Zalando, Moebel.de, Deutschlandcard, Beschäftigung, Amazon, Temu, Kurzvideoplattformen, Alibaba, X, Google

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Aktuelle E-Commerce-News: Zalando, Moebel.de, Deutschlandcard, Beschäftigung, Amazon, Temu, Kurzvideoplattformen, Alibaba und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

Certificate of Advanced Studies (CAS) in International Retail Management an der Universität St.Gallen – Seien Sie dabei!
Ab dem 11. Februar 2025 startet die nächste Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 1. Januar 2025

HANDEL NATIONAL

Zalando kürzt Rückgabefrist und streicht „Zalando Plus“
Zalando verkürzt ab dem 7. Januar 2025 seine Rückgabefrist von bisher 100 auf 30 Tage, berichtet Chip.de. Die kostenlose Rücksendung bleibe aber bestehen, habe der Händler in seiner Ankündigung betont. Mit der Änderung wolle Zalando die Warenverfügbarkeit verbessern und beliebte Artikel schneller wieder ins Sortiment aufnehmen. Erst kürzlich hatte das Unternehmen laut BZ-Berlin.de die Einstellung seines Programms „Zalando Plus“ angekündigt – für eine Jahresgebühr von 15 Euro wurden den 2,5 Millionen Plus-Kunden keine Versandkosten berechnet.

Moebel.de verdoppelt Umsatz
Die Produktvergleichsplattform Moebel.de hat innerhalb von zwölf Monaten den Umsatz ihrer Handelspartner verdoppelt, wie das Unternehmen in einer Mitteilung berichtet. Der Erfolg basiere auf einer neuen Vergleichsfunktion, die neben Preisen auch Verfügbarkeit, Produktmerkmale, Dienste wie z.B. Lieferung oder Montage berücksichtigt und mobil nur die zwei besten Angebote anzeigt. In den kommenden Monaten sei außerdem eine 360-Grad-Werbekampagne unter dem Motto „Moebel Dir den besten Preis!“ geplant.

Deutschlandcard will zur D2C-Marketingplattform werden
Die Deutschlandcard wandelt sich ab Januar 2025 laut Pressemitteilung von einem Bonusprogramm zu einer digitalen D2C-Marketingplattform für Konsumgüterhersteller. Mit über zehn Mio. aktiven Nutzern erfasst die Tochter von Bertelsmann Marketing Services künftig das Kaufverhalten ihrer Teilnehmer durch einen Kassenbon-Upload in der App und belohnt jeden eingescannten Beleg. Die neue Plattform ermöglicht Markenherstellern dadurch eine direkte und personalisierte Kundenansprache ohne Umweg über den Einzelhandel.

Beschäftigung im Handel bleibt stabil
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat im Jahr 2024 mit 46,1 Mio. den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht, teilt das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mit. Zuwächse gab es vor allem im Dienstleistungsbereich mit einem Plus von 153.000 Erwerbstätigen (+0,4 Prozent), während es im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit einem leichten Minus von 1.000 Beschäftigten quasi keine Veränderung gab. Die Zahl der Selbständigen sank weiter um 74.000 auf 3,8 Mio. (-1,9 Prozent), während gleichzeitig die Zahl der Erwerbslosen um 179.000 auf 1,5 Mio. deutlich anstieg (+13,4 Prozent).


HANDEL INTERNATIONAL

Amazon ändert FBA-Erstattungsrichtline
Amazon ändert ab 10. März die Erstattungsrichtlinie für seine Fulfillment-by-Amazon-Händler, berichtet Onlinehaendler-News.de. Für Waren, die vor einer Kundenbestellung beschädigt werden oder verloren gehen, werden nur noch die Herstellungskosten und nicht der volle Verkaufspreis ersetzt. Händler, die günstige Produkte mit hohen Margen verkaufen, könnte diese Änderung vor finanzielle Herausforderungen stellen. Amazon bietet Verkäufern die Möglichkeit, ab Ende Januar ihre tatsächlichen Herstellungskosten im Portal zu hinterlegen – alternativ nutzt der Konzern eigene Schätzungen auf Basis vergleichbarer Produkte.

Amazon geht gegen günstigere Preise bei Temu vor
Amazon hat laut Informationen von Channelx.world damit begonnen, seine Händler davor zu warnen, ihre Waren preisgünstiger auf Temu anzubieten. Der Hersteller Anker habe seine Produkte bereits von Temu entfernt, nachdem Amazon gedroht habe, Artikel aus der prominenten Produktplatzierung zu nehmen. Als Reaktion auf den rasanten Markterfolg von Temu hatte Amazon in den USA kurz vor Weihnachten sein Angebot „Haul“ für preisgünstige Produkte eingeführt. Temu wiederum befeuert den Wettbewerb durch den Aufbau eines Netzwerks lokaler Händler mit schnellerem Versand.

China: Kurzvideoplattformen verlieren erstmals Nutzer
Die Anzahl der chinesischen Nutzer von Kurzvideo-Plattformen wie beispielsweise Douyin ist im letzten Jahr zum ersten Mal gesunken, zitiert Techinasia.com einen Bericht der National Radio and Television Administration und der China Federation of Video and Television Associations. Der Rückgang auf 1,05 Mrd. Nutzer bis Ende Juni 2024 sei deutlich: 300 Mio. Zuschauer sind verloren gegangen.

Alibaba verkauft Beteiligung an Sun Art
Alibaba fokussiert sein Geschäft weiter und trennt sich von seiner 73,7-prozentigen Beteiligung am größten chinesischen Hypermarktbetreiber Sun Art, berichtet Investmentweek.com. Der Verkauf an DCP Capital zu 1,75 Hongkong-Dollar je Aktie bringt zwar 1,7 Mrd. US-Dollar ein, beschert den Alibaba-Aktionären aber auch einen Verlust von 1,8 Mrd. US-Dollar. Nach dieser Nachricht rutschten die Sun-Art-Aktien um 17 Prozent ab. Der Rückzug aus dem stationären Handel – erst im Dezember hatte sich Alibaba von der Intime Retail Group getrennt – markiert die Rückbesinnung des Online-Riesen auf sein digitales Kerngeschäft.

X und Google beantragen in Malaysia keine Betriebslizenzen
X und Google haben in Malaysia keine Betriebslizenzen für ihre Plattformen beantragt, wie Techinasia.com berichtet. X begründet dies mit zu geringen Nutzerzahlen – die erforderlichen acht Mio. Nutzer würden nicht erreicht – was die malaysische Medienaufsicht MCMC derzeit noch prüft. Google äußerte Bedenken zur Einordnung der Videofunktionen von YouTube unter die neuen Lizenzvorschriften. Die chinesische Konkurrenz – Wechat und Tiktok – hat ihre Lizenzen nicht nur rechtzeitig beantragt, sondern bereits erhalten.


Online-Käufer kontrollieren ihre Ausgaben genau
Entgegen verbreiteter Bedenken kontrollieren 86 Prozent der Online-Käufer ihre Ausgaben genau, wie eine Civey-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland zeigt. Die Sorge um manipulative Kaufanreize scheine übertrieben, denn nur sieben Prozent der Befragten fühlten sich zu Bestellungen gedrängt, 87,3 Prozent hingegen seien der Meinung, sich frei zu entscheiden. Allerdings wünsche sich gut jeder Fünfte, seinen Einkauf nach 24 Stunden noch einmal bestätigen zu können. Wie der Verband unter Verwendung von Zahlen des Statistischen Bundesamts berichtet, sind von den 64,24 Mio. aktiven Online-Käufern nur 0,3 Prozent in Schuldenberatung.

Alibaba senkt Kosten für Bild-KI um 85 Prozent
Der chinesische Technologiekonzern Alibaba reduziert die Preise für sein visuelles KI-Modell „Qwen-VL“ um 85 Prozent, wie das Unternehmen laut CNBC.com in einem Wechat-Beitrag ankündigte. Mit dieser Preissenkung verschärfe Alibaba den Wettbewerb im chinesischen KI-Markt, wo Konkurrenzunternehmen wie Tencent, Baidu, JD, Huawei und Bytedance in den vergangenen achtzehn Monaten eigene KI-Modelle eingeführt hätten. Für Alibaba sei es bereits die zweite deutliche Preisanpassung, nachdem das Unternehmen erst im Mai die Kosten für sein Qwen-Modell um 97 Prozent gesenkt habe – mit Erfolg: Mehr als 90.000 Firmenkunden nutzen es inzwischen.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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