Westwing, Frasers Group + SportScheck, Wormland, Wasgau, KMUs, Spotify, Amazon, Farmitoo, Brite Payments, Klarna, Sparkasse + Payback, HelloFresh

Westwing, Frasers Group + SportScheck, Wormland, Wasgau, KMUs, Spotify, Amazon, Farmitoo, Brite Payments, Klarna, Sparkasse + Payback, HelloFresh

Aktuelle E-Commerce-News: Westwing, Frasers Group + SportScheck, Wormland, Wasgau, KMUs, Spotify, Amazon, Farmitoo und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Westwing modernisiert seinen Markenauftritt
Westwing, die Münchener E-Commerce-Plattform für Home & Living, hat im Rahmen seiner Marketingkampagne „Live Beautiful“ seine Corporate Identity überarbeitet, berichtet Möbelmarkt. Präsentiert werden ein neues Logo, moderne Typografie und eine neue Farbpalette. Mit dem Relaunch werden auch die Online-Shop-Plattformen Westwing und WestwingNow in einen gemeinsamen Auftritt zusammengeführt. Das Unternehmen stellt seine Angebote im Unterschied zum gängigen suchbasierten Ansatz als „Shoppable Magazine“ dar.

IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen

Frasers Group will offenbar SportScheck übernehmen
Laut Sky News will die britische Frasers Group, die vor 2020 unter dem Namen Sports Direct International firmierte, noch in dieser Woche die Übernahme von SportScheck bekannt geben. Der bisherige Eigentümer, Signa Sports United, hatte erst im Oktober die Börse verlassen und seine Berichtspflichten eingestellt. SportScheck ist in 31 Verkaufshäusern vertreten und betreibt drei Outlet-Stores in München und Dresden.

Wormland launcht Marktplatz-Konzept
Der Hannoveraner Herrenausstatter Wormland hat seinen Webauftritt zu einem Marktplatz ausgebaut, berichtet FashionUnited. So müsse das Unternehmen für weniger Marken und Produkte in Vorleistung gehen und könne sein Sortiment durch Drittanbieter deutlich erweitern. Als Multichannel-Anbieter seien die online gewonnenen Informationen auch für die stationären Läden relevant. Das erleichtere es auch kleineren Labels, im Handel vertreten zu sein.

Wasgau präsentiert eigene Bonus-App
Der Lebensmittelhändler Wasgau, der 75 Filialen in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden-Württemberg betreibt, bietet seinen Kunden mit „Mein Wasgau“ eine eigene App zum Sammeln von Bonuspunkten. Für jeden Einkauf im Wert von fünf Euro erhalten die Kunden laut Lebensmittelzeitung.net ein „Herz“ gutgeschrieben. Die Herzen können ohne Zuzahlung gegen Prämienartikel eingetauscht werden. Teil der App sind auch eigene Bonuspunkte für Backwaren, aktuelle Handzettel und der Zugang zu den Online-Shops „Weinshop“ und „Kaffee24“.


HANDEL INTERNATIONAL

Kleine und mittlere Unternehmen mit Beratungsbedarf
Mindestens 70 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Europa brauchen dringend Beratung, um ihr Online-Geschäft besser zu skalieren, wie Amazon in einer Studie ermittelt hat. 73 Prozent haben Probleme, ihre Logistiknetzwerke zu optimieren, 70 Prozent sind mit den Regeln für Mehrwertsteuer und Zoll überfordert. Dabei erkennen 82 Prozent der Geschäftsführer das Potenzial eines digitalen Vertriebsansatzes. So könnten sie rund um die Uhr erreichbar sein, von jedem Ort aus verkaufen und mit mehr Kunden in Kontakt treten, erklärte rund die Hälfte der Unternehmen.

Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen

Spotify lässt Künstler Merchandising-Artikel verkaufen
Da der Verkauf von Merchandising-Artikeln für viele Musiker existenziell wichtig ist, will Spotify diese Funktion in seine App integrieren, berichtet The Verge. Seit 2021 hat der Musikstreamingdienst bereits eine Partnerschaft mit Shopify, allerdings führen die Links aus der App bisher auf die Website der Künstler, was viele Nutzer abschreckt. Künftig soll ein eigener Tab auf den Profilseiten den Kauf direkt in der Spotify-App ermöglichen.

Amazon ab 2024 mit eigenem Auftritt in Südafrika
Amazon plant, 2024 mit Amazon.co.za in Südafrika an den Start zu gehen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Drittanbieter, die immerhin 60 Prozent des Umsatzes ausmachen, können sich ab gestern vorab online registrieren, um sich mit Artikeln, Videos, Webinaren und Fallstudien auf den Start vorzubereiten. Weitere Informationen und Links sind auf Amazon Seller Central zu finden.

Farmitoo erhält weitere 2,5 Mio. Euro Finanzierung
Die 2018 in Frankreich gegründete Online-Plattform Farmitoo, die landwirtschaftliche Geräte verkauft, hat in einer dritten Finanzierungsrunde weitere 2,5 Mio. Euro von ihren Investoren eingesammelt. Wie Fundscene berichtet, konnte das Unternehmen bereits 100.000 Kunden gewinnen und bietet ohne Zwischenhändler direkt 200.000 Artikel von über 500 landwirtschaftlichen Herstellern an. Das führe zu günstigeren Preisen, mehr Transparenz und erspare den Landwirten zwei Tage im Jahr für die Beschaffung.

Neue Regeln für Amazon-Verkäufer in Spanien
Für Drittanbieter, die ihre Waren über Amazon in Spanien verkaufen, dort aber nicht ansässig sind, gelten neue Regeln, berichtet ChannelX. Vor allem für Verpackungen, Batterien sowie Elektro- und Elektronikgeräte müssen sogenannte „Unique Identification Numbers“ (Eindeutige Identifizierungsnummern) an Amazon gemeldet werden, sonst deklariert und bezahlt die Plattform die spanischen Umweltabgaben selbst, fordert sie aber von den jeweiligen Anbietern zurück.


Brite Payments erhält 60 Mio. Dollar Venture-Kapital
Das schwedische Fintech-Unternehmen Brite Payments hat sich in einer Finanzierungsrunde 60 Mio. Dollar an Investitionen gesichert, berichtet Business Insider. Das Unternehmen bietet sogenannte Instant-Payment-Lösungen an und nutzt Open-Banking-Technologie, um Zahlungen zwischen Kunden und Online-Händlern in Echtzeit zu ermöglichen. In weniger als vier Jahren hat Brite Payments ein Netzwerk von über 3.800 Banken in ganz Europa aufgebaut, das mehr als 350 Mio. Verbraucher erreicht. Open Banking als Schnittstellentechnologie für Drittanbieter ist seit 2015 für Finanzinstitute in der EU verpflichtend.

Klarna erweitert seine App um neue Funktionen
Der schwedische Payment-Provider Klarna erweitert seine App um zwölf neue Funktionen, berichtet FashionUnited. Mit „Klarna Lens“ können Kunden Produkte fotografieren und sollen dann im sogenannten „Discovery Shopping Feed“ dieses oder Alternativen zum Kauf vorgeschlagen bekommen. „Lens“ soll durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz schon zehn Mio. Artikel erkennen können. Weitere Neuerungen sind interaktive Videos, Barcode-Scanning, ein neues Dashboard und neue Suchfilter. Speziell in Großbritannien ist Klarnas BNPL-Konzept (Kaufe jetzt, zahle später) in die Kritik geraten.

Sparkassen-Girokarten bald mit Payback
Das Bonussystem Payback soll künftig in die Girokarten der deutschen Sparkassen integriert werden und das Sammeln von Punkten bei jedem Bezahlvorgang ermöglichen, berichtet LocationInsider. Payback, das seit 2010 zu American Express gehört, verliert zwar im Dezember 2024 Penny und Rewe als Kunden, konnte aber für 2025 Partnerschaften mit Edeka, Netto und Marktkauf verkünden. Der Sparkassenverband hat in Deutschland 47 Mio. Girokarten ausgegeben.


NACHHALTIGKEIT

HelloFresh darf sich nicht „klimaneutral“ nennen
In einem Urteil des Landgerichts Berlin wurde dem Berliner Lieferdienst HelloFresh untersagt, sich als „erstes globales klimaneutrales Kochbox-Unternehmen“ zu bezeichnen, meldet die W&V. Auch die Behauptung, die eigenen Emissionen zu 100 Prozent zu kompensieren, wurde verboten, da berechtigte Zweifel an den Emissionsgutschriften aus dem kenianischen Waldschutzprojekt „Kasigau Corridor“ bestünden. Das Gericht gab damit einer Klage der Deutschen Umwelthilfe statt und kündigte für den Wiederholungsfall ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro oder Ordnungshaft an.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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