gebühren zahlen müssen und könnten ihre Preise selbst festlegen, berichtet Golfbusinessnews.com. Die neue Plattform soll zunächst in Großbritannien starten, mit einer geplanten Expansion in die EU bis Ende 2024 und in die USA im zweiten Quartal 2025.


60 Prozent der US-Onlineshopper achten auf den Preis
Laut einer von Forter in Auftrag gegebenen Umfrage haben 61 Prozent der Befragten ihre Online-Einkaufsgewohnheiten aufgrund der Inflation geändert. 48 Prozent erwägen, Coupons zu sammeln oder begehrte Produkte weiterzuverkaufen. Weitere Ergebnisse: Die wichtigsten Faktoren für die 2.000 befragten US-Konsumenten sind kostenloser Versand (63 Prozent), niedrige Preise (61 Prozent) und häufige Verkaufsaktionen (36 Prozent). Lebensmittel, Kleidung und Haushaltswaren sind die Kategorien mit den höchsten Online-Ausgaben.

Amazon stellt neue B2B-Funktionen vor
Amazon führt neue Funktionen für seine B2B-Händler ein, berichtet Inddist.com. Dazu gehören ein integriertes Angebotssystem für Großeinkäufe über 1.000 Artikel oder 10.000 Dollar, ein zentraler App-Hub, ein Tool zur Synchronisierung von Nutzern und Daten sowie erweiterte Funktionen zur Budgetverwaltung.

Google bevorzugt den E-Commerce
Eine Studie der Digitalagentur Amsive zeigt eine signifikante Veränderung in den Google-Suchergebnissen des vergangenen Jahres: E-Commerce-Websites und Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten wie Reddit und YouTube erscheinen nun häufiger auf den ersten Plätzen bei Shopping-Suchanfragen. Bei der Suche nach „Laptops“ beispielsweise führen die ersten zehn Links inzwischen zu Onlinehändlern. Gleichzeitig verlieren Produktbewertungs- und Affiliate-Marketing-Seiten deutlich an Sichtbarkeit.

Footprint Technologies reduziert Schuhretouren
Das Berliner Start-up Footprint Technologies verspricht, mit Hilfe von KI und Smartphone-Fotos Schuhretouren im Onlinehandel zu reduzieren, berichtet Morgenpost.de. Kunden fotografieren einfach – auf einem DIN-A4-Blatt (wichtig!) stehend – ihre Füße von oben und von hinten, woraufhin die KI die passende Schuhgröße ermittelt. Ein kroatischer Kunde des Unternehmens konnte so seine Retouren halbieren. Im Durchschnitt kostet eine Retoure den Kunden 32 Minuten und den Händler zehn Euro.


NACHHALTIGKEIT

Chimpy mit mehr Power für seine Powerbanks
Das Zürcher Start-up Chimpy bietet seine quietschgrünen Miet-Powerbanks laut Pressemitteilung jetzt mit einem Drittel mehr Leistung an. An 3.000 Standorten in der Schweiz, Österreich, Deutschland und Italien kann man sie im Lade-Notfall für fünf Franken oder drei Euro mieten und sein Handy mit Strom aus erneuerbaren Energien weiter betreiben. Die Verteilung der Powerbanks erfolgt über die eigene, emissionsarme Logistik, es entsteht kein zusätzlicher Abfall.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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