Neckermann bereitet sich auf das Ende vor

Neckermann bereitet sich auf das Ende vor

2 Min.Aktualisiert am
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Es gäbe noch Interessenten an Neckermann, versichert der Insolvenzverwalter. Doch die Arbeitsagentur stellt die Mitarbeiter bereits auf den Jobverlust ein. Das heißt: Bei dem Versender gehen die Lichter aus.

Wegen der noch laufenden Investorensuche sei aber noch niemand gekündigt worden, Meldungen zur Arbeitssuche würden daher vorläufig nicht angenommen.

Die Frist für das Frankfurter Traditionsunternehmen läuft am 30. September ab. Dann endet die dreimonatige Auszahlung des Insolvenzgeldes an die rund 2.000 Beschäftigten über die Arbeitsagentur.

Was will K-Mail?

Da der Eigentümer, der US-Investor Sun Capital, zu keinen weiteren Investitionen bereit ist, würde das Geld für weitere Gehaltszahlungen fehlen und der Betrieb müsste umgehend geschlossen werden. Sollte in der kommenden Woche kein Investor gefunden werden, würden spätestens am 30. September bei Neckermann die Lichter ausgehen.

Laut Insolvenzverwaltung gibt es aber durchaus noch Interessenten. Dazu liefen komplexe Verhandlungen, hieß es. Einen Vertragsabschluss gab es aber zunächst nicht zu vermelden. Die Pforzheimer Gesellschaft "K-Mail", hinter der die Versandhäuser Klingel und Wenz stehen, soll an Unternehmensteilen interessiert sein.

Vor allem der Übergrößenversender "Happy Size" war in der Vergangenheit als Filetstück genannt worden.

Alternativen für die Azubis

In der Sorge um die sozialen Folgen von Massenentlassungen häufig nur angelernter Beschäftigter haben Betriebsrat, Gewerkschaften sowie Arbeitsagentur und Stadt Aktionen gestartet.

Dem Vernehmen nach wurden bereits für die 50 Auszubildenden Ausweichmöglichkeiten gefunden, so dass sie auch im Fall einer Schließung ihre Ausbildung fortsetzen könnten. Zudem sind Jobbörsen im Neckermann-Haus geplant, auf denen sich Beschäftigte und potenzielle Arbeitgeber aus der Region kennenlernen können.

Ohne Investor droht Neckermann das gleiche Schicksal wie der einstmaligen Konzernschwester Quelle vor drei Jahren. Die Liquidation sämtlicher noch vorhandener Vermögenswerte inklusive des Ausverkaufs der letzten Waren und der Kundendatei wäre dann die traurige Aufgabe der Insovenzverwaltung im Oktober.

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