Verbot von Retouren-Müll, Amazon, Engelhorn, Flaschenpost, Walmart, Ocado, FedEx

Verbot von Retouren-Müll, Amazon, Engelhorn, Flaschenpost, Walmart, Ocado, FedEx

Liebe Leserin, lieber Leser, wenn Engelhorn nun auch Plattform werden will, klingt das zunächst ein wenig so, als wenn Flöhe husten. Aber wenn Fabian Engelhorn sagt, "zwischen Elefantenbeinen wächst immer noch genug Gras", dann sollte das durchaus auch Mut machen. Auch Flöhe können ja ganz schön lästig sein.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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HANDEL NATIONAL


Grüne fordern Verbot von Retouren-Müll Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt will Versandhändlern wie Amazon die Vernichtung von Retouren verbieten. Die Ware solle stattdessen beispielsweise über Sozialkaufhäuser verschenkt werden. Amazon erklärt, Waren würden schon heute gespendet. Nach Erkenntnis der "Forschungsgruppe Retourenmanagement" der Universität Bamberg landen rund 4% der zurückgeschickten Artikel im Müll. Ausführlich widmet sich die SZ dem Thema.
Engelhorn auf Platform-Kurs Der Modehändler Engelhorn will auch Plattform sein, um sein Online-Sortiment zu erweitern und hat bereits Mammut und Bestseller angebunden. Die Hersteller verschicken die Waren selbst. Der TextilWirtschaft erklärt Fabian Engelhorn das Konzept. 15 Partner will Engelhorn bis zum Herbst anbinden.
Flaschenpost bastelt am bundesweiten Roll-out Der Getränkelieferdienst Flaschenpost setzt auf Expansion und will 2019 zehn bis zwölf Standorte eröffnen, erklärt CEO Stephen Weich gegenüber der LZ. In Bremen, Dortmund und Essen hat der Getränkelieferdienst seit Jahresanfang bereits losgelegt, Personal sucht das Start-up derzeit in Stuttgart, München, Frankfurt und Leipzig. In insgesamt elf Städten wickelt der Bringdienst pro Woche derzeit 40 000 Bestellungen ab.
Amazon darf bei Suche Marken-Rivalen anzeigen Amazon darf nach Meinung des Oberlandesgerichts München in den Suchergebnissen auch Konkurrenzprodukte zur gesuchten Marke anzeigen. Geklagt hatte dagegen der Fahrradtaschenhersteller Ortlieb.

INTERNATIONAL


Walmart liefert in den Kühlschrank
Walmart will testweise in drei Städten in den USA den Kunden ab Herbst die Ware bis in den Kühlschrank liefern, InHome Delivery soll dabei via App und einem smarten Türschlosses mit Internetanbindung möglich werden. Der Lieferant trägt zudem eine Mini-Kamera. Zur Kontrolle und Überwachung. Amazon hat derlei ja auch schon mal versucht. Dann aber wieder abgestellt. Den Kühlschrank auffüllen ist als Service zwar schöne PR, frist aber einfach irrsinnig viel Zeit.
Ocado wettet auf "Vertical Farming"
Die britische Lebensmittel-Onlinehändler Ocado investiert 17 Millionen Pfund i n “Vertical Farming”. Dabei werden Pflanzen in Innenräumen in einer Reihe von übereinander liegenden Ebenen in einer kontrollierten Umgebung angebaut. So soll das Gemüse der Kunden Stunden vor dem Verpacken geerntet werden.
FedEx kündigt Amazon
FedEx will seinen US-Vertrag mit Amazon nicht verlängern, und keine Pakete mehr mit der Luftfrachtsparte FedEx Express ausliefern. Amazon dürfte das angesichts wachsender eigener Aktivitäten in der Logistik (Prime Air) nicht allzu nervös machen.



Zahl des Tages
Jeder dritte Deutsche nutzt digitale Sprachassistenten von Apple, Google oder Amazon, sagt eine Studie der Postbank, die die FAZ vorstellt.
Favorit der Leser
Zehn Jahre ist die Arcandor-Pleite nun her, und die Symbolfigur dieses Niedergangs ist der frühere Boss des Konzerns: Thomas Middelhoff. Als geläuterter Absteiger zieht er durch die Lande und schreibt Buch um Buch, wie zur Selbstreinigung. Von anderen Absteigern und Verlierern aus der Handelsbranche darf man das eher nicht erwarten.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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